Alfred Max Lux (* 7. Juli 1926 in Elbing; † 17. Dezember 2014) war ein deutscher Schauspieler, Pantomime, Autor, Theaterleiter und Hörspielsprecher.

Leben Alfred Lux wurde 1926 in Elbing (Westpreußen) geboren und wuchs in Hamburg auf. Hier begann er 1942 mit einer Schauspielausbildung, wurde aber 1944 als 17-Jähriger zur Wehrmacht eingezogen, geriet in sowjetische Kriegsgefangenschaft, aus der er 1948 nach Hamburg zurückkehrte. Obwohl hier nur noch 6 von ursprünglich 80 Theatern existierten, hatte er bis 1953 verschiedene Engagements in der Stadt, darunter auch bei den Hamburger Kammerspielen, wo er Assistent des Dramaturgen Günter Weisenborn wurde. Da es bis zum Bau der Berliner Mauer für Künstler normal war, in beiden Teilen Deutschlands zu arbeiten, nahm er 1953 ein Filmangebot der DEFA an und zog nach Ost-Berlin. Als die Mauer gebaut wurde, hatte er bereits Frau und Kinder und beschloss, mit ihnen gemeinsam in der DDR zu bleiben. Später kamen dann auch Rollen und Tätigkeiten als Regieassistent für das Fernsehen der DDR hinzu sowie auch Auftritte am Volkstheater Rostock, an der Volksbühne Berlin und dem Maxim-Gorki-Theater Berlin.

Lux gründete 1968 in Berlin-Karlshorst mit Minimax im Kreiskulturhaus Berlin-Lichtenberg das erste private Kleinsttheater der DDR. Mit seinen Programmen wurde es schnell ein internationales Aushängeschild der DDR-Kultur. Selbst der Staatsratsvorsitzende Walter Ulbricht mit seiner theaterinteressierten Ehefrau Lotte, sowie der Chefideologe der SED Kurt Hager und weitere Mitglieder des Zentralkomitees der SED besuchten nach Beschwerden aus der „Bevölkerung“ eine Vorstellung, die mit einer Prämierung für die nächste Vorstellung endete. Erst mit dem Tod Ulbrichts 1973 und der Machtübernahme durch Erich Honecker wurde das Theater mit einer spektakulären Aktion geschlossen, Alfred Lux erhielt Auftrittsverbot in der DDR. In dieser Zeit schrieb er etwa 30 Theaterstücke, die erst später aufgeführt werden durften. Als sich ab 1985 in der DDR die Kulturpolitik wieder öffnete, konnte er wieder als Drehbuchautor für das Fernsehen der DDR arbeiten. Mit der Wende konnte er wieder als Schauspieler und weiterhin als Autor für Fernsehspiele und Theaterstücke arbeiten. Im Jahr 2003 wurde seine Autobiografie veröffentlicht.Martin Schacht im TAZ-Archiv vom 18. Juni 1991 über Alfred LuxAmazon über den Autor von Die Freiheit erspieltMartin Schacht im TAZ-Archiv vom 20. Januar 1995 über ein Monologstück mit Alfred Lux

Filmografie 1954: Alarm im Zirkus 1954: Stärker als die Nacht 1960: Hatifa 1965: … nichts als Sünde 1967: Die gefrorenen Blitze (Kino-Zweiteiler) 1968: Der Staatsanwalt hat das Wort: Das Wochenendhaus (Fernsehreihe) 1968: 12 Uhr mittags kommt der Boß 1969: Rendezvous mit unbekannt (Fernsehserie, 1 Episode) 1970: Tödlicher Irrtum 1974: Kit & Co 1974: Johannes Kepler 1974: Jakob der Lügner 1976: Polizeiruf 110: Schwarze Ladung (Fernsehreihe) 1977: Unterwegs nach Atlantis 1977: Ein irrer Duft von frischem Heu 1977: Ernst Schneller (Fernseh-Zweiteiler) 1977: Trini 1978: Oh, diese Tante (Fernsehfilm) 1978: Ein Zimmer mit Ausblick (Fernsehserie – Regieassistent) 1978: Anton der Zauberer 1979: Spuk unterm Riesenrad (Fernsehserie, 1 Episode) 1979: Des Henkers Bruder 1980: Archiv des Todes (Fernsehserie, 1 Episode) 1981: Polizeiruf 110: Harmloser Anfang 1981: Jockei Monika (Fernsehserie, 1 Episode) 1982: Das Graupenschloss (Fernsehfilm – Regieassistent) 1983: Zille und ick 1985: Ernst Thälmann (Fernseh-Zweiteiler) 1986: Leute sind auch Menschen (Fernsehserie – Drehbuch) 1989: Tierparkgeschichten (Fernsehserie, 1 Episode) 1989: Polizeiruf 110: Mitternachtsfall 1990: Alter schützt vor Liebe nicht (Fernsehfilm, Drehbuch & Nebenrolle) 1990: Der Millionenerbe (Fernsehserie, 1 Episode) 1991: Polizeiruf 110: Zerstörte Hoffnung

Theater 1961: Alfred Lux: Pantomimenabend (Volksbühne Berlin – Theater im 3. Stock) 1962: Kurt Barthel nach Georg Büchner: Dantons Tod (Bürger) – Regie: Hanns Anselm Perten (Volkstheater Rostock) 1969: Revue: Das Haus an der Spree – Regie: Wolfgang E. Struck/Detlef Kruber (Friedrichstadt-Palast Berlin) 1992: Kurt Tucholsky/Walter Hasenclever: Kolumbus oder Die Entdeckung Amerikas (5 Rollen) – Regie: ? (Globe-Theater Berlin im Esplanade Am Potsdamer Platz) 1995: Janosch: Zurück nach Uskow (Steiner) – Regie: Elke Latusek (Freies Schauspiel Berlin-Neukölln)

Hörspiele 1952: André Maurois: Hofmachen und Eroberung – Regie: Hans Rosenhauer (Kurzhörspiel aus der Reihe Schule für Eheglück – NWDR) 1952: André Maurois: Gute Manieren in der Ehe – Regie: Hans Rosenhauer (Kurzhörspiel aus der Reihe Schule für Eheglück – NWDR) 1984: Brigitte Gotthardt: Ein Antrag in Ehren (Mann) – Regie: Joachim Gürtner (Kurzhörspiel aus der Reihe Waldstraße 7 – Rundfunk der DDR)

Werke 2003: Die Freiheit erspielt – Autobiographische Notizen, R.G. Fischer Verlag, ISBN 978-383-010447-6 Pantomimen (Pantomimentheater)Neue Zeit vom 13. April 1961, Seite 6 Hiroshima, mon amour Bühnenadaption des gleichnamigen Spielfilms, Premiere im Februar 1972 im Minimax Berlin KarlshorstNeue Zeit vom 23. März 1972, Seite 8 Das gottverdammte Leben des Francois Villon (Theaterstück über Francois Villon), UA am 3. April 1993 im Globe-Theater BerlinBerliner Zeitung vom 7. April 1993, Seite 26 Otto der Große (Theaterstück über den Schausteller Otto Witte) Regel (Theaterstück nach einer Erzählung von Adam Kuckhoff), UA 1968 im Minimax Berlin-Karlshorst.Neue Zeit vom 4. Dezember 1991, Seite 19

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Einzelnachweise

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