Alaska Airlines ist eine US-amerikanische Fluggesellschaft mit Sitz in SeaTac bei Seattle.
Geschichte mini|Airbus A320-200 der Alaska Airlines mini|Airbus A321neo der Alaska Airlines mini|Eine Boeing 737-900 der Alaska Airlines in der Sonderbemalung Spirit of Disneyland II mini|DHC-8-400 der Alaska Airlines mini|Embraer 175 der Alaska Airlines, betrieben durch SkyWest
Ab dem Jahr 1932 nahm McGee Airways zunächst mit einer einmotorigen Maschine mit drei Sitzplätzen zwischen Anchorage und Bristol Bay den Verkehr auf. Durch Fusionen und Aufkäufe wurde die Firmierung mehrmals geändert und 1944 der Name Alaska Airlines angenommen. Zwischen Juni 1949 und September 1950 war die Fluggesellschaft maßgeblich an den zunächst geheim gehaltenen Transporten von etwa 49.000 jemenitischen Juden in den neuen Staat Israel beteiligt. Die Schwestergesellschaft und Regionalfluggesellschaft Horizon Air wurde nach dem Airline Deregulation Act von 1978 gegründet, um im Nordwesten der USA Lücken im Streckennetz großer Fluggesellschaften zu füllen. 1985 wurde die Alaska Air Group als Holding gegründet und ein Jahr darauf erwarb diese die Horizon Air und die Jet America Airlines.
Heute ist Alaska Airlines die sechstgrößte Fluggesellschaft der Vereinigten Staaten. Das Unternehmen adaptiert immer wieder neue Technologien; z. B. war Alaska Airlines eine der ersten Fluggesellschaften, die Flugscheine und das Check-in über das Internet anbot und Check-in-Automaten an ihren Flughäfen aufstellte.
Im September 2011 wurde Alaska Airlines durch die Federal Aviation Administration zu einer Strafzahlung von 590.000 US-Dollar verurteilt, nachdem es bei der Wartung einer Boeing 737-400 zu Regelverletzungen gekommen war, in deren Folge einige Jahre später ein Feuer an Bord ausbrach.. In: faa.gov (englisch). Außerdem musste die Gesellschaft wegen fahrlässigen Verhaltens aufgrund mangelnder Wartungsarbeiten einen Schadenersatz zahlen und zwei Vorarbeiter wurden suspendiert.
Im April 2016 wurde der Kauf der Fluggesellschaft Virgin America bekanntgegeben. Im Jahr 2018 wurde der Merger vollendet, wodurch die Marke Virgin America verschwand.
Im Oktober 2017 wurde Alaska Airlines die erste Fluggesellschaft, die einen Umbaufrachter auf Basis der Boeing 737-700 in Dienst stellte.KS: Alaska Air Cargo nutzt weltweit ersten 737-700 Umbaufrachter. In: flugrevue, 2. Oktober 2017, abgerufen am 2. Oktober 2017. Dafür sollen die Kombifrachter bis zum 18. Oktober ausgemustert werden.
Im Dezember 2023 wurde die geplante Übernahme der Hawaiian Airlines zu einem Preis von 1,9 Mrd. US-$ bekanntgegeben.
Am 18. September 2024 wurde die Übernahme von Hawaiian Airlines abgeschlossen. Hawaiian Airlines ist somit eine Tochtergesellschaft der Alaska Air Group.
Flugziele Das Streckennetz umfasst ca. 120 Städte in den USA, Kanada, Mexiko und Costa Rica.Alaska Airlines: Destinationen der Alaska Airlines. In: alaskaair.com, abgerufen am 29. Oktober 2021. Früher wurde auch der russische Osten bedient. Das wichtigste Drehkreuz befindet sich am Seattle-Tacoma International Airport (SEA). Weitere Drehkreuze befinden sich an den Flughäfen in Portland, Los Angeles und Anchorage.
Flotte Aktuelle Flotte Mit Stand Januar 2026 besteht die Flotte der Alaska Airlines aus 338 Flugzeugen mit einem Durchschnittsalter von 9,2 Jahren:
Flugzeugtyp Anzahl bestellt Anmerkungen Sitzplätze(First/Eco+/Eco) Durchschnittsalter Boeing 737-700 11 mit Winglets ausgestattet; eine inaktiv 124 (12/18/94) 25,6 Jahre Boeing 737-700BDSF 3 Frachtflugzeuge; mit Winglets ausgestattet; eine inaktiv 19.500 kg Nutzlast Boeing 737-800 59 mit Winglets ausgestattet; sechs inaktiv 159 (12/30/117) 17,8 Jahre Boeing 737-800BCF 2 Frachtflugzeuge; mit Winglets ausgestattet Cargo Boeing 737-900ER 79 mit Winglets ausgestattet 178 (16/24/138) 10,0 Jahre Boeing 737 MAX 8 14 52 159 (12/30/117) 0,9 Jahre Boeing 737 MAX 9 80 zwei inaktiv 178 (16/24/138) 3,3 Jahre Boeing 737 MAX 10 Auslieferungen frühestens ab Ende 2025 189 Boeing 787-9 1 1 300 (34/-/266) 0,2 Jahre Embraer ERJ-175 89 drei inaktiv; 42 durch SkyWest Airlines und 47 durch Horizon Air betrieben 76 (12/12/52) 6,7 Jahre Gesamt 338 53 9,2 Jahre
Viele Flugzeuge von Alaska Airlines sind mit einem System zur Internetnutzung an Bord des Anbieters Gogo ausgestattet, wodurch auch während eines Fluges, zurzeit aber nur innerhalb der USA, das Surfen im Web gegen Gebühr möglich ist.. In: Gogoair.com, abgerufen am 29. Oktober 2021.
