Die Saison 2021/22 der 3. Liga im Handball der Frauen war die zwölfte in ihrer Geschichte. Sie wurde vom Deutschen Handballbund (DHB) ausgerichtet.
Ursprünglich geplanter Modus Die Saison wurde in einem außerordentlichen Modus ausgetragen, was den durch die COVID-19-Pandemie gestörten vorhergehenden Spielzeiten geschuldet war.
Der Modus, vor der Saison beschlossen, wurde während der Saison noch teilweise geändert.
Die 3. Liga der Spielzeit 2021/2022 der Frauen wurde mit 70 Mannschaften ausgetragen. Die Spielzeit begann am ersten September-Wochenende 2021www.dhb.de, 8. Juli 2021, abgerufen am 31. August 2021, die letzten Spiele fanden am ersten Juniwochenende 2022 statt. Drei Mannschaften konnten in die 2. Bundesliga aufsteigen, 22 Teams stiegen in die Oberligen ab. Damit sollte in der Saison 2022/2023 eine Ligastärke von 60 Mannschaften erreicht werden.
Vorstand und Präsidium des Deutschen Handballbundes beschlossen auf Vorschlag der Spielkommission eine Vorrunde mit insgesamt sechs Staffeln, die Zuteilung der Teams wurde nach regionalen Gesichtspunkten vorgenommen. Die Vorrunde sollte in zwei Staffeln mit je elf und vier Staffeln mit je zwölf Mannschaften im Modus Jeder gegen Jeden mit Hin- und Rückrunde gespielt werden.
Die beiden bestplatzierten Teams jeder Vorrundenstaffel zogen in die Aufstiegsrunde ein (belegt diese Plätze eine nicht aufstiegsberechtigte Mannschaft, konnte stattdessen der Drittplatzierte dieser Staffel an der Aufstiegsrunde teilnehmen), die Punkte aus der Vorrunde sollten dabei ursprünglich mitgenommen werden. Die Aufstiegsrunde sollte in drei Gruppen mit je vier Mannschaften ausgespielt werden, die drei Aufstiegsrundensieger in die 2. Bundesliga zur Spielzeit 2022/2023 aufsteigen. Auch hier gab es Änderungen nach der Vorrunde.
Die Teams, die nach der Vorrunde auf den Plätzen 3 bis 6 ihrer Gruppe standen, verblieben ohne weitere Spiele in der 3. Liga.
Die Mannschaften auf den Plätzen 7 bis 11 bzw. 12 der sechs Vorrundengruppen spielten in einer weiteren Runde um den Klassenerhalt der 3. Liga. Dabei wurden die gegen einen direkten Konkurrenten erzielten Punkte aus der Vorrunde mitgenommen. In vier Gruppen zu sechs und zwei Gruppen zu fünf Mannschaften qualifizierten sich die Teams auf Platz 1 und 2 dieser Gruppen für die Drittligasaison 2022/2023, die Teams auf den Plätzen 3 bis 5 bzw. 6 – das sind 22 Teams – stiegen in eine regionale Oberliga ab.www.dhb.de, „Staffeleinteilung 3. Liga Frauen: Modus mit Aufstiegsrunde und Kampf um den Klassenverbleib“, 30. Juni 2021, abgerufen am 13. Juli 2021
Vorrunde Die 70 Teams wurden nach regionalen Gesichtspunkten den sechs Vorrundenstaffeln zugeteilt. Sie spielen in ihrer Staffel jeder gegen jeden in Hin- und Rückspiel. Die Plätze 1 und 2 berechtigten zur Teilnahme an der Aufstiegsrunde. Staffel A
Legende:
* Der SV Werder Bremen zog seine Mannschaft Anfang April 2022 vorzeitig vom Spielbetrieb der 3. Liga zurück.www.werder.de/handball, „SV WERDER MUSS DRITTLIGA-TEAM ZURÜCKZIEHEN“, 4. April 2022, abgerufen am 15. April 2022
** BV Garrel und SV Henstedt-Ulzburg hatten nicht für die Teilnahme an der Aufstiegsrunde gemeldet.
Staffel B
Legende: (A) Absteiger aus der 2. Bundesliga der Saison 2020/21
Zwischen den punktgleichen Mannschaften Rostocker HC und Thüringer HC entschied der direkte Vergleich.www.dhb.de, „BV GARREL IST MEISTER – ROSTOCK UND MAINZ 05 II RETTEN SICH“, 15. April 2022, abgerufen am 15. April 2022 (Der RHC gewann 29:26 in Rostock, der THC 30:28 zuhause.)
