mini|hochkant|Daniela Grunow (2019) Daniela Grunow (* 1975 in Bad Oeynhausen) ist eine deutsche Soziologin und seit 2013 Professorin für Soziologie an der Goethe-Universität in Frankfurt am Main.
Ausbildung und Tätigkeiten Daniela Grunow studierte von 1996 bis 2001 Soziologie an den Universitäten Marburg, Amsterdam und Bielefeld, wo sie ihr Diplom erhielt. Sie promovierte 2006 erfolgreich an der Universität Bamberg. Anschließend arbeitete sie zwei Jahre lang als Postdoctoral Associate an der Universität Yale (CT, USA). Von 2008 bis 2012 war sie Assistant Professor und im Anschluss daran Associate Professor für Soziologie an der Universität Amsterdam sowie Associate Fellow an der Universität Yale.
Von 2011 bis 2016 leitete sie ein international vergleichendes ERC-Forschungsprogramm (ERC = European Research Council) über Veränderungen der Arbeitsteilung von Frauen und Männern beim Übergang zur Elternschaft.
Seit 2013 ist die Wissenschaftlerin Professorin für Soziologie mit dem Schwerpunkt auf Quantitativen Analysen im gesellschaftlichen Wandel an der Goethe-Universität in Frankfurt am Main.
Seit 2016 ist sie Direktorin des Institute for Empirical-Analytical Research (InFER) an der Goethe-Universität, deren Gründungsmitglied sie war.
2017 erhielt sie einen Ruf für das Goethe-Fellowship-Programm zur Förderung universitärer Spitzenforschung am Forschungskolleg Humanwissenschaften in Bad Homburg.
Grunow war von 2015 bis 2020 Herausgeberin der Kölner Zeitschrift für Soziologie und Sozialpsychologie.
Sie ist Co-Sprecherin im Forschungsinstitut Gesellschaftlicher Zusammenhalt (FGZ) in Frankfurt, bei dem sich elf Hochschul- und Forschungsinstitute interdisziplinär über den gesellschaftlichen Zusammenhalt auf akademischer Ebene austauschen.
Sie untersucht in Nürnberg am IAB (Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung der Bundesagentur für Arbeit) familienfreundliche Maßnahmen und deren Einfluss auf Karriereverläufe in Betrieben.
Forschung Grunow setzt sich empirisch mit Familien-, Arbeits- und Geschlechtersoziologie auseinander, wobei sie die Wechselwirkungen der drei Bereiche in verschiedenen Staaten vergleicht, z. B. bezüglich der Arbeitsteilung von Mann und Frau unter Einbeziehen von Geschlechterattributionen und Themen wie Formen des gesellschaftlichen Zusammenhalts.
Laut Eigenaussage interessiert sich die Wissenschaftlerin besonders für die Aspekte der Einstellungen und Identitäten bei sozialen Ungleichheiten und wie diese den gesellschaftlichen Zusammenhalt beeinflussen.
Veröffentlichungen (Auswahl) Zwei Schritte vor, eineinhalb Schritte zurück. Geschlechtsspezifische Arbeitsteilung und Sozialisation aus Perspektive des Lebensverlaufs. In: Zeitschrift für Soziologie der Erziehung und Sozialisation, 2013 (4), S. 384–398. Theoriegeleitetes Sampling für international vergleichende Mixed-Methods-Forschung. Ein Beispiel der Untersuchung von Normen und Praxis familiärer Arbeitsteilung. In: Kölner Zeitschrift für Soziologie und Sozialpsychologie, Sonderheft 57/2017, 69, Supplement 2, 2017, S. 213–235. doi:10.1007/s11577-017-0458-x. Comparative analyses of housework and its relation to paid work: Institutional contexts and individual agency. In: Kölner Zeitschrift für Soziologie und Sozialpsychologie, Vol 71, Supplement 1, 2019, S. 247–284. doi:10.1007/s11577-019-00601-1. (Zusammen mit Hudde Ansgar): Why Do Partners Often Prefer the Same Political Parties? Evidence from Couples in Germany. In: Social Forces, 2024, S. 1–22. doi:10.1093/sf/soae133. (Zusammen mit Nitsche Natalie & Hudde Ansgar): The stickiness of unequal housework sharing: Limited effects of couples' ideological pairings. In: Journal of Marriage and Family. 87(3), 2025, S. 1224–1248. doi:10.1111/jomf.13075.
Weblinks Liste der wissenschaftlichen Veröffentlichungen von Daniela Grunow auf der Homepage der Goethe-Universität
Einzelnachweise
Kategorie:Soziologe (21. Jahrhundert) Kategorie:Absolvent der Otto-Friedrich-Universität Bamberg Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1975 Kategorie:Frau