Szogelgalwen (1936–1938 Schogelgalwen, 1938–1945 Kiefernhorst, ) ist eine Wüstung in der russischen Oblast Kaliningrad. Sie befindet sich im Rajon Krasnosnamensk unmittelbar an der Grenze zu Litauen.
Etwa 400 Meter weiter südlich befindet sich ein (offenbar) nach 1945 entstandener Gebäudekomplex, der mit zum Ort Pugatschowo (Neu Skardupönen/Grenzwald) gehört.
Geschichte mini|Die Landgemeinde Szogelgalwen auf einem Messtischblatt von 1927 Szogelgalwen geht wahrscheinlich auf das 1625 erstmals genannte und an dieser Stelle gelegene Szardellischken/Szarkelischken zurück, das 1664 aber als wüst bezeichnet wurde. Gegen Ende des 17. Jahrhunderts wurde hier auf ausgehauenem Forstland die kleine Schatull-Siedlung Szogelgalwen gegründet.Nach Szogelgalwen auf wiki.genealogy.net
Seit 1874 gehörte die Landgemeinde Szogelgalwen zum neu gebildeten Amtsbezirk Königswalde im Kreis Pillkallen.Rolf Jehke: Amtsbezirk Königswald auf territorial.de (in Originalquellen mal mit Königswald und mal mit Kõnigswalde bezeichnet) Es war der nördlichste Ort des Kreises. 1936 wurde seine Schreibweise in Schogelgalwen geändert und 1938 wurde er in Kiefernhorst umbenannt.
Nach dem Zweiten Weltkrieg kam der Ort mit dem gesamten nördlichen Ostpreußen zur Sowjetunion. Einen russischen Namen erhielt er nicht mehr.
Einwohnerentwicklung Jahr Einwohner 1867Die Gemeinden und Gutsbezirke des Preussischen Staates und ihre Bevölkerung, I. Die Provinz Preussen, Berlin 1874 32 1871 30 1885Gemeindelexikon für das Königreich Preußen, I. Provinz Ostpreußen, Berlin 1888 22 1905Gemeindelexikon für das Königreich Preußen, Heft 1, Provinz Ostpreußen, Berlin 1907 19 1910Uli Schubert: auf gemeindeverzeichnis.de 23 1933Amtliches Gemeindeverzeichnis für das Deutsche Reich, Teil I: Altreich und Land Österreich. Herausgegeben vom Statistischen Reichsamt, Vierte Auflage, 1939 11 1939 24
Kirche Szogelgalwen gehörte zum evangelischen Kirchspiel Lasdehnen.
Weblinks Szogelgalwen auf wiki.genealogy.net
Einzelnachweise
Kategorie:Wüstung im Rajon Krasnosnamensk Kategorie:Ort in Ostpreußen