Horbach ist ein Gemeindeteil des Marktes Grafengehaig im oberfränkischen Landkreis Kulmbach. Horbach liegt in der Gemarkung Horbach.
Geografie Das Dorf liegt auf einem Höhenzug des Frankenwaldes. Eine Gemeindeverbindungsstraße führt an Vordererb und Oberweißenstein vorbei nach Grünlas (1,5 km südwestlich) bzw. nach Rappetenreuth zur Kreisstraße KU 26 (0,7 km östlich). Der an der Teilstrecke „b“ des „Adolf-Haack-Weges“ gelegene Ort bietet mit einem Gasthaus auch ein Einkehrmöglichkeit an diesem Wanderweg an.O. Knopf: Thüringer Schiefergebirge, Frankenwald, Obermainisches Bruchschollenland, Sp. 250.
Geschichte Horbach wurde ebenso wie der Nachbarort Grünlas im Zusammenhang mit einer Schenkung erwähnt, als 1189 es zusammen mit der Pfarrei Marienweiher vom hochstiftisch-bambergischen Bischof Otto II. von Bamberg an das Kloster Langheim übereignet wurde. Im Jahr 1609 waren es die Adelsgeschlechter der von Guttenberg und der von Wirsberg, die Güter im Dorf besaßen. Horbach war früher der Wohnort zahlreicher Handweber, die bis in die 1930er Jahre zu den Textilfabriken nach Helmbrechts pendelten.
Gegen Ende des 18. Jahrhunderts bestand Horbach aus 12 Anwesen. Das Hochgericht übte das Burggericht Guttenberg aus. Es hatte ggf. an das bambergische Centamt Marktschorgast auszuliefern. Die Dorf- und Gemeindeherrschaft hatte das Burggericht Guttenberg. Grundherren waren das Burggericht Guttenberg (1 Gut), das Rittergut Steinenhausen (1 Hof), das Rittergut Guttenberg-Schlößlein (2 Halbhöfe, 2 Güter, 1 Söldengut, 4 Tropfhäuser) und das bambergische Kastenamt Stadtsteinach (1 Gütlein).
1810 kam Horbach zum Königreich Bayern. Mit dem Gemeindeedikt wurde der Ort dem 1812 gebildeten Steuerdistrikt Eppenreuth zugewiesen. Zugleich entstand die Ruralgemeinde Horbach, zu der Mesethmühle, Vollaufmühle, Vordererb und Weißenstein gehörten. Sie war in Verwaltung und Gerichtsbarkeit dem Landgericht Münchberg zugeordnet und in der Finanzverwaltung dem Rentamt Münchberg. Von 1819 bis 1848 übernahm das Herrschaftsgericht Guttenberg weitestgehend die Befugnisse, die das Landgericht hatte. 1840 wurde die Gemeinde an das Landgericht Stadtsteinach und 1853 an das Rentamt Stadtsteinach überwiesen (1919 in Finanzamt Stadtsteinach umbenannt). Am 1. Oktober 1843 wurde Vordererb nach Hohenberg umgemeindet. Ab 1862 gehörte Horbach zum Bezirksamt Stadtsteinach (1939 in Landkreis Stadtsteinach umbenannt). Die Gerichtsbarkeit blieb beim Landgericht Stadtsteinach (1879 in Amtsgericht Stadtsteinach umgewandelt). Am 8. April 1927 kam Vordererb wieder zur Gemeinde Horbach. 1964 hatte die Gemeinde eine Gebietsfläche von 2,159 km². Am 1. Januar 1972 wurde die Gemeinde Horbach in Grafengehaig eingegliedert.
Baudenkmäler Haus Nr. 5: Türrahmung
Einwohnerentwicklung Gemeinde Horbach Jahr 1840 1852 1855 1861 1867 1871 1875 1880 1885 1890 1895 1900 1905 1910 1919 1925 1933 1939 1946 1950 1952 1961 1970Einwohner 213 161 189 171 198 198 212 200 186 181 161 159 171 197 164 167 155 135 184 162 134 106 85HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. Von 1871 bis 1987 werden diese als Wohngebäude bezeichnet. 22 23 23 23 23 23 24 Quelle
Ort Horbach Jahr 1818 1819 1861 1871 1885 1900 1925 1950 1961 1970 1987 Einwohner 119 122 151 139 123 137 140 90 66 37Häuser 14 18 18 19 18 19 20Quelle
Religion Horbach ist seit der Reformation gemischt konfessionell. Die Protestanten gehören zur Pfarrei Zum Heiligen Geist (Grafengehaig), die Katholiken waren ursprünglich nach Mariä Heimsuchung in Marienweiher gepfarrt. und kamen in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts zur Kuratie St. Josef (Hohenberg).
Literatur
Weblinks
Fußnoten
Kategorie:Geographie (Grafengehaig) Kategorie:Ort im Landkreis Kulmbach Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Landkreis Kulmbach) Kategorie:Gemeindegründung 1812 Kategorie:Gemeindeauflösung 1971 Kategorie:Ersterwähnung 1189