Arthur Walther MeinigGeburtsregister Nr. 2382/1902 des Standesamts Dresden II (* 27. Oktober 1902 in Dresden; † 29. Dezember Ute Obhof: Walter Meinig - Künstler im geteilten Deutschland, Dresden - Meißen - Freiburg i. Br., ISBN 9783754978696, Berlin 2022, S. 30. 1987 in Freiburg im Breisgau) war ein deutscher Maler und Grafiker.

Leben und Werk Meinig, Sohn des Schriftsetzers Otto Arthur Meinig, studierte von 1927 bis 1929 an der Akademie für bildenden Künste in Dresden, u. a. bei Richard Müller. Danach arbeitete er in Meißen als Lehrer.Adressbuch Meißen 1939. Daneben betätigte er sich künstlerisch. Seinen Wohnsitz hatte er im Haus Freiheit 6.Adressbücher Meißen 1939 und 1950. In der Zeit des Nationalsozialismus war Meinig Mitglied der Reichskammer der bildenden Künste. Es ist jedoch lediglich 1934 und 1935 die Teilnahme an den Sächsischen Kunstausstellungen in Dresden belegt.Martin Papenbrock, Gabriele Saure (Hrsg.): Kunst des frühen 20. Jahrhunderts in deutschen Ausstellungen. Teil 1. Ausstellungen deutsche Gegenwartskunst in der NS-Zeit. VDG, Weimar, 2000

Von 1940 bis 1945 war Meinig als Soldat der Wehrmacht im II. Weltkrieg. Nachdem er 1945 aus dem Lehramt entlassen worden war, arbeitete er als freiberuflicher Maler und Grafiker in Meißen. 1948 wurde er Mitglied der Dresdener Künstlergruppe „Das Ufer“. Ab 1949 gehörte er dem Verband Bildender Künstler der DDR an.

In dieser Zeit entstanden neben gebrauchsgrafischen Auftragsarbeiten zum Broterwerb vor allem Öl- und Aquarellbilder der Landschaft um Meißen und Arbeitsdarstellungen. 1949 schuf er im Rahmen der „Wandbildaktion“ für die 2. Deutsche Kunstausstellung in Dresden mit Rudolf Bergander und Franz Nolde das Wandbild Meißen-Keramik. 1949 und 1952 erhielt Meinig den Kunstpreis der Stadt Meißen.

1952 verließ er die DDR und ging nach Freiburg/Breisgau, wo er weiter als freischaffender Künstler tätig war, vor allem als Landschafts- und Blumenmaler.

Werke Meinigs befinden sich u. a. in der Dresdener Galerie Neue Meister, im Stadtmuseum Meißen, im Museum für Neue Kunst, Freiburg/Breisgau, in der Kreiskunstsammlung des Landkreises Breisgau-Hochschwarzwald, im Museum für Stadtgeschichte Breisach am Rhein, im Dreiländermuseum Lörrach und im Museum am Lindenplatz in Weil am Rhein.

Fotografische Darstellung Meinigs Heinz Märker: Walter Meinig bei der ArbeitWalter Meinig, auf deutschefotothek.de

Werkbeispiele Tafelbilder Stillleben mit Trauben (Öl, um 1920/1930)Antik-Gemälde Walter Meinig (1902), Stilleben mit Trauben um 1930, auf findix.de (abgerufen 2021-07-22)

Die Gleinser Höfe (Öl; auf der 1. Meißner Kunstausstellung) St. Kahrein (Öl; auf der 1. Meißner Kunstausstellung) Tauwetter (Öl; auf der 1. Meißner Kunstausstellung) Südlicher Herbst (Öl; auf der 1. Meißner Kunstausstellung)

Elbwinter (Öl; 1948; auf der 2. Deutschen Kunstausstellung)Elbwinter, auf deutschefotothek.de Burgberg Meißen (Öl, 1948; Stadtmuseum Meißen)Burgberg Meißen, auf deutschefotothek.de Produktion (Gouache, 1949)Produktion, auf deutschefotothek.de Auf dem Rummelplatz (Öl, 1950)Kunst in der DDR, Walter MEINIG, Ölgemälde "Auf dem Rummelplatz", 1950, signiert, auf ebay.de (abgerufen 2021-07-22) Modistin (Öl; 1951 auf der Ausstellung der Gruppe „Das Ufer“) Elbbrücke bei Riesa (Öl, 1952; Stadtmuseums Meißen)Bildindex der Kunst & Architektur

Aquarelle Porzellanarbeiter (1951 auf der Ausstellung der Gruppe „Das Ufer“ in Dresden) Schneeschmelze auf dem Feldberg/BärentalSchneeschmelze auf dem Feldberg/Bärental, auf artnet.de (abgerufen 2021-07-22) Gärten vor Haslach (Aquarell, um 1970; Kreiskunstsammlung des Landkreises Breisgau-Hochschwarzwald)Ausgewählte Kunstwerke der Kreiskunstsammlung, auf breisgau-hochschwarzwald.de (abgerufen 2021-07-22)

Druckgrafik (Auswahl) Soldatenlieder (Monotypie, um 1920)Soldatenlieder. , auf buchfreund.de (abgerufen 2021-07-22) Schreitende Fahnenträger (Monotypie, um 1920)Schreitende Fahnenträger. Monotypie, auf zvab.com (abgerufen 2021-07-22)

Ausstellungsbeteiligungen (unvollständig) Ausstellungen der Gruppe „Das Ufer“ 1947: Dresden, Betriebsausstellung in der Landesdruckerei Sachsen 1951: Wanderkunstausstellung durch Westsachsen 1951: Dresden, Staatliche Kunstsammlungen Weitere Gruppenausstellungen in der Sowjetischen Besatzungszone bzw. in der DDR

1947: Meißen, Stadtmuseum („1. Meißner Kunstausstellung“)

1949: Dresden, 2. Deutsche Kunstausstellung 1949: Berlin, „Mensch und Arbeit“ 1951: Berlin, „Künstler schaffen für den Frieden“ 1952: Meissen, Stadtmuseum, „6. Meissner Kunstausstellung. 10 Jubilare stellen aus.“

Weblinks Walter Meinig bei askart.com (abgerufen 2021-07-22) Walther Meinig bei artnet

Einzelnachweise

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