Staffel C
Legende: (N) Aufsteiger aus der Oberliga der Saison 2020/2021 („Neuling“) (A) Absteiger aus der 2. Bundesliga der Saison 2020/21
Staffel D
Legende:
* Eddersheim hatte nicht für die Teilnahme an der Aufstiegsrunde gemeldet.
Staffel E
Legende: (A) Absteiger aus der 2. Bundesliga der Saison 2020/21 (N) Aufsteiger aus der Oberliga der Saison 2020/2021 ()
Staffel F
Legende: (N) Aufsteiger aus der Oberliga der Saison 2020/2021 () * Der HCD Gröbenzell hatte nicht für die Aufstiegsrunde gemeldet.www.sg-schozach-bottwartal.de, abgerufen am 15. April 2022
Aufstiegsrunde Für die Aufstiegsrunde war geplant, dass die in der Vorrunde auf den Positionen 1 oder 2 platzierten Teams teilnehmen und in zwei nach regionalen Gesichtspunkten gebildeten Gruppen jeder gegen jeden in Hin- und Rückspiel zwei Aufsteiger ermitteln; Punkte aus der Vorrunde sollten mitgenommen werden.
Bis zum 1. März 2022 meldeten neun Vereine ihre Teams für eine mögliche Teilnahme an der Aufstiegsrunde an: SG Schozach-Bottwartal, SG 09 Kirchhof, HC Rödertal, Frankfurter HC, SG TSG/DJK Mainz-Bretzenheim, SG Kappelwindeck/Steinbach, HSG Freiburg, TSV Haunstetten und Sportverein Allensbach 1907.www.dhb.de, „MELDUNGEN FÜR AUFSTIEGSRUNDEN“, 1. März 2022, abgerufen am 5. März 2022
Der HC Rödertal stand fünf Spiele vor Saisonende als erster Teilnehmer der Aufstiegsrunde fest.www.dhb.de, „HC RÖDERTAL ERREICHT ALS ERSTES TEAM DIE AUFSTIEGSRUNDE“, 21. Februar 2022, abgerufen am 22. Februar 2022 Letztlich standen acht Teilnehmer für die Aufstiegsrunde fest: Frankfurter HC, HC Rödertal, SG 09 Kirchhof, SG TSG/DJK Mainz-Bretzenheim, HSG Freiburg, SG Schozach-Bottwartal, TSV Haunstetten und SV Allensbach 1907.
Die Regeln für die Aufstiegsrunde wurden nach Abschluss der Hauptrunde geändert. Die acht Teams wurden auf zwei Gruppen ausgelost. Punkte aus der Hauptrunde wurden nicht mitgenommen. Das jeweils erstplatzierte Team steigt in die 2. Bundesliga, um den dritten Aufstiegsplatz finden zwei Spiele zwischen den beiden zweitplatzierten Mannschaften statt.www.dhb.de, „DREI VON ACHT TEAMS FÜR DIE 2. HBF“, 6. April 2022, abgerufen am 6. April 2022 Die Gruppenspiele wurden vom 29. April bis 29. Mai 2022 ausgetragen.
Gruppe 1
Legende:
Gruppe 2
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Entscheidung 3. Aufstiegsplatz In einer Entscheidungsrunde spielten am 3. und 5. Juni 2022 die beiden zweitplatzierten Teams der Aufstiegsrunde um den dritten Aufstiegsplatz.
