Alt Lubönen, 1938–1945 Friedenswalde, nach 1945 Osjornoje (), ist eine Wüstung am südlichen Hochufer der Memel auf dem Gebiet des Rajons Krasnosnamensk in der russischen Oblast Kaliningrad.

Der nächstgelegene bewohnte Ort ist das zwei Kilometer westliche Selenodolje (Neu Lubönen/Memelwalde).

Geschichte Alt Lubönen ist auf einer Karte von 1722 eingezeichnet. 1874 wurde die Landgemeinde Alt Lubönen in den neugebildeten Amtsbezirk Schillehnen im Kreis Ragnit eingeordnet.Rolf Jehke: Amtsbezirk Schillehnen/Waldheide (Ostpr.) auf territorial.de Nach der litauischen Annexion des Memellandes im Jahr 1923 befand sich der Ort in einer Grenzlage. 1938 wurde er in Friedenswalde umbenannt.

Nach dem Zweiten Weltkrieg kam der Ort mit dem gesamten nördlichen Ostpreußen zur Sowjetunion. Im Jahr 1947 erhielt er den russischen Namen Osjornoje und wurde gleichzeitig dem Dorfsowjet Nemanski selski Sowet im Rajon Krasnosnamensk zugeordnet.Durch den Указ Президиума Верховного Совета РСФСР от 17 ноября 1947 г. «О переименовании населённых пунктов Калининградской области» (Verordnung des Präsidiums des Obersten Rats der RSFSR "Über die Umbenennung der Orte der Oblast Kaliningrad" vom 17. November 1947) Später gelangte der Ort in den Chlebnikowski selski Sowet. Auf einer etwa 1973 erschienenen Karte wurde die Anzahl der Häuser mit (nur noch) sechs angegeben.Karte auf etomesto.ru Im Jahr 1988 wurde der Ort nicht mehr aufgeführt.In der Административно-территориальное деление Калининградской области 1989 (Die administrativ-territoriale Einteilung der Oblast Kaliningrad 1989 (mit Stand von 1988), herausgegeben vom Sowjet der Oblast Kaliningrad) auf soldat.ru (rar-Datei), taucht er nicht mehr auf. 1992 wurde das letzte Wohnhaus abgerissen.

Einwohnerentwicklung Jahr Einwohner 1867Die Gemeinden und Gutsbezirke des Preussischen Staates und ihre Bevölkerung, I. Die Provinz Preussen, Berlin 1874 245 1871 287 1885Gemeindelexikon für das Königreich Preußen, I. Provinz Ostpreußen, Berlin 1888 333 1905Gemeindelexikon für das Königreich Preußen, Heft 1, Provinz Ostpreußen, Berlin 1907 278 1910Uli Schubert: auf gemeindeverzeichnis.de 258 1933Amtliches Gemeindeverzeichnis für das Deutsche Reich, Teil I: Altreich und Land Österreich. Herausgegeben vom Statistischen Reichsamt, Vierte Auflage, 1939 197 1939 179 1983Sowjetische Topographische Karte 100k--n34-034 auf maps.vlasenko.net ~ 10

Kirche Alt Lubönen gehörte bis 1902 zum evangelischen Kirchspiel Wischwill, danach zum evangelischen Kirchspiel Trappönen.

Weblinks Alt Lubönen auf wiki.genealogy.net

Einzelnachweise

Kategorie:Wüstung im Rajon Krasnosnamensk