The Middle Man – Ein Unglück kommt selten allein (Originaltitel: The Middle Man) ist eine Tragikomödie von Bent Hamer, die im September 2021 beim Toronto International Film Festival ihre Premiere feierte, kurz später in die norwegischen Kinos kam und im November 2022 in Deutschland startete. Der Film basiert auf dem Roman Sluk von Lars Saabye Christensen.

Handlung Frank Farelli wird von der Stadtverwaltung von Karmack, einer heruntergekommenen Kleinstadt im US-amerikanischen Rust Belt, als Mittelsmann engagiert. In dieser Funktion überbringt er den Einwohnern der Stadt schlechte Nachrichten, etwa wenn jemand aus ihrer Familie Opfer eines Unfalls oder eines Verbrechens geworden ist. Frank wird aufgetragen, dabei nach Möglichkeit zurückhaltend und neutral aufzutreten.

Frank, ein introvertierter und schüchterner Charakter, sieht in dieser merkwürdigen Funktion die Chance, sich aus Arbeitslosigkeit und allgemeiner Perspektivlosigkeit zu befreien. Im Rathaus wird er von der Sekretärin Blenda unterstützt, die schnell deutliche Signale ihrer Zuneigung zu Frank erkennen lässt.

Schon bald hat Frank äußerst viel zu tun, als sich die eigentlich wenigen Unfälle in Karmack zu häufen beginnen. Dabei gerät Frank unverschuldet in Konfliktsituationen, die seine ihm von Amts wegen aufgetragene Neutralitätspflicht in Frage stellen.

Produktion Vorlage, Filmstab und Besetzung mini|hochkant=1.1|Pål Sverre Hagen spielt in der Titelrolle den Boten Frank Farelli Regie führte Bent Hamer. Der Film basiert auf dem Roman Sluk von Lars Saabye Christensen aus dem Jahr 2012Sluk. In: cappelendamm.no. Abgerufen am 21. Juli 2021. (Norwegisch), der von Hamer adaptiert wurde. Dieser wurde später unter dem Titel Der Sommer, in dem meine Mutter zum Mond fliegen wollte in einer deutschen Übersetzung von Christel Hildebrandt bei btb veröffentlicht.Der Sommer, in dem meine Mutter zum Mond fliegen wollte. In: penguinrandomhouse.de. Abgerufen am 21. Juli 2021.

Pål Sverre Hagen spielt in der Titelrolle den Boten Frank Farelli. Nina Andresen Borud spielt seine Mutter.

Förderungen und Dreharbeiten Der Film erhielt vom Deutschen Filmförderfonds eine Produktionsförderung in Höhe von rund 233.000 Euro und von der Film- und Medienstiftung NRW in Höhe von 380.000 Euro.

Die Dreharbeiten fanden in Kanada, Köln, Solingen und Duisburg statt und wurden im November 2019 beendet.Dreharbeiten zu „The Middle Man“ beendet. In: filmstiftung.de, 20. November 2019. Als Kameramann fungierte John Christian Rosenlund, mit dem der Regisseur bereits für 1001 Gramm zusammenarbeitete.

Veröffentlichung Eine erste Vorstellung erfolgte am 12. September 2021 beim Toronto International Film Festival.Mike Fleming Jr.: Toronto Festival Unveils 'Dear Evan Hansen' As Opening-Night Premiere, Zhang Yimou’s 'One Second' As Closer; Check Out First Slated Films. In: deadline.com, 20. Juli 2021. Am 17. September 2021 kam der Film in die norwegischen Kinos. Im Oktober 2021 wurde er beim Film Festival Cologne gezeigtThe Middle Man. In: filmfestival.cologne. Abgerufen am 8. Oktober 2021. und Anfang November 2021 bei den Nordischen Filmtage Lübeck.The Middle Man. In: nordische-filmtage.de. Abgerufen am 24. Oktober 2021. Im August 2022 wurde er beim norwegischen Filmfestival in Haugesund gezeigt.The Middle Man. In: filmfestivalen.no. Abgerufen am 19. August 2022. (Norwegisch) Der Kinostart in Deutschland erfolgte am 17. November 2022.

Rezeption Kritiken Von den bei Rotten Tomatoes aufgeführten Kritiken sind 71 Prozent positiv.

Auszeichnungen Amandaprisen 2022 Auszeichnung als Bester Hauptdarsteller (Pål Sverre Hagen) Nominierung für die Beste Kamera (John Christian Rosenlund) Nominierung für die Besten Kostüme (Amanda Lee Street) Auszeichnung für das Beste Szenenbild (Diana Magnus)«Verdens verste menneske» nominert til 11 Amandapriser. In: tv2.no, 15. Juni 2022. (Norwegisch)Bjørn Sveen: Amanda: Dette er vinnerne. In: dagbladet.no, 20. August 2022. (Norwegisch)

Film Festival Cologne 2021 Nominierung für den Filmpreis NRW

Nordische Filmtage Lübeck 2021 Nominierung im Wettbewerb Spielfilme

Literatur Lars Saabye Christensen: Sluk. Cappelen Damm, 2012. ISBN 978-82-02-39249-9 Lars Saabye Christensen: Der Sommer, in dem meine Mutter zum Mond fliegen wollte. ISBN 978-3-442-75417-5

Weblinks

The Middle Man im Programm des Toronto International Film Festivals

Einzelnachweise

Kategorie:Filmtitel 2021 Kategorie:Norwegischer Film Kategorie:Dänischer Film Kategorie:Deutscher Film Kategorie:Kanadischer Film Kategorie:Filmdrama Kategorie:Filmkomödie Kategorie:Literaturverfilmung