mini|Installation ORIGIN, Zeichnungsräume I, Kunsthalle Hamburg, 2016 Bettina Munk (* 1960 in München, aufgewachsen in Heidelberg) ist eine deutsche Künstlerin. Sie lebt in Berlin.

Leben Bettina Munk studierte 1980 bis 1986 an der Universität der Künste Berlin bei Shinkichi Tajiri und 1985 bis 1986 an der Slade School of Fine Art in London. Von 1992 bis 1999 lebte sie in New York. Sie war verheiratet mit dem Zeichner Malte Spohr.

Werk Bettina Munks Arbeiten mit unterschiedlichsten Medien liegen Konzepte der Wahrscheinlichkeit und der Partizipation zugrunde. Ihre raumgreifenden Installationen werden nur nacheinander im Hindurchgehen erfahrbar, ihre Installationen in Licht und Dunkel zeigen Umbruchsituationen. Ihre Serien von Zeichnungen, im Zusammenwirken mit Computeranimationen beruhen auf dem Prinzip des Zufalls in der Tradition der Chance Operations von John Cage.

Nach den ersten Installationen in situ an kunstfernen Orten in Berlin, im Tiefbunker unter der Stresemannstraße und im Keller eines Güterschuppens am ehemaligen Görlitzer Bahnhof erhielt sie ein Stipendium am P.S.1  Contemporary Art Center in New York. Ihre Installationen aus der New Yorker Zeit wurden im Goethe-Haus New York und im KW Institute for Contemporary Art Berlin gezeigt.

Ab 2000 wendete sich Munk verstärkt dem Medium Zeichnung zu, das sie zusammen mit Computeranimationen in Installationen präsentiert. „Interaktionen zwischen der gezeichneten Linie an der Wand und der animierten Linie im Computer entwickeln völlig andere Formen graphischer Wahrnehmung“, heißt es dazu auf der Website der Hamburger Kunsthalle zur Ausstellung „Zeichnungsräume“.

Seit 2011 betreibt Munk auch die Website Lines Fiction, auf der sich internationale Künstler mit ihren Zeichnungen & Animationen versammeln.

2020 veröffentlichte sie im Carl Hanser Verlag den Roman Aufprall, den sie im Kollektiv mit der Autorin Karin Wieland und dem Soziologen Heinz Bude geschrieben hatte.

Ausstellungen (Auswahl) 1987: Bunker International, im Tiefbunker unter der Stresemannstraße Berlin 1988: Hamburg-Spanien. Die Reise, im Keller eines Güterschuppens am ehemaligen Görlitzer Bahnhof Berlin 1991: Künstlerhaus Bethanien, Der Rote Faden 1991: NGBK Berlin; Interferenzen – Kunst aus Westberlin 1960-1990, Spy-Spy, Riga Lettland und St. Petersburg RU; Sezon Museum of Modern Art, Tokyo, Entrance-Entrance, A Double Mentality, reist durch Japan, Hongkong, Singapur 1992: MOMA P.S.1, New York; In Their Own Image, Science Times 1994: Goethe Haus New York, New York; Cover Up 1994: KW Institute for Contemporary Art, Berlin; Fragen 1997: Brooklyn Museum of Art, New York; Current Undercurrent: Working in Brooklyn 1999: Montag Stiftung, Brückenköpfe Erpel-Remagen; Verborgene Orte, verschwunden, 2005: Museum gegenstandsfreier Kunst, Otterndorf; wysiwyg 2011: Galerie Fruehsorge, Berlin; Lines Fiction Drawing&Animation 2016: Horst Janssen Museum, Oldenburg; Move the Line 2016: Hamburger Kunsthalle, Hamburg, Zeichnungsräume I, Origin, 2017: Hamburger Kunsthalle, Hamburg; Zeichnungsräume II, Lines Fiction 2017: Galerie Inga Kondeyne, Berlin; Fiction or Not (mit Malte Spohr) 2018: basement, Wien; Das bewegte Bild – das Bild bewegt (mit Norbert Trummer) 2019: Guardini Galerie, Berlin; Fragment, Glimpse

Auszeichnungen 1988: Arbeitsstipendium, Senatsverwaltung für Kulturelle Angelegenheiten Berlin 1991: Atelieraufenthalt, Künstlerhaus Bethanien, Berlin 1992/1993: MOMA P.S.1 Contemporary Art Center New York, Senatsverwaltung für Kulturelle Angelegenheiten Berlin 1995: Arbeitsstipendium, Senatsverwaltung für Kulturelle Angelegenheiten Berlin 2005: Buchprojekt „Hundert Zeichnungen“, Weidle Verlag Bonn / Stiftung Kunstfonds Bonn

Weblinks Website Bettina Munk Website Lines Fiction Bettina Munk auf der Website Galerie Inga Kondeyne

Einzelnachweise

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