Mannschaft 1 Mannschaft 2 Hinspiel Rückspiel Tore Gesamtsieger SG TSG/DJK Mainz-Bretzenheim TSV Haunstetten 25:24 (15:13) 29:27 (15:13) 54:51 SG TSG/DJK Mainz-Bretzenheim
Ligapokal Für die Mannschaften, die weder die Aufstiegsrunde erreichen noch um den Klassenverbleib spielen, wird der Ligapokal ausgespielt. Bis zum 1. März 2022 hatten dafür 19 Teams ihr Interesse angemeldet: HSG Mönkeberg-Schönkirchen, SV Henstedt-Ulzburg, TSV Wattenbek, Berliner TSC, Frankfurter Handball-Club, HC Rödertal, Thüringer HC II, SV Germania Fritzlar 1976, HSG Gedern/Nidda, TSG 1888 Eddersheim, HSG DJK Marpingen-SC Alsweiler, HSG Wittlich, SG BBM Bietigheim II, SG Schozach-Bottwartal, SG Steinbach/Kappelwindeck, HC Erlangen, HCD Gröbenzell, TSV Haunstetten und TuS Steißlingen.
Von den 19 für den Ligapokal gemeldeten Mannschaften standen dann allerdings neun Mannschaften schon in den zusätzlichen Runden des Ligawettbewerbs: Frankfurter HC, HC Rödertal, SG Schozach-Bottwartal und TSV Haunstetten in der Aufstiegsrunde sowie der Berliner TSC, Thüringer HC II, HSG Gedern/Nidda, HSG DJK Marpingen-SC Alsweiler und HC Erlangen in der Klassenverbleibsrunde.
Qualifikations- und Abstiegsrunde (Klassenverbleibsrunde) An der Qualifikations- und Abstiegsrunde nehmen die Teams teil, die in der Vorrunde die Plätze 7 bis 11 bzw. 12 in ihrer Staffel belegt haben. Die in der Vorrunde gegen einen direkten Konkurrenten erzielten Punkte wurden mitgenommen. Der VfL Wolfsburg, TSV Heiningen 1892 und die TuS Metzingen II nahmen nicht an der Abstiegsrunde teil und standen so direkt als Absteiger fest.
Ursprünglich geplant war die Bildung von vier Gruppen zu je sechs und zwei Gruppen zu je fünf Mannschaften; letztendlich wurden eine Gruppe mit sechs Teams, vier Gruppen mit je fünf Teams und eine Gruppe mit vier Teams gebildet. Die Teams auf Platz 1 und 2 dieser Gruppen verbleiben in der 3. Liga, die anderen 18 Teams steigen in eine Oberliga ab.
Die Spiele werden von Ende April bis Ende Mai 2022 ausgetragen.
Gruppe I
Aus den Vorrundengruppenspielen nahm Vechta 7:1 Punkte mit in diese Runde, Berlin 4:0, Altenholz 3:5, Oyten 2:6 und Chemnitz 0:4 Punkte. Vechta und Berlin schafften den Klassenerhalt.
Legende:
Gruppe II
Aus den Vorrundengruppenspielen nahmen der THC II 7:1 Punkte, Berlin 3:5, Meißen/Riesa 2:6 sowie Alstertal-Langenhorn und die HG O-K-T je 2:2 Punkte mit. Die Teams des Thüringer HC II und des Berliner TSC konnten den Klassenverbleib sichern.
Legende:
Gruppe III
Aus den Vorrundengruppenspielen nahmen Königsdorf 6:2 Punkte, Gedern/Nidda, Ibbenbüren, Königsborn und Recklinghausen je 4:4 und Lumdatal 2:6 Punkte mit in diese Runde. Die HSG Gedern/Nidda und der PSV Recklinghausen sicherten sich den Ligaverbleib.
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Gruppe IV
Aus den Vorrundengruppenspielen nahmen Wülfrath 5:3 Punkte, Rodgau Nieder-Roden 4:4, Kleenheim-Langgöns 3:5 sowie Dortmund und Hannover je 2:2 Punkte mit. Den Klassenerhalt schafften TB Wülfrath und HSG Rodgau Nieder-Roden.
