Brandholz ist ein Gemeindeteil der Stadt Goldkronach im Landkreis Bayreuth (Oberfranken, Bayern). Die Gemarkung Brandholz hat eine Fläche von 4,173 km². Sie ist in 831 Flurstücke aufgeteilt, die eine durchschnittliche Flurstücksfläche von 5021,19 m² haben. In ihr liegen neben dem namensgebenden Ort die Gemeindeteile Beerfleck, Frankenberg, Geräum, Goldberg, Schlegelberg, Sickenreuth, Silberrose und Zoppaten.

Geografie Das Dorf liegt im Tal des Zoppatenbachs, eines linken Zuflusses des Weißen Mains und ist von Ausläufern des Fichtelgebirges umgeben. Es bildet mit Beerfleck im Osten eine geschlossene Siedlung. Im Ort steht eine Friedenseiche, die als Naturdenkmal ausgezeichnet ist, und es befindet sich am nördlichen Ortsrand das Geotop Alter Diabasbruch. Im Osten grenzt der Goldkronacher Forst an. Gemeindeverbindungsstraßen führen nach Zoppaten (0,9 km nordwestlich) und nach Goldkronach zur Staatsstraße 2163 (1,5 km westlich). Ein Anliegerweg führt nach Silberrose (0,4 km westlich).

Geschichte Brandholz wurde im Jahr 1560 erstmals urkundlich erwähnt. Der Ort lag in einem Waldgebiet, das dem Kloster Himmelkron gehörte. Früher wurde in der Gegend Gold abgebaut.D. Hermann: Fichtelgebirge, Bayerisches Vogtland, Steinwald, Bayreuther Land, Sp. 89.

Gegen Ende des 18. Jahrhunderts bestand Brandholz aus 19 Anwesen. Die Hochgerichtsbarkeit stand dem bayreuthischen Stadtvogteiamt Goldkronach zu. Die Dorf- und Gemeindeherrschaft hatte das Kastenamt Gefrees. Grundherren waren das Kastenamt Gefrees: 3 Gütlein, 13 Tropfhäuser; die Hofkanzlei Bayreuth: 1 Gütlein; das Bergamt Goldkronach: 1 Tropfhaus; der Rat Goldkronach: 1 Söldengütlein.R. Winkler: Bayreuth, S. 345f.

Von 1797 bis 1810 unterstand Brandholz dem Justiz- und Kammeramt Gefrees. Nachdem im Jahr 1810 das Königreich Bayern das Fürstentum Bayreuth käuflich erworben hatte, wurde der Ort bayerisch. Infolge des Ersten Gemeindeedikts wurde Brandholz dem 1812 gebildeten Steuerdistrikt Goldkronach zugewiesen. Zugleich entstand die Ruralgemeinde Brandholz, zu der Beerfleck, Frankenberg und Gesegneter Friedrich gehörten. Sie war in Verwaltung und Gerichtsbarkeit dem Landgericht Gefrees zugeordnet und in der Finanzverwaltung dem Rentamt Gefrees. Mit dem Zweiten Gemeindeedikt (1818) wurden die Gemeinden Goldberg, Sickenreuth mit Geräum, Heidelleithen und Schlegelberg und Zoppaten mit Silberrose eingegliedert. 1840 wurde die Gemeinde Brandholz an das Landgericht Berneck und an das Rentamt Marktschorgast überwiesen (1919 in Finanzamt Marktschorgast umbenannt). Ab 1862 gehörte Brandholz zum Bezirksamt Berneck. Die Gerichtsbarkeit blieb beim Landgericht Berneck (1879 in Amtsgericht Berneck umgewandelt). 1929 wurde die Gemeinde schließlich an das Bezirksamt Bayreuth (1939 in Landkreis Bayreuth umbenannt) und das Finanzamt Bayreuth abgegeben.R. Winkler: Bayreuth, S. 466f. 1964 hatte die Gemeinde eine Gebietsfläche von 4,168 km². Im Zuge der Gebietsreform in Bayern wurde die Gemeinde Brandholz am 1. Mai 1978 in Goldkronach eingegliedert.

1998 entdeckte der Hobby-Mineraliensammler Stefan Meier im ehemaligen Grubenbezirk Brandholz-Goldkronach ein bisher unbekanntes Mineral, das von seinen Erstbeschreibern Alexandra Friedrich, Manfred Wildner, Ekkehart Tillmanns und Peter L. Merz nach dessen Typlokalität als Brandholzit bezeichnet und von der International Mineralogical Association (IMA) noch im gleichen Jahr als eigenständige Mineralart anerkannt wurde.

Baudenkmäler Hirschhornstraße 8: Gasthaus zur Mühle ehemalige Baudenkmäler Bergwerkstraße 7: Ehemaliges Bergwerksgebäude Hirschhornstraße 4: Bauernhaus

Einwohnerentwicklung Gemeinde Brandholz Jahr 1818 1840 1852 1855 1861 1867 1871 1875 1880 1885 1890 1895 1900 1905 1910 1919 1925 1933 1939 1946 1950 1952 1961 1970Einwohner 400 559 582 605 581 609 610 614 590 597 529 463 466 483 512 492 529 481 477 525 589 563 535 605HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. Von 1871 bis 1987 werden diese als Wohngebäude bezeichnet. 48 88 95 91 94 89 97 106 Quelle

Ort Brandholz Jahr 1818 1819 1861 1871 1885 1900 1925 1950 1961 1970 1987Einwohner 156 172 258 230 236 174 191 320 261 307 428Häuser 28 33 33 31 47 51 125Quelle

Religion Brandholz ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und bis heute nach St. Erhard (Goldkronach) gepfarrt.

Literatur

Weblinks

Fußnoten

Kategorie:Ort im Landkreis Bayreuth Kategorie:Geographie (Goldkronach) Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Landkreis Bayreuth) Kategorie:Gemeindegründung 1812 Kategorie:Gemeindeauflösung 1978 Kategorie:Gemarkung im Landkreis Bayreuth Kategorie:Ersterwähnung 1560