Antje Ducki (geboren 1960 in Gifhorn (Niedersachsen)) ist eine deutsche Psychologin. Seit 2002 ist sie Professorin für Arbeits- und Organisationspsychologie an der Berliner Hochschule für Technik im Fachbereich Wirtschafts- und Gesellschaftswissenschaften. Von 2009 bis 2021 leitete sie dort das Gender- und Technik-Zentrum.
Leben Ausbildung Ducki machte 1987 ihr Diplom in Psychologie an der Freien Universität Berlin (FU). Sie promovierte 1998 an der Fakultät für Biowissenschaften, Pharmazie und Psychologie der Universität Leipzig. Das Thema ihrer Doktorarbeit lautete „Arbeits- und organisationspsychologische Gesundheitsanalysen – Entwicklung und Erprobung eines Befragungsinstruments im Rahmen eines Mehr-Ebenen-Ansatzes zur betrieblichen Gesundheitsanalyse“.
Erste Berufsjahre Nach dem Diplom arbeitete Ducki an der FU Berlin in einem Forschungsprojekt zum Thema „Arbeitsbedingungen und Gesundheit bei Bürotätigkeiten“ mit und von 1987 bis 1992 als Dozentin im Studiengang Public Health. Ab 1985 arbeitete sie als Trainerin im Bereich Soziale Kompetenzen. Dabei moderierte sie betriebliche Problemlösegruppen und unterrichtete Präsentationstechniken und Methoden der Konfliktbewältigung. Zwischen 1992 und 1994 koordinierte sie ein von der Hans-Böckler-Stiftung gefördertes Projekt zu neuen Arbeits- und Beteiligungsformen in der betrieblichen Interessensvertretung. Von 1994 bis 1996 war sie Beraterin bei der Gesellschaft für betriebliche Gesundheitsförderung in Berlin. Sie leitete Projekte der Gesundheitsförderung und Konfliktbewältigung in Betrieben im Auftrag der AOK Berlin-Brandenburg. Von 1997 bis 1998 war Ducki wissenschaftliche Mitarbeiterin am Bremer Institut für Präventionsforschung und Sozialmedizin. Von 1998 bis 2002 war sie am Psychologischen Institut der Universität Hamburg wissenschaftliche Assistentin im Bereich Arbeits-, Betriebs- und Umweltpsychologie.
Professur mini|hochkant|Broschüre der Beuth Hochschule Berlin und der Wikimedia Deutschland Seit 2002 ist Ducki Professorin für Arbeits- und Organisationspsychologie an der Berliner Hochschule für Technik (bis 2021 Beuth Hochschule für Technik Berlin) im Fachbereich Wirtschafts- und Gesellschaftswissenschaften und leitete von 2009 bis 2021 das dortige Gender- und Technik-Zentrum. Sie bietet Lehrveranstaltungen zur Betriebs-, Arbeits- und Organisationspsychologie, Unternehmenskommunikation, zu Coaching, Management und Human Resource Management an.
Schwerpunkte ihrer Forschungstätigkeiten und Veröffentlichungen bilden die Themen „Betriebliche Gesundheitsförderung“, „Stressmanagement“, „Gesundheit und Arbeit“, „Berufliche Mobilität und Gesundheit“ sowie „Digitalisierung und Gesundheit“. Seit 2012 ist sie Mitherausgeberin des jährlich erscheinenden Fehlzeiten-Reports, in dem sie auch Artikel veröffentlicht. Immer wieder hält sie Vorträge zu ihren Forschungsschwerpunkten oder nimmt in Interviews Stellung dazu. In Zusammenarbeit mit der Wikimedia Deutschland entstand die Broschüre Kompass der Vielfalt, in der das Engagement und die Motivation von Wikipedia-Autoren reflektiert werden.:Datei:Kompass der Vielfalt.pdf
Mitgliedschaften Ducki ist Mitglied in folgenden Organisationen:
Deutsche Gesellschaft für Psychologie Verein Arbeit Bildung Forschung e. V.
Sie engagiert sich in der Akademischen Selbstverwaltung der Berliner Hochschule für Technik. So ist sie dort Vertreterin der Professorinnen und Professoren im Akademischen Senat, in der Akademischen Versammlung und in der Kommission für Forschung und Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses.
Veröffentlichungen (Auswahl) Neben zahlreichen Artikeln zur Arbeits-, Organisations- und Sozialpsychologie veröffentlichte Ducki folgende Bücher und Broschüren:
Autorin oder Mitautorin
Mitherausgeberin des Fehlzeiten-Reports
Mitherausgeberin von Einzeltiteln
Weblinks
Einzelnachweise
Kategorie:Hochschullehrer (Berliner Hochschule für Technik) Kategorie:Psychologe Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1960 Kategorie:Frau