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Gruppe V
Aus den Vorrundengruppenspielen nahmen Möglingen 8:0 Punkte, Marpingen-Alsweiler 2:6, Erlangen und Würm je 2:2 sowie Hunsrück 2:6 Punkte mit. Würm und Erlangen konnten die Spielklasse halten.
Legende:
Gruppe VI
Aus den Vorrundengruppenspielen nahmen Pforzheim und Nellingen je 4:0 Punkte sowie Herzogenaurach und Ketsch je 0:4 Punkte in diese Runde mit. Nellingen und Pforzheim verblieben in der 3. Liga.
Legende:
Ergebnisse zum Saisonende Aufsteiger in die 2. Bundesliga In die 2. Bundesliga der Spielzeit 2022/2023 steigen die Mannschaften HC Rödertal, SG Schozach-Bottwartal und SG TSG/DJK Mainz-Bretzenheim auf.
Verbleib in der 3. Liga Verbleib nach der Aufstiegsrunde Nach dem Erreichen eines der Plätze 1 bis 2 der Vorrunde und der erfolglosen Teilnahme an der Aufstiegsrunde standen die Mannschaften SG 09 Kirchhof, Frankfurter Handball Club, HSG Freiburg und SV Allensbach als Teilnehmer der kommenden Drittligasaison fest.
Der TSV Haunstetten konnte als Drittplatzierter ebenfalls an der Aufstiegsrunde teilnehmen, da der Erstplatzierte nicht aufstiegsberechtigt war, war dort aber nicht erfolgreich und spielt in der kommenden Saison erneut in der 3. Liga.
Verbleib nach der Vorrunde Die Mannschaften BV Garrel, SV Henstedt-Ulzburg, TSG 1888 Eddersheim und HCD Gröbenzell hatten einen der Plätze belegt, der zur Teilnahme an der Aufstiegsrunde berechtigte, aber keine Meldung für diese Runde abgegeben, damit standen sie schon nach der Vorrunde als Teilnehmer der kommenden Drittligasaison fest.
Die Mannschaft der HSG Blomberg-Lippe II war zwar Staffelsieger, aber als zweite Vertretung nicht aufstiegsberechtigt und verblieb damit schon nach der Vorrunde als Teilnehmer der kommenden Drittligasaison.
Durch das Belegen eines der Plätze 3 bis 6 ihrer Vorrundengruppe standen die Mannschaften Buxtehuder SV II, HSG Mönkeberg-Schönkirchen, VfL Oldenburg II, TSV Wattenbek, SV Grün-Weiß Schwerin, SC Markranstädt, SV Union Halle-Neustadt, Rostocker HC, TV Hannover-Badenstedt-Vinnhorst, LiT Tribe Germania, SV Germania Fritzlar, BV Borussia 09 Dortmund II, TSV Bayer 04 Leverkusen II, Fortuna Düsseldorf, 1. FC Köln, 1. FSV Mainz 05 II, SG Steinbach/Kappelwindeck, HSG St. Leon/Reilingen, SG BBM Bietigheim II, TSV Wolfschlugen, TuS Steißlingen und Frisch Auf Göppingen II als Teilnehmer der kommenden Drittligasaison fest.
Verbleib nach der zusätzlichen Qualifikationsrunde Nach dem Erreichen eines der Plätze 7 bis 11 bzw. 12 der Vorrunde und dem Belegen eines der Plätze 1 bis 2 der Qualifikations- und Abstiegsrunde standen auch die Mannschaften SFN Vechta, Pfeffersport Berlin, Thüringer HC II, Berliner TSC, HSG Gedern/Nidda, PSV Recklinghausen, TB Wülfrath, HSG Rodgau Nieder-Roden, HSG Würm-Mitte, HC Erlangen, TV Nellingen und TG 88 Pforzheim als Teilnehmer der kommenden Drittligasaison fest.
Absteiger in die Oberligen Der VfL Wolfsburg, TSV Heiningen 1892 und die TuS Metzingen II nahmen nicht an der Abstiegsrunde teil und standen so direkt als Absteiger fest.