Friedrich Johann August Emanuel von Hahn (* 6. April 1861 in Darmstadt; † 7. Mai 1952 in Nieder-RamstadtHessische Biografie (Weblinks).) war Kreisdirektor im Großherzogtum und anschließend im Volksstaat Hessen.

Familie Seine Eltern waren der Geheime Obersteuerrat Johann August Friedrich von Hahn (1828–1892) und Luise Karoline Adolfine Wilhelmine Anna (Johanna), geborene Rothe (1838–1919), Tochter des Großherzoglich-Hessischen Geheimen Finanzrats Heinrich Rothe (1794–1848) und dessen Frau Emma Rothe, einer Nichte von Karl RotheSchnitzer, S. 28. (1840–1906), Hessischer Innenminister und Regierungschef. Die Familie war evangelisch.Hessische Biografie (Weblinks).

Friedrich von Hahn heiratete 1895 Marie Struckmann (1874–1959), Tochter des Kaufmanns Gustav Struckmann in Bremen, und seiner Frau Luise, geborene Sastedt. Aus dieser Ehe gingen hervor: Friedrich Gustav (1896–1924), Oberleutnant Arthur Wilhelm (1905–1945 gefallen beim Volkssturm), Oberpostrat in Wien Walter Rudolf Bernhard (1909–1942, gefallen in Russland), Dr. phil., LehramtsassessorHessische Biografie (Weblinks).

Karriere Friedrich von Hahn studierte Rechtswissenschaft an den Universitäten Leipzig, Straßburg und Gießen und legte 1884 das erste Staatsexamen ab. Er war seit dem Wintersemester 1884/85 Mitglied der Studentenverbindung Akademische Gesellschaft Das Kloster Gießen.Wernigeroder Schwarzer Ring. Mitgliederverzeichnis des Wernigeroder Schwarzen Ringes - 1. Teil, Karlsruhe 1935, S. 239. Nach dem Studium arbeitete er als Regierungsakzessist und bestand 1888 das zweite Staatsexamen.Schnitzer, S. 29. Noch im gleichen Jahr erhielt er eine bezahlte Stellung als Assessor beim Kreis Schotten. 1891 wechselte er zum Kreis Friedberg und wurde Amtmann, 1893 ging er weiter zum Kreis Darmstadt. 1898 erfolgte die Beförderung zum Regierungsrat. 1900 erhielt er die Stelle des Kreisrats des Kreises Oppenheim, 1904 wechselte er in gleicher Funktion zum Kreis Heppenheim. 1917 wurde er – wie alle Kreisräte im Großherzogtum – Kreisdirektor.Großherzoglich Hessisches Regierungsblatt 1917, S. 36. Die Novemberrevolution und den Umbruch von der Monarchie zum Volksstaat Hessen überstand er im Amt.Hessische Biografie (Weblinks). 1919 gab er die Stelle als Kreisdirektor auf und wurde Vorsitzender der Brandversicherungskammer Darmstadt.Schnitzer, S. 29. Über seinen Eintritt in den Ruhestand liegen unterschiedliche Daten vor: 1929 Arcinsys Hessen, Weblinks; Hessische Biografie (Weblinks). oder 1933Schnitzer, S. 29..

Weitere Engagements 1893 bis 1899 Vorsitzender des Schiedsgerichts für die Invaliditäts- und Altersversicherungs-AnstaltArcinsys Hessen (Weblinks). Vorsitzender des Hessischen Roten KreuzesHessische Biografie (Weblinks).

Ehrungen 1890 mit dem Vater geadeltHessische Biografie (Weblinks). 1912 Geheimer RegierungsratHessische Biografie (Weblinks). 1913 Preußische Rote Kreuz-Medaille III. KlasseArcinsys Hessen (Weblinks).

Literatur Paul Schnitzer: Verwaltungsbeamte im Gebiet des heutigen Kreises Bergstraße seit 1821. In: Geschichtsblätter Kreis Bergstraße 6. Laurissa, Lorsch 1973, S. 7–56 (28f).

Weblinks

Einzelnachweise

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