Linda Gloria Lawson, geboren als Linda Gloria Spaziani (* 14. Januar 1936 in Ann Arbor, Michigan; † 18. Mai 2022 in Los Angeles, Kalifornien) war eine US-amerikanische Schauspielerin und Sängerin, die von 1955 bis 2005 aktiv war.

Leben Lawson wurde als Linda Gloria Spaziani geboren und verbrachte ihre ersten Lebensjahre in Ann Harbor. Im Alter von drei Jahren zog sie mit ihrer Familie nach Fontana in Kalifornien.

Von 1961 bis zu seinem Tod im Jahr 1992 war sie mit dem Filmproduzenten John Foreman verheiratet. Aus der Ehe gingen die beiden Töchter Amanda (* 1966) und Julie Foreman (* 1963) hervor, die ebenfalls Schauspielerinnen sind.

Linda Lawson lebte bis zu ihrem Tod zurückgezogen von der Öffentlichkeit in Beverly Hills.

Karriere Bereits als Kind entdeckte Lawson ihre Liebe zum Gesang. 1953 gewann sie den Schönheitswettbewerb zur Miss Fontana 1953.

Nach dem Ende ihrer Schulzeit hatte sie ihr erstes Engagement Mitte der 1950er Jahre als Showgirl, und später als Sängerin, im Nachtclub „Copa Room“ des Sands Hotel in Las Vegas, wo sie als eines der „Copa Girls“ des ehemaligen Hotels und Casinos auftrat.

Ihre Schauspielkarriere begann 1955 mit einem Kurzfilm und Aufnahmen für die Federal Civil Defense Administration der US-amerikanischen Streitkräfte: sie verkörperte die Miss Cue, als Anspielung auf Atomtests, die im selben Jahr in Nevada unter dem Namen Operation Teapot durchgeführt und der Öffentlichkeit unter dem Namen „Operation Cue“ vorgestellt werden sollten.

Ihr Gesangstalent und ihre natürliche schauspielerische Begabung führten dazu, dass Lawson Rollen in Fernsehserien wie 77 Sunset Strip, Maverick, Alfred Hitchcock präsentiert, One Step Beyond, Dezernat M, Westlich von Santa Fé und Abenteuer unter Wasser bekam. 1960 hatte sie ihr Filmdebüt mit einer Rolle im Thriller The Threat.

Im selben Jahr nahm sie das ausgezeichnete Jazz-Pop-Album Introducing Linda Lawson auf, aber die Schauspielerei verdrängte den Gesang als Schwerpunkt ihrer Karriere. Ihre bekannteste Rolle hatte Lawson 1961 in Curtis Harringtons Film Night Tide, in dem sie die geheimnisvolle Mora – möglicherweise eine Meerjungfrau – verkörperte. Während der 1960er Jahre folgten wiederkehrende Rollen in Fernsehserien wie Adventures in Paradise und die Die Leute von der Shiloh Ranch sowie gelegentlichen Auftritte in Filmen.

Ihr Ehemann, der Produzent John Foreman, war ein Geschäftspartner von Paul Newman; ihre letzte große Leinwandrolle hatte sie 1971 in Newmans Film Sie möchten Giganten sein. Erst 1994 war sie wieder auf dem Bildschirm zu sehen; so spielte sie in dem Fernsehfilm Der Mann der Anderen (2000) und in einer Folge von Emergency Room – Die Notaufnahme (2005) mit. Ihre letzte Rolle in einem Film hatte sie im Jahr 2005 in The Tenants. Lawson starb am 18. Mai 2022 im Alter von 86 Jahren im Motion Picture & Television Country House and Hospital in Los Angeles.Linda Lawson – Obituary. In: Los Angeles Times, 5. Juni 2022, abgerufen am 6. Juni 2022 (englisch).

Filmografie (Auswahl) Film 1960: The Threat 1961: Night Tide 1964: Aufstand in Arizona 1966: Let’s Kill Uncle 1970: Sie möchten Giganten sein (Sometimes a Great Notion) 2000: Der Mann der Anderen (Another Woman’s Husband) 2005: The Tenants

Fernsehen 1958: Mickey Spillane’s Mike Hammer 1958: Die Texas Rangers 1958: Peter Gunn 1958: Der Mann mit der Kamera 1959: Maverick 1959: Five Fingers 1959: Border Patrol 1959: Wenn man Millionär wär 1959–61: Adventures in Paradise 1960: 77 Sunset Strip 1960: Colt .45 1960: Wilder Westen Arizona 1960: Mr. Lucky 1960: Overland Trail 1960: Dezernat M 1960: Alfred Hitchcock präsentiert (Alfred Hitchcock Presents) 1960: Richard Diamond, Privatdetektiv 1960: One Step Beyond 1960: Wagon Train 1960: Hawaiian Eye 1960: Wells Fargo 1960: Bonanza 1960: Abenteuer unter Wasser 1961: Abenteuer unter Wasser 1961: Stagecoach West 1961: The Aquanauts 1961: Westlich von Santa Fé 1961: Perry Mason 1962: Target: The Corruptors 1962–63: Don’t Call Me Charlie 1963: The Real McCoys 1964: Stunde der Entscheidung 1964: Alfred Hitchcock präsentiert (The Alfred Hitchcock Hour) 1965: Alfred Hitchcock präsentiert (The Alfred Hitchcock Hour) 1965: Bonanza 1965: Ben Casey 1966: Die Leute von der Shiloh Ranch 1968: Ihr Auftritt, Al Mundy 1994: California Highschool 2 (Saved by the Bell: The New Class) 2000–01: That’s Life 2002: Without a Trace – Spurlos verschwunden 2005: Dr. Vegas 2005: Emergency Room – Die Notaufnahme

Musik Im Jahr 1960 nahm Lawson das Album Introducing Linda Lawson auf, dessen Musik von Marty Paich dirigiert und arrangiert und das bei Chancellor Records veröffentlicht wurde. Das Album enthält die folgenden Titel: Are You With Me (H. Levin, D. Robinson) Where Flamingos Fly (J. Kennedy, M. Spoliansky) But Beautiful (J. Burke, J. VanHeusen) Me and My Shadow (B. Rose, A. Jolson, D. Dreyer) You Don’t Know What Love Is (Raye, DePaul) Easy To Love (Cole Porter) Meaning of the Blues (Bobby Troup, Leah Worth) Mood Indigo (D. Ellinton, I. Mills, A. Bigard) Like Young (P. F. Webster, A. Previn) Hi-Lili, Hi-Lo (H. Deutsch, B. Kaper) Make The Man Love Me (D. Fields, A. Schwartz) Up Pops Love (R. Faith, C. Kehner)

Im Jahr 1996 erschien die CD Music for a Bachelor's Den, Vol. 1: Seductive Selections bei DCC.

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Einzelnachweise

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