Mario Damolin (* 1947) ist ein deutscher Journalist und Filmemacher.
Leben und Wirken Damolin studierte in Heidelberg Soziologie, Erziehungs- und Politikwissenschaften. Er war Mitbegründer und verantwortlicher Redakteur der linksalternativen Heidelberger Wochenzeitung Communale und arbeitete dann als Redakteur bei Psychologie Heute und Lektor beim Beltz Verlag. Mit Bernhard Kilian gründete er 1991 die Damolin & Kilian FilmproduktionVerlag Das Wunderhorn: Mario Damolin und realisierte als freier Autor und Produzent Fernsehreportagen und -dokumentationen.
1995 erhielt er gemeinsam mit Kilian den Ernst-Schneider-Preis in der Kategorie Fernsehen für Tödliche Karriere – Aufstieg und Fall des Ostunternehmers Eberhard Tiede.Ernst-Schneider-Preis: Preisträger Die Reportage Als Student im GULag wurde 1998 beim Internationalen Menschenrechtsfilmfestival Stalker in Moskau als beste ausländische Produktion ausgezeichnet. Beim internationalen Filmfestival Golden Tambourine in Chanty-Mansijsk gewann er 2006 mit Verschollen in der Psychiatrie den Zweiten Preis. Carpathian Karma erhielt u. a. beim Barcalona International Filmfestival 2018 einen Preis. Von 1998 bis 2019 war Damolin Dozent an der Filmakademie Baden-Württemberg in Ludwigsburg.
Publikationen
Printreportagen und Essays veröffentlichte Damolin u. a. in: Frankfurter Rundschau, Die Tageszeitung (taz), Die Zeit, Die Woche, der Freitag, Frankfurter Allgemeine Zeitung und Kontext: Wochenzeitung.
Buchveröffentlichungen als Ko-Hrsg.: Felix Guattari – Wunsch und Revolution (Verlag das Wunderhorn) als Ko-Hrsg.: Integration – Anpassung an die Deutschen? (Beltz Verlag) als Hrsg.: Manage:rdämmerung oder: Die Spiritualisierung der Ökonomie (S. Fischer Verlag)
Filme Reportagen und Dokumentationen (Auswahl):Kulturserver, Kulturdatenbank: Mario Damolin
1993: Russisch Roulette. Die Altlasten der Roten Armee 1994: Tödliche Karriere. Aufstieg und Fall des Ost-Unternehmers Eberhard Tiede 1994: Endstation Psychiatrie. Ehemalige Zwangsarbeiter in Wiesloch 1995: Techno-Business. Eine Jugendkultur macht Karriere 1996: Vom lebendigen Geist zum Geist der Moderne. Eine Geschichte der Universität Heidelberg 1996: Jägerträume – Traumjagden. Westler auf der Pirsch in Osteuropa 1996: Ich werde jung zugrunde gehen. Die Straßenkinder von Kaliningrad 1997: Knast privat. Justizvollzug als Business 1997: Die Balkan-Connection. Grabräuber in Bulgarien 1998: Todesspiele. Wenn Gewaltbilder Wirklichkeit werden 1998: Piepers Reisen. Ein Mann und seine Abenteuer im Ost-Geschäft 1998: Joschka – ein Bärenopfer. Vom unvermuteten Glück eines zerstörten Lebens 1998: Als Student im GULag. Eine Reise in die Vergangenheit 1999: Mein Tod gehört mir. Grauzone Sterbehilfe 1999: Heinrich Böll unter dem Sowjet-Stern. Der Schriftsteller als Ikone und Klassenfeind 2000: Landflucht und Mega-Städte. Heimat für alle 2002: Tatort Donau-Delta 2002: Im Land der Menschenschmuggler 2002: Die Gypsy Kings der Blechmusik 2003: Die Strasse der Deichgrafen. Ein Diamantenfund und seine Folgen 2003: Die Mörderinnen von Targsor 2005: Verschollen in der Psychiatrie. Lettland 1944 – Deutschland 2004 2005: Trümmerleben. Besatzer und Besiegte 2007: Andrei der Tuba-Träumer. Ein Roma-Junge sucht seine Zukunft 2009: Zigeuner oder Magyar. Ungarns Roma und der Kampf um Identität 2009: Auftrag umstritten. Die Bundeswehr im Wandel 2010: Sicherheit oder Freiheit. Der Bürger und sein Staat 2011: Abschied vom Sozialstaat. Geschichte des deutschen Sozialsystems 2015: Gratwanderung. Erinnerungen an Jewgenia Ginsburg 2017: Carpathian Karma. The Story of Joshka
Weblinks Mario Damolin Film + Medien
Filmakademie Baden-Württemberg: Mario Damolin
Einzelnachweise
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