Die I-6 (, also Republikstraße I-6, auch als Подбалкански път bezeichnet, deutsch Unterbalkanstraße) ist eine Hauptstraße (erster Ordnung) in Bulgarien. Sie ist die längste aller Straßen in Bulgarien und stellt eine wichtige West-Ost-Verbindung dar. Wie bei allen Republikstraßen besteht Mautpflicht, welche in regelmäßigen Abständen durch Kameras überwacht wird.https://www.adac.de/reise-freizeit/maut-vignette/bulgarien/

Verlauf Die I-6 beginnt am Grenzübergang Gjueschewo–Deve Bair an der Grenze zu Nordmazedonien und führt von dort ostwärts durch gebirgiges Terrain nach Kjustendil. Ab der Stadt geht es Richtung Nordosten nach Pernik und weiter nach Sofia, wobei sie zwei Gebirge überquert. Der Abschnitt Radomir–Pernik ist mit getrennten Richtungsfahrbahnen und höhenfreien Knoten ausgebaut, nach der Anschlussstelle Pernik zur A3 „Struma“ teilt sie sich die Route mit der I-1 und ist ebenfalls überwiegend vierstreifig und kreuzungsfrei.

In Sofia führt sie quer durch die Innenstadt. Sie verlässt die Hauptstadt im Osten an einem großen Verkehrsknoten, wo die A2 „Hemus“, die A6 „Europa“, die I-1, die Ringstraße der Stadt und die I-6 in zwei Verkehrstrompeten und einem Autobahnkreuz zusammentreffen. Ab hier setzt sich die I-6 wieder auf eigener Route fort und führt südlich des Balkangebirges entlang immer Richtung Osten.

An der Strecke liegen die Städte Pirdop, Klissura, Sopot und Karlowo. Letztere drei befinden sich im Rosental. Dieses ist in zwei Teile getrennt, der eine führt um Karlowo und der zweite Teil um Kasanlak herum. Die I-6 überquert als kurvige Passstraße einen Höhenzug, danach liegt nördlich angrenzend Kalofer. Es geht weiter ostwärts und in der Nähe von Gorno Sachrane kreuzt die II-56. Diese Republikstraße führt südwärts nach Pawel Banja und weiter nach Plowdiw.

Die Straße umfährt kurz darauf den Koprinkastausee nördlich und erreicht Kasanlak. Die Mittelstadt wird südlich umfahren, wobei dieser Abschnitt rund 12 Kilometer lang als Schnellstraße mit zwei Richtungsfahrbahnen höhenfrei ausgebaut ist und sich am östlichen Ende der Stadt für gut fünf Kilometer davon mit der von Norden kommenden I-5 vereinigt. Die I-5 zweigt vor Maglisch nach Südosten Richtung Stara Sagora ab, während die I-6 direkt an Maglisch südlich vorbei und danach Nikolaewo und den Stausee Schrebtschewo nördlich passierend weiter nach Sliwen führt. Der über 50 Kilometer lange Abschnitt ab Maglisch bis einschließlich der südlichen Umfahrung von Sliwen ist zwar nur zweistreifig, aber erneut höhenfrei ausgebaut. Nun befindet sich die Republikstraße 6 in der Oberthrakischen Tiefebene. Letzte Städte vor Burgas sind Karnobat und Ajtos.

12 Kilometer vor der Großstadt Burgas trifft sie auf die A1 „Trakija“, die dort endet. Nach den folgenden schnurgeraden vierstreifigen und kreuzungsfreien 6 Kilometern trifft die I-6 an einem zum fast vollständigen Kreuz ausgebauten Knoten auf die I-9 und hört dort auf, während die I-9 geradeaus in die Innenstadt und weiter Richtung Grenzübergang Malko Tarnowo–Dereköy und die Türkei führt.

Einzelnachweise

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