Aktuelle Sonderbemalungen Flugzeugtyp Luftfahrzeugkennzeichen Bemalung Zeitraum Bild Boeing 737-800 N537AS „Friendship and Beyond at Disneyland Resort - Pixar Pier“ seit Oktober 2019 rahmenlos N538AS „Star Wars Galaxy's Edge Disneyland“ seit Mai 2022 rahmenlos N559AS „X̱áat Ḵwáani (Salmon People)“ seit Mai 2023 rahmenlos N565AS „Disneyland Resort – Toontown“ seit Oktober 2023 rahmenlos N570AS „Honoring Those Who Serve“ seit April 2019 rahmenlos N596AS „Tiana's Bayou Adventure“ seit April 2025 rahmenlos Boeing 737-900ER N248AK „Boeing 100 years strong“ seit Juni 2016 rahmenlos N265AK „Honoring Those Who Serve“ seit Oktober 2016 rahmenlos N486ASN487ASN491AS „oneworld“ N486AS: seit Mai 2021N487AS: seit März 2021N491AS: seit Mai 2021 rahmenlos N492AS „UNCF - Education can change the World“ seit April 2021 rahmenlos Boeing 737 MAX 8 N806AK „Honoring Those Who Serve“ seit Juni 2024 rahmenlos Boeing 737 MAX 9 N710AL „Seattle Mariners“ seit September 2024 N932AK „West Coast Wonders (Orca)“ seit Januar 2022 rahmenlos N933AK „Seattle Kraken Ice Hockey Team“ seit Oktober 2024 rahmenlos Embraer ERJ-175 N651QX „Honoring Those Who Serve“ seit August 2019 rahmenlos N652MK „Horizon Retro“ seit November 2022 rahmenlos N661QX „Washington State Cougars“ seit September 2023 rahmenlos N662QX „Washington Huskies“ seit September 2023 rahmenlos
Ehemalige Flugzeugtypen mini|Douglas DC-3, 1949 mini|Convair CV-880, 1961 mini|Boeing 737-400C am Flughafen Barrow In der Vergangenheit setzte Alaska Airlines folgende Flugzeugtypen ein:Ulrich Klee, Frank Bucher et al.: jp airline-fleets international, diverse Jahrgänge. Zürich-Airport und Sutton, UK, 1966–2013.
Airbus A319-100 Airbus A320-200 Airbus A321neo Boeing 707 Boeing 720 Boeing 727-100, -200 Boeing 737-200, -400 Boeing 737-900 Bombardier CRJ700 Convair CV-240 Convair CV-340 Convair CV-880 Convair CV-990 Curtiss C-46 Commando De Havilland Canada DHC-6 Twin Otter De Havilland Canada DHC-8-100, -200, -400 Dornier Do-328 Douglas DC-3 Douglas DC-4 Douglas DC-6 Lockheed Vega 5C Lockheed Model 10 Electra Lockheed L-1049 Super Constellation Lockheed L-1649A Starliner Lockheed L-100 Hercules McDonnell Douglas MD-82/83
Zwischenfälle
Am 30. November 1947 setzte eine Douglas DC-4/C-54A-1-DO der Alaska Airlines (Luftfahrzeugkennzeichen NC91009) bei der Landung auf dem Flughafen Seattle-Tacoma (US-Bundesstaat Washington) sehr spät und mit überhöhter Geschwindigkeit auf. Die Maschine überrollte das Landebahnende, geriet nach 70 Metern eine 7 Meter hohe Böschung hinunter, kreuzte unter Verlust der linken Tragfläche und des linken Hauptfahrwerks einen Graben und dann eine Straßenkreuzung, wobei sich das ausgetretene Flugbenzin entzündete und das Wrack in Flammen hüllte. Von den 28 Insassen wurden 8 getötet, ein Besatzungsmitglied und 7 Passagiere, sowie eine Person in einem Wagen auf der Kreuzung.
Am 2. März 1957 wurde eine Douglas DC-4/C-54B-20-DO der Alaska Airlines (N90449) 6 Kilometer westlich von Blyn (Washington, USA) in einer Höhe von etwa 300 Metern bei aufliegenden Wolken in Hügel geflogen. Trotz sehr schlechten Wetters waren die Piloten auf dem Flug von Fairbanks nach Seattle nach Sichtflugregeln geflogen. Bei diesem CFIT (Controlled flight into terrain) wurden alle 5 Insassen getötet, drei Besatzungsmitglieder und zwei Passagiere.
Am 22. Februar 1960 wurde eine Douglas DC-6/C-118A der Alaska Airlines (N11817) im Anflug auf die Elmendorf Air Force Base (Alaska, USA) so weit unter den Gleitpfad geflogen, dass sie 360 Meter vor der Landebahn aufschlug und irreparabel beschädigt wurde. Die Gründe waren zu niedrige Leistungseinstellung, zu weit ausgefahrene Landeklappen und eine exzessive Sinkgeschwindigkeit. All dies hatten der Erste Offizier und der Flugingenieur bemerkt, aber den Kapitän nicht darauf hingewiesen. Alle vier Besatzungsmitglieder, die einzigen Insassen auf dem Überführungsflug, überlebten diesen CFIT (Controlled flight into terrain).
Am 21. Juli 1961 wurde eine Douglas DC-6A der Alaska Airlines (N6118C) im Anflug auf die Shemya Air Force Base (Alaska, USA) 60 Meter vor der Landebahn in eine Böschung geflogen. Nach dem Aufprall brach ein Feuer aus, und der größte Teil des Wracks verbrannte. Als hauptsächliche Unfallursachen wurden festgestellt: Das Fehlen von Anflug- und Landebahnbefeuerung und das Versäumnis des GCA-Lotsen, den Piloten in den letzten Phasen des Anflugs mehr positive Hinweise zu geben. Bei diesem CFIT (Controlled flight into terrain) wurden alle 6 Besatzungsmitglieder getötet, die einzigen Insassen auf dem Frachtflug.
Am 17. April 1967 kam es zur Bauchlandung einer Lockheed L-1049H Super Constellation der Alaska Airlines (N7777C) auf dem Flughafen von Kotzebue (Alaska), bei der das Flugzeug irreparabel beschädigt wurde. Die Besatzung hatte vergessen, vor der Landung das Fahrwerk auszufahren. Alle 32 Insassen, 4 Besatzungsmitglieder und 28 Passagiere, überlebten.Unfallbericht L-1049H N7777C. Aviation Safety Network, abgerufen am 22. Dezember 2019 (englisch).
mini|Boeing 727-100 der Alaska Airlines, baugleich mit den 1971 und 1976 verunglückten Maschinen
Am 4. September 1971 flog eine Boeing 727-193 der Alaska Airlines (N2969G) im Anflug auf den Flughafen Juneau 35 km westlich davon in den Rand einer Schlucht, während ein starker Schneesturm herrschte. Alle 111 Insassen (7 Crew-Mitglieder und 104 Passagiere) kamen ums Leben. Die Besatzung hatte durch ein fehlerhaftes Navigationssignal, dessen Ursache nicht ermittelt werden konnte, den Sinkflug verfrüht eingeleitet (siehe auch Alaska-Airlines-Flug 1866).Unfallbericht B-727-100 N2969G. Aviation Safety Network, abgerufen am 5. Februar 2019 (englisch).
Am 5. April 1976 verunglückte eine Boeing 727-81 der Alaska Airlines (N124AS) bei der Landung auf dem Flughafen Ketchikan. Nach dem Aufsetzen mit Rückenwind, überhöhter Geschwindigkeit und schlechter Bremswirkung entschied sich der Kapitän, durchzustarten. Der Umkehrschub ließ sich jedoch nicht vollständig deaktivieren, so dass keine volle Triebwerksleistung erreicht wurde. Daraufhin wurden die Störklappen erneut ausgefahren und der Durchstartversuch wieder abgebrochen. Das Flugzeug überrollte das Landebahnende um 210 Meter und wurde zerstört. Von den 57 Insassen kam ein Passagier ums Leben.Unfallbericht B-727-100 N124AS. Aviation Safety Network, abgerufen am 5. Februar 2019 (englisch).
mini|McDonnell Douglas MD-83 der Alaska Airlines verunglückt im Januar 2000
Am 31. Januar 2000 stürzte eine McDonnell Douglas DC-9-83 (MD-83) der Alaska Airlines (N963AS) nahe Los Angeles, USA in den Pazifischen Ozean nahe Point Mugu bei Oxnard (Kalifornien). Die Maschine befand sich auf dem Flug vom mexikanischen Puerto Vallarta nach San Francisco. Ursache für den Absturz war der nicht korrekt festgestellte Verschleiß einer Schraubenmutter auf einer Gewindestange zur Verstellung des Höhenleitwerks, und veränderter, und damit mangelhafter Wartung. Zunächst war es für die Crew nur schwierig, die Höhe zu halten. Als die Gewindestange schließlich aus der Mutter rutschte, begann das Höhenleitwerk lose zu pendeln, wodurch die Piloten die Kontrolle über die Höhenruder und damit über das Flugzeug verloren. Alle 88 Personen an Bord starben. (Siehe auch Alaska-Airlines-Flug 261).Unfallbericht DC-9-83 N963AS. Aviation Safety Network, abgerufen am 6. August 2019 (englisch).. In: ntsb.gov, abgerufen am 29. Oktober 2021.