Die Sternwarte Hubelmatt (auch Sternwarte Luzern) ist in der Schulanlage Hubelmatt West in Luzern (Schweiz) auf dem Dach (487 Meter über Meer) integriert. Die Schule ist oberhalb der Allmend, auf welcher sich die Messe Luzern und die Thermoplan Arena befinden.
Geschichte Die Stadt Luzern errichtete 1954 die Sternwarte für das Lehrerseminar. Diese wurde in den ersten Jahren von Ernst A. Roth zur Ausbildung benützt. 1967 übergab die Stadt den Unterhalt und Betrieb der Sternwarte an die 1955 gegründete Astronomische Gesellschaft Luzern (AGL). Das ursprüngliche Kuppelgebäude auf dem Schulhausgelände wurde 1979 durch eine neue Konstruktion auf dem Dach des Schulhauses Hubelmatt West ersetzt und dient heute als Kleinplanetarium.https://sternwarteluzern.ch/sternwarte/kleinplanetarium/, abgerufen am 24. Januar 2026.
Betrieb und Angebot Die Sternwarte wird bis heute durch den Verein AGL betrieben und ist jeden Dienstag ab 20 Uhr bei freiem Eintritt für die Öffentlichkeit zugänglich. Von der AGL werden Kurse, Vorträge und Sonderveranstaltungen angeboten. Von den ca. 24 Demonstratoren sind jeweils zwei an den öffentlichen Führungen für die Betreuung der Besucher anwesend. Jeweils donnerstags werden Gruppenführungen für Schulklassen, Vereine oder Firmen angeboten.
Die Sternwarte verfügt über ein Giebeldach auf Schienen über der Beobachtungsbucht. Drei der fünf Instrumente wurden von Mitgliedern der AGL selbst hergestellt. Das Markenzeichen, ein Linsenteleskop von Heyde mit Baujahr 1914, wurde im Jahr 2020 verkauft.Die Sternwarte Hubelmatt übergibt ihr Markenzeichen in neue Hände. Luzerner Zeitung. Auf der Sternwarte Hubelmatt wird eine Allsky-Kamera betrieben.Allsky Webcam
Instrumente mini|Teilansicht des Sonnenteleskops, Baujahr 1983 In der Beobachtungsbucht stehen folgende Instrumente:Die Instrumente im Detail auf der Website der Sternwarte Luzern. Multifunktionsteleskop (MFT) 400 mm Spiegel, automatisch nachgeführt Apochromatisches Linsenteleskop TEC APO 180 FL Sonnenteleskop, Halb-Apochromatisches Linsenteleskop mit Heliostat Grossfeldstecher, Fujinon-Binokular 25 × 150 Newton Transitteleskop 150 mm Spiegel, Brennweite 750 mm
Auszeichnungen 2017: Anerkennungspreis der Albert Köchlin Stiftung 12. Februar 2017: Benennung eines Asteroiden (6126) Hubelmatt nach der Sternwarte
Weblinks
Offizielle Webpage der Sternwarte Die Sternwarte bei der Schweizerischen Astronomischen Gesellschaft (SAG SAS)
Einzelnachweise
Kategorie:Bauwerk aus Beton Kategorie:Großteleskop (Optischer Bereich) Luzern Kategorie:Bauwerk in Luzern Kategorie:Bildung in Luzern Kategorie:Erbaut 1979