Sandersdorf-Brehna ist eine Stadt im Landkreis Anhalt-Bitterfeld in Sachsen-Anhalt.

Geografie Lage Sandersdorf-Brehna liegt zwischen Bitterfeld-Wolfen und Halle (Saale) nahe der Landesgrenze zu Sachsen. Durch die Lage im Mitteldeutschen Braunkohlerevier befinden sich im Stadtgebiet einige Tagebaurestlöcher, die mittlerweile renaturiert wurden. Das Gelände ist überwiegend eben vorliegend als Teil der Leipziger Tieflandsbucht. Außer kleineren Bächen wie dem Strengbach existieren keine größeren Fließgewässer im Stadtgebiet.

Stadtgliederung Sandersdorf-Brehna besteht laut Hauptsatzung der Stadt aus acht Ortschaften mit insgesamt 10 Ortsteilen. Sandersdorf ist keine Ortschaft, sondern der Hauptort der Stadt. Die Ortschaften der Satzung bilden weitgehend die zuvor eigenständigen Gemeinden ab.

Ortschaft Stadt Brehna mit Carlsfeld und Torna Glebitzsch mit Beyersdorf und Köckern Heideloh Petersroda Ramsin Renneritz Roitzsch Zscherndorf

Die Ortschaften von Sandersdorf-Brehna (anklickbare Karte)

Geschichte Die selbständigen Gemeinden Glebitzsch, Petersroda, Roitzsch und die Stadt Brehna ließen sich – in der Ausnutzung der freiwilligen Phase der Gemeindegebietsreform in Sachsen-Anhalt – zum 1. Juli 2009 in die Einheitsgemeinde Sandersdorf eingliedern.StBA: Gebietsänderungen vom 02. Januar bis 31. Dezember 2009

Es wurde zeitgleich vereinbart, die aufnehmende Gemeinde Sandersdorf in „Sandersdorf-Brehna“ umzubenennen und dieser die Stadtrechte des eingemeindeten Brehna zu übertragen.

Einheitsgemeinde Sandersdorf Die Orte Heideloh, Ramsin, Renneritz, Sandersdorf und Zscherndorf fanden sich 1992 zur Verwaltungsgemeinschaft Sandersdorf zusammen. Am 1. Juli 2004 wurde die Verwaltungsgemeinschaft Sandersdorf aufgelöst und es entstand daraus die Einheitsgemeinde Sandersdorf.StBA: Änderungen bei den Gemeinden Deutschlands, siehe 2004

Eingemeindungen Ehemalige Gemeinde Datum Anmerkung Beyersdorf 1. Juli 1950 Eingemeindung nach Glebitzsch Brehna 1. Juli 2009 Eingemeindung nach Sandersdorf Glebitzsch 1. Juli 2009 Eingemeindung nach Sandersdorf Heideloh 1. Juli 2004 Eingemeindung nach Sandersdorf Juliushof 1928 Eingemeindung nach Beyersdorf, (Devastierung) 1983 Köckern 1. Juli 1950 Eingemeindung nach Glebitzsch Petersroda 1. Juli 2009 Eingemeindung nach Sandersdorf Ramsin 1. Juli 2004 Eingemeindung nach Sandersdorf Renneritz 1. Juli 2004 Eingemeindung nach Sandersdorf Roitzsch 1. Juli 2009 Eingemeindung nach Sandersdorf Torna 1. Juli 1950 Eingemeindung nach Brehna Zscherndorf 1. Juli 2004 Eingemeindung nach Sandersdorf

Eingemeindungen in die anderen Ortschaften 1928 wurde Juliushof nach Beyersdorf eingemeindet. Im Jahr 1950 bildeten die drei Gemeinden Beyersdorf, Glebitzsch und Köckern die Gemeinde Glebitzsch. Ebenfalls 1950 wurde die Gemeinde Torna nach Brehna eingemeindet.

Bevölkerung Jahr Einwohner 2010 15.504 2015 14.478 2020 14.364 2021 14.302 2022 14.169 2023 14.197 2024 14.130 2025 14.012

Stand: 31. Dezember des jeweiligen Jahres (Angaben des Statistischen Landesamtes Sachsen-Anhalt), ab 2011 auf Basis des Zensus 2011, ab 2022 auf Basis des Zensus 2022

Politik Stadtrat Der Stadtrat von Sandersdorf-Brehna besteht aus 28 Mitgliedern und dem Bürgermeister. Die Kommunalwahl am 9. Juni 2024 führte bei einer Wahlbeteiligung von 64,6 % zu folgendem Ergebnis:Ergebnis der Kommunalwahl am 9. Juni 2024

Partei / Wählergruppe Stimmenanteil2019Ergebnis der Kommunalwahl am 26. Mai 2019 Sitze2019 Stimmenanteil2024 Sitze2024 CDU 37,3 % 10 31,9 % 9 AfD 11,8 % 3 24,9 % 7 Unabhängiges Bündnis 23,2 % 7 16,7 % 5 SPD 4,7 % 1 8,3 % 2 Souveränes FORUM Sandersdorf-Brehna – – 4,6 % 1 Roitzscher Wählervereinigung 5,1 % 1 4,2 % 1 Die Linke 9,7 % 3 3,1 % 1 Einzelbewerber Andreas Hennig – – 1,8 % 1 Bündnis 90/Die Grünen 3,3 % 1 1,7 % 1 Wählergemeinschaft Petersroda 1994 2,8 % 1 1,7 % – FDP 2,1 % 1 1,2 % – Insgesamt 100 % 28 100 % 28

Bürgermeister mini|hochkant=1.1|Rathaus der Stadt im Ortsteil Sandersdorf 2009–2021: Andy Grabner (CDU) seit 2021: Steffi Syska (parteilos)

Grabner wurde in der Bürgermeisterwahl am 12. April 2015 ohne Gegenkandidat mit 91,4 % der gültigen Stimmen für eine zweite Amtszeit bestätigt. Er wurde im Juni 2021 zum Landrat des Landkreises Anhalt-Bitterfeld gewählt. Daher waren Neuwahlen für das Amt des Bürgermeisters notwendig.

Die Stichwahl am 17. Oktober 2021 entschied Syska mit 57,7 % der gültigen Stimmen für sich.Ergebnis der Bürgermeisterstichwahl am 17. Oktober 2021 Ihre Amtszeit beträgt sieben Jahre.Kommunalverfassungsgesetz des Landes Sachsen-Anhalt, § 61

Wappen

Flagge Die Flagge ist rot-weiß-rot (1:3:1) längsgestreift und mittig auf dem breiteren Mittelstreifen mit dem Stadtwappen belegt.§ 2 der Hauptsatzung der Stadt Sandersdorf-Brehna (PDF).

Dienstsiegel Das Dienstsiegel der Stadt Sandersdorf-Brehna enthält das Stadtwappen und die Umschrift „Stadt Sandersdorf-Brehna“.

Städtepartnerschaften Mit folgenden Gemeinden unterhält Sandersdorf-Brehna Partnerschaften:Website der Stadt, abgerufen am 8. Januar 2018 Altmannstein in Bayern (Ortschaft Sandersdorf) Semoy in Frankreich (Ortschaft Brehna) Langweid am Lech in Bayern (Ortschaft Roitzsch)

Sehenswürdigkeiten und Kultur mini| Katholische Kirche St. Marien in Sandersdorf mini|Evangelische Kirche in Sandersdorf

Evangelische Kirche Sandersdorf Katholische Kirche Sandersdorf Massengrab auf dem Ortsfriedhof für 181 Kriegsgefangene sowie Frauen und Männer, die während des Zweiten Weltkrieges nach Deutschland verschleppt und in den umliegenden Rüstungsfabriken zur Zwangsarbeit gezwungen wurden, die zu ihrem Tod führte Strandbad Sandersdorf an einem Tagebaurestloch Flugplatz und Kirche in Renneritz Lindenstein Sandersdorf Sport- und Freizeitzentrum Sandersdorf Paul-Othma-Haus

Wirtschaft und Infrastruktur Wirtschaft Im Mai 2018 gab der Wellpappenproduzent Progroup bekannt, in Sandersdorf-Brehna für 375 Mio. € eine Fabrik für Wellpappenrohpapier zu errichten.

Verkehr Seit 1859 verläuft die Bahnstrecke Berlin–Halle durch die südlichen Stadtteile, die von DB InfraGO betrieben wird. An der Strecke liegen der Bahnhof Roitzsch (Kr Bitterfeld) und der Haltepunkt Brehna. Es verkehren wochentags im 30-Minuten-Takt, am Wochenende im 60-Minuten-Takt, Züge der S-Bahn-Linie S 8 nach Halle (Saale) Hauptbahnhof und Bitterfeld. Jeweils alle 120 Minuten gibt es umsteigefreie Verbindungen nach Dessau Hauptbahnhof und Lutherstadt Wittenberg Hauptbahnhof. Die wiedereröffnete Bahnstrecke Bitterfeld–Zörbig dient nur dem Güterverkehr.

Durch das Stadtgebiet führt die Bundesautobahn 9, die über die Anschlussstellen Bitterfeld-Wolfen (Kreuzung mit der Bundesstraße 183) sowie Halle (Saale) (Kreuzung mit der Bundesstraße 100) zu erreichen ist.

Der Flugplatz Renneritz besitzt eine 1000 Meter lange Grasbahn und wird hauptsächlich für den Segelflug benutzt. Der Flughafen Leipzig/Halle ist 35 km entfernt.

Bildung In Sandersdorf-Brehna gibt es sechs Kindertagesstätten. Des Weiteren gibt es eine Grundschule im Ortsteil Stadt Brehna, im Ortsteil Sandersdorf und eine im Ortsteil Zscherndorf, zu denen jeweils auch ein Kinderhort gehört. Des Weiteren befindet sich im Ortsteil Roitzsch eine Sekundarschule, die im Jahre 2014 erst erweitert wurde. Außerdem gibt es drei Bibliotheken in Sandersdorf-Brehna.

Sport Es gibt in Sandersdorf-Brehna mehrere Sportvereine. Der größte ist die SG Union Sandersdorf, die seit der Saison 2013/14 in der Fußball-Oberliga Nordost spielt. Seit 2011 ist die Stadt mit dem Basketballteam der BSW Sixers in der 2. Liga Pro B vertreten.

Persönlichkeiten

Literatur

Weblinks

Offizielle Website der Stadt Sandersdorf-Brehna

Einzelnachweise

Kategorie:Gemeindegründung 2009 Kategorie:Stadt in Sachsen-Anhalt