mini|XIII. Wandmalerei in Brüssel in der Rue Philippe de Champagne (Parcours BD)
XIII (Dreizehn) (im Original XIII, Treize [tʁɛz]) ist eine seit 1984 erscheinende frankobelgische Comicserie, erschaffen von Jean Van Hamme und William Vance.
Handlung Der realistisch gezeichnete Agententhriller spielt in den USA und handelt von einem Mann ohne Gedächtnis, der sich nach einer Tätowierung auf seiner Schulter „XIII“ nennt. Auf der Suche nach seiner Identität wird er von unterschiedlichen Personen behindert, gejagt und auch verleumdet. Er findet aber auch Freunde, die ihm bei der Rückverfolgung der Ereignisse helfen. Er entdeckt die Spur einer großen Verschwörung, bei der rechtsradikale Militärs und Geheimdienstmitglieder den Präsidenten stürzen wollen. Die Geschichte ist mit mehreren Erzählsträngen unter Verwendung sehr vieler Charaktere aufgebaut.
Band 1–5
Die Serie beginnt mit einem Mann, der in der Peacock Bay, an der Ostküste der USA angespült wird und unter Amnesie leidet. Die einzigen Verbindungen zu seiner Vergangenheit sind das Tattoo „XIII“ auf seinem Schlüsselbein und ein Foto von sich und einer Frau, die sich als Kim Rowland herausstellt. Auf der Suche nach Kim entdeckt XIII eine Nachricht von ihr, die ihm vorschlägt, sich „beim Indianer zu treffen“. Kurz darauf finden ihn von La Mangouste beauftragte Mörder, doch der Regierungsagent Colonel Amos rettet ihn. Dieser ist damit beauftragt, die Verschwörung rund um die Ermordung des Präsidenten William B. Sheridan zu untersuchen und den Attentäter aufzuspüren. Amos konfrontiert XIII mit einem Video, das eine Person, die wie XIII aussieht, bei der Ermordung Sheridans zeigt. XIII gelingt es, Colonel Amos zu entkommen.
Der zweite Band führt XIII auf der Suche nach Kim zu General Carrington, der XIIIs Identität als Steve Rowland, Kims Ehemann bestätigt. Carrington erklärt weiter, dass Rowland ein Mitglied einer militärischen Spezialeinheit, der SPADS (Special Assault and Destroy Sections) war, die Carrington geschaffen hatte. Rowland kam angeblich vor zwei Jahren während eines Einsatzes bei einem Hubschrauberabsturz ums Leben. Anschließend wird XIII von Lieutenant Jones, Carringtons Adjutantin, zum Haus der Rowlands nach Southbourg gefahren. Obwohl Jeremy Rowland und die weiteren Verwandten keinen Zweifel an XIIIs Identität als Steve Rowland haben, ist er enttäuscht, da Kim nicht dort ist. Amos sucht XIII auf und erklärt ihm, dass er ihn nach wie vor für seinen Hauptverdächtigen hält, da seine Fingerabdrücke auf dem Scharfschützengewehr, mit dem Präsident Sheridan erschossen wurde, gefunden wurden. Um die Hintermänner des Attentats zu entlarven, lässt Amos XIII weiter nach Kim suchen, weil er vermutet, dass sie etwas Wichtiges weiß und sich sonst nicht verstecken würde. XIII gelingt es schließlich herauszufinden „wohin der Indianer geht“, aber er wird durch Jeremys junge Frau Felicity ausgetrickst. Felicity tötet Jeremy sowie Stevens Onkel Matt und hängt anschließend XIII die Morde an, um zu erben. XIII entkommt der Polizei mit Hilfe von Carrington und Jones, die ihn in der Nähe von Kims Versteck absetzen. Kim offenbart ihm nicht nur, dass sie genau wie er tätowiert ist (Nummer XVII), sondern auch, dass er nicht Rowland ist, sie seinen richtigen Namen aber nicht kennt. Sie verschwindet, bevor XIII von der Polizei festgenommen wird. Ein Gericht verurteilt ihn wegen Mordes an den Rowlands zu lebenslanger Haft in einer geschlossenen Anstalt.
Zu Beginn des dritten Bandes befindet sich XIII in einer Einrichtung für geisteskranke Kriminelle. Inzwischen hat Amos infolge seiner Untersuchungen erkannt, dass XIII nicht Rowland, sondern ein Body-Double ist. Er geht daher davon aus, dass Rowland wirklich im Kampf getötet wurde und XIII dank eines chirurgischen Eingriffes sein Aussehen verliehen bekam, um Präsident Sheridan zu ermorden. Weiterhin denkt er, dass La Mangouste versucht, XIII zu töten, damit die Ermittler den Körper als Rowland identifizieren, was die Untersuchung in eine Sackgasse führen würde. Amos bittet Carrington um Zugriff auf eine Liste mit Personen, die ein militärisches Training zum „Kampfagent“ durchliefen und in etwa XIIIs Körperbau besitzen, mit dem Ziel, XIIIs wahre Identität herauszufinden. Carrington lässt Amos die Papiere von etwa 20 Personen zukommen, von denen einer, ein gewisser Ross Tanner, seit zwei Jahren vermisst wird. Amos beschließt, XIII im Gefängnis zu lassen, um ihn bei Bedarf zur Hand zu haben. Derweil wird XIII von Dr. Johansson „behandelt“, um ihm sein Gedächtnis zurückzubringen. Während eines Ausbruchsversuches zusammen mit seinem Zellengenossen Billy Stockton versucht der von La Mangouste bestochene Assistenzarzt, XIII mit einer Giftspritze zu töten, kann aber im letzten Moment von Jones aufgehalten werden. Gemeinsam gelingt XIII und Jones die Flucht aus dem Gefängnis.
Band vier beginnt mit Amos’ Feststellung, dass Carrington die Tanner-Identität frei erfunden hat, und seinem Verdacht, Carrington sei ein Teil der Verschwörung. XIII wurde von Carrington unter dem Namen Tanner in einem SPADS Trainingscamp in dem fiktiven Land San Miguel versteckt. Im Verlauf seiner Nachforschungen findet Amos heraus, dass in dem Grab eines Jason Fly der Körper des realen Rowland war, der nicht bei einem Hubschrauberabsturz vor zwei Jahren, sondern durch Kugeln kurz nach der Ermordung von Präsident William Sheridan ums Leben kam. Daher nimmt Amos an, dass Rowland der wirkliche Mörder war. Mit dieser Entdeckung konfrontiert er Richter Allenby, der damals nach dem Hubschrauberabsturz einen Körper als Rowland identifiziert hatte. Allenby ist Chef der Untersuchung zur Ermordung Präsident Sheridans, und Amos kann ihn als Nummer VI der Verschwörung enttarnen. Amos versucht von Allenby den Namen von Nummer I zu erfahren, aber Allenby wird vorher durch einen von La Mangouste geschickten Mörder getötet. Dieser wiederum wird, kurz bevor er Amos töten kann, von Kim erschossen. Inzwischen offenbart Betty Barnowsky, ein SPADS Sergeant, XIII, dass sie Rowland nach seinem angeblichen Tod einmal in Begleitung von SPADS Colonel McCall, der sich