Das Schloss Kokkedal ( Kokkedal Slot København) in Hørsholm auf Seeland (Dänemark) wurde 1746 als Sommerresidenz für den Geheimrat Christian August von Berkentin von Johann Gottfried Rosenberg entworfen und gebaut. Das heutige Neo-Renaissance-Schloss wurde nach 1864 neu errichtet. Das gegenwärtige Hotel wurde 2010 völlig neu errichtet.Slottees Historie Geschichte des Schlosses auf der Hotelseite. Abgerufen am 23. Juli 2021. (dänisch)
Geschichte Das Gelände vom Schloss Kokkedal gehörte bis 1746 zum Anwesen des Schlosses Hirschholm im Besitz der dänischen Königin Sophie Magdalene. Das Grundstück wurde vom Anwesen abgetrennt und für seine Verdienste an den Geheimrat Christian August von Berkentin verschenkt. Dieser ließ vom Architekten Johann Gottfried Rosenberg das Landhaus Cockedahl als Sommerresidenz bauen. Dieses hatte einen Gewölbekeller, ein Mansarddach und war eingeschossig.
Nach mehreren Besitzerwechseln erwarb 1864 Konsul Frederik H. Block das Anwesen. Bis auf den Gewölbekeller ließ er das Gebäude abreißen und im Stil der niederländischen Renaissance wieder aufbauen. Er erweiterte das Anwesen um einen Zuchthof, Pferdeställe, den Verwalterwohnsitz und weiteren Nebengebäuden. Diese Nebengebäude sind anders als das Schloss selber im neogotischen Stil gehalten. Alle Bauarbeiten wurden vom Architekten Christian Vilhelm Nielsen ausgeführt. Nach weiteren Besitzerwechseln wurde das Anwesen 1963 von Peter Møller Christensen Daell an die Gemeinde Hørsholm verkauft. Seit diesem Verkauf wird das Anwesen Kokkedal Slot (Schloss Kokkedal) genannt. 1988 bildete das Schloss anlässlich der 250-Jahr-Feier die Kulisse für Jens Christian Hostrups Theaterstück Eventyr paa Fodreisen. Das Anwesen wurde von der Stadt in dieser Zeit für weitere kulturelle Veranstaltungen genutzt.
Hotel und Neubau 1993 erwarb Stig Husted-Andersen das Schloss für 9,5 Millionen Dänische Kronen mit der Auflage, es in ein Hotel mit Restaurant umzuwandeln. Der Umbau erfolgte jedoch nicht und das gesamte Anwesen verfiel. 1998 reichte die Gemeinde Hørsholm gegen Husted-Andersen wegen Verletzung der Kaufklauseln Klage ein. Der Prozess ging bis vor den Obersten Gerichtshof. 2003 musste Husted-Andersen das Anwesen wieder an die Gemeinde Hørsholm zurückgeben. 2005 erwarb Keops Development A/S das Anwesen, erneut ohne etwas für die Instandhaltung zu leisten. 2007 übernahm das Bauunternehmen Kjær & Lassen A/S das Anwesen und begann mit der Projektentwicklung des Schlosses Kokkedal.Kjær & Lassen A/S er de nye ejere af Kokkedal Slot Artikel vom 21. August 2007 auf SN.dk. Abgerufen am 23. Juli 2021. (dänisch) Aufgrund des fortgeschrittenen Verfalls des Schlosses (Fäulnis und Schwamm) entschied man sich nicht für eine Restaurierung, sondern für eine fast vollständige Renovierung. Von der ursprünglichen Bausubstanz sind noch die geschützten Gewölbekeller und die großen Porzellanöfen erhalten. Dieser Umbau wurde von dänischen Naturschutzbehörden, der Gemeinde Hørsholm und weiteren Behörden in allen Phasen begleitet. Die Arbeiten wurden 2010 abgeschlossen. Das Hauptgebäude und die drei Nebengebäude dienen seit 2011 als Hotel mit 59 Zimmern und beinhalten ein Restaurant, ein Konferenzzentrum sowie Spa und Wellness.Luksuriøst slotsophold i Kokkedal Artikel vom 6. April 2014 auf berlingske.dk. Abgerufen am 23. Juli 2021. (dänisch) Das Konferenzzentrum besteht aus 7 Räumen mit Platz für 4 bis 112 Personen.Konferenzzentrum Beschreibung auf der Hotelseite. Abgerufen am 23. Juli 2021. (dänisch) 2013 erwarb die M. Goldschmidt Holding das Hotel mit allen Anlagen und führt es bis heute.Mangemillionær har købt Kokkedal Slot Artikel auf Lokalavisen.dk vom 19. Februar 2013. Archiviert vom Original auf web.archive.org. Abgerufen am 23. Juli 2021. (dänisch)
Besitzer 1730–1746: Königin Sophie Magdalene 1746–1758: Christian August von Berkentin 1758–1768: Louise von Plessen 1768–1771: Christian Ludwig Scheel von Plessen 1771–1799: Heinrich von Levetzow 1799–1806: Ernst Frederik von Walterstorff 1806–1810: Haagen Christian Astrup 1810–1813: Ulrik Christian von Schmidten 1813–1829: Isaacs Benners 1829–1837: John Brown 1837–1843: Andreas Nicolai Hansen 1843–1864: Malthe Bruun Nyegaard 1864–1892: Jens Frederik Horsens Block 1892–1897: Witwe von Block 1897–1902: Witwe von Block 1902–1910: Axel Heide 1910–1932: Andreas du Plessis de Richelieu 1932–1940: Witwe von du Plessis de Richelieu 1940–1963: Peter Møller Christensen Daell 1963–1993: Hørsholm Kommune 1993–2003: Stig Husted-Andersen 2003–2005: Hørsholm Kommune 2005–2007: Keops Development A/S 2007–2013 Kjær & Lassen A/S Seit 2013 M. Goldschmidt Holding
Literatur Lisbet Hein: Kokkedal. In: Hørsholm Egns Museum Årbog 2004, 2004, S. 7–56, ISBN 87-87371-38-3.
Weblinks
Einzelnachweise
Kokkedal Kokkedal Kokkedal Kokkedal Kategorie:Bauwerk in Hørsholm Kommune Kokkedal Kategorie:Parkanlage in Europa Kategorie:Erbaut in den 1860er Jahren Kategorie:Umgenutztes Bauwerk in Dänemark