mini|Nr. 22/25: Lilienthal-Gymnasium Die Leipziger Allee in Anklam (Mecklenburg-Vorpommern) ist eine historische Straße, die in West- und dann in Nordrichtung von der Eckstraße und der Friedländer Straße bis zur Demminer Straße (B 110) führt.
Geschichte mini|hochkant|Nr. 26: Heilig-Geist-Stift II mini|hochkant|Nr. 27: Präparandenanstalt mini|hochkant|Nr. 34: Schützenhaus, heute Theater Die Hanse- und Lilienthalstadt Anklam mit 12.331 Einwohnern (2019) wurde erstmals 1243 als oppidum (Siedlung) und 1264 als civitas (Stadt) erwähnt.
Die Leipziger Allee südlich der Altstadt stammt aus dem 19. Jahrhundert. 1844 wurde der Anklamer Turnplatz neben dem Schützenhaus eingeweiht. 1848 entstand das Armen- und Arbeitshaus auf dem St. Jürgen (Leipziger Allee, Feierabendheim), das ab 1851 als Frauengefängnis genutzt wurde.Museum im Steintor: Geschichte der Stadt Anklam.
Im Zweiten Weltkrieg wurde Anklam mehrfach bombardiert und über 70 % der Innenstadt wurden zerstört. In der Leipziger Allee sind jedoch viele denkmalgeschützte Gebäude erhalten geblieben. Die markantesten sind das heutige Lilienthal-Gymnasium, das ehemalige Heilig-Geist-Stift, die ehemalige Präparandenanstalt und das ehemalige Schützenhaus (heute das Theater Anklam).
Nebenstraßen
Die Anschluss- und Nebenstraßen wurden benannt als Eckstraße nach ihrem Verlauf, Friedländer Straße, die nach Friedland führt, Schülerberg nach den Schülerfesten, die auf der Anhöhe seit dem 18. Jahrhundert gefeiert wurden, Parkallee nach dem nördlichen Anklamer Stadtpark, Knickersteig, August-Bebel-Straße nach dem Arbeiterführer und Vorsitzenden der Sozialdemokraten August Bebel (1840–1913), Am Bock, Spantekower Landstraße, die nach Spantekow führt und Demminer Straße, die nach Demmin führt.Museum im Steintor mit verschiedenen Autoren: Anklam – Siedlung am Fluss – eine über 1000-jährige Geschichte im Spiegel der Archäologie. 2009
Gebäude (Auswahl) mini|hochkant|Nr. 57 Die mit D gekennzeichneten Gebäude stehen unter Denkmalschutz.Liste der Baudenkmale in Anklam
Nr. 2a: 2-gesch. Wohnhaus mit Mezzaningeschoss (D) Nr. 3: 2-gesch. Wohnhaus mit denkmalgeschützter Haustür (D) Nr. 4: 2-gesch. Gebäude der Ambulanten Hilfe zur Erziehung Nr. 7: 2-gesch. Wohnhaus (D) Nr. 10a: 3-gesch. historisierendes Wohnhaus mit Seitenflügeln und Mezzaningeschoss (D) Nr. 11: 2-gesch. Wohnhaus (D) Nr. 12: Gebäude mit Restaurant Nr. 12/13a: 2-gesch. Gebäude mit einer Tagespflegeeinrichtung Nr. 18: 3-gesch. historisierendes Wohnhaus mit 4-gesch. barockisierendem Mittelrisalit (D), bis 2015 unsaniert Nr. 19: 3-gesch. Wohnhaus (D) Nr. 20: 3-gesch. historisierendes Wohnhaus mit Mezzaningeschoss (D) Nr. 20: 3-gesch. Wohnhaus (D) Nr. 21/21a: 3-gesch. historisierendes Wohnhaus mit Mezzaningeschoss (D), unsaniert Nr. 22/25: 3-gesch. verklinkertes ehemaliges Lehrerseminar von 1905/06 (D), heute Lilienthal-Gymnasium von 1926 Nr. 26: 3-gesch. 15-achsiges verklinkertes Gebäude nach Plänen von Friedrich August Stüler mit 3-gesch. Giebelrisalit, Umfassungsmauer und Toranlagen (D); ehemaliges Armen- und Arbeitshaus (1845–1849), dann Hilfsstrafanstalt für Frauen, danach Heilig-Geist-Stift II für 32 Stiftbewohner, später Feierabendheim; heute Verwaltungsgebäude für die Stadt und den Landkreis Vorpommern-Greifswald Nr. 27: 2-gesch. verklinkerte ehemalige Präparandenanstalt (Vorbereitungsschule für das Lehrerseminar) von 1905/06 mit 3-gesch. historisierendem Giebelrisalit und Portal (D); 1927 mit dem Heimatmuseum, heute mit Fritz-Reuter-Ensemble, EWTO-Schulen Brasch Nr. 29: 1-gesch. historisierendes Wohnhaus (D) Nr. 34: 2-gesch. ehemaliges Schützenhaus vom frühen 19. Jahrhundert als Fachwerkhaus (D); seit 1949 das Theater Anklam (siehe auch Vorpommersche Landesbühne) Neben dem Schützenhaus befand sich ab 1844 der Turnplatz Nr. 35: 1-gesch. Fachwerkscheune (D) mit geputzten Ausfachungen Nr. 38: 2-gesch. einfaches Wohnhaus mit Giebelrisalit (D), mit überformter Fassade Grünanlage Nr. 44: 1-gesch. Wohnhaus mit Fachwerk (D), unsaniert Nr. 46: 1-gesch. Wohnhaus mit 2-gesch. Zwerchhaus (D) Nr. 55: 3-gesch. historisierendes Wohnhaus mit Mezzaningeschoss (D), unsaniert Nr. 56: 3-gesch. historisierendes Wohnhaus mit Mezzaningeschoss (D) Nr. 57: 3-gesch. historisierendes Wohnhaus mit Giebelrisalit (D) Nr. 57a: 2-gesch. historisierendes Wohn- und Geschäftshaus mit Mittelrisalit und Portal (D), früheres AOK-Haus; die AOK Nordost ist heute am Markt 7 Nr. 60: 1-gesch. neueres kleines Einkaufszentrum mit u. a. Apotheke sowie Stellplatzanlage Nr. 64: 2-gesch. Wohnhaus aus der Jahrhundertwende (D) Nr. 66: 2-gesch. Wohnhaus aus der Jahrhundertwende (D) Nr. 69: 2-gesch. historisierendes Wohnhaus mit Mezzaningeschoss (D), unsaniert Nr. 74: 2-gesch. Wohnhaus aus der Jahrhundertwende mit Mezzaningeschoss (D)
Weblinks
Literatur Lutz Braun Architekt + Stadtplaner: Städtebaulicher Rahmenplan der Hansestadt Anklam. Innenstadt und Erweiterungsgebiet, 2. Fortschreibung. Anklam 2013. Nordlicht Verlag (Hrsg.): Festschrift – 750 Jahre Anklam: Momente aus Geschichte und Gegenwart. Karlshagen/Anklam, März 2014.
Einzelnachweise, Hinweise
Kategorie:Bauwerk in Anklam Kategorie:Baudenkmal in Anklam Anklam Kategorie:Erbaut im 19. Jahrhundert Kategorie:Straße im Landkreis Vorpommern-Greifswald Kategorie:Straße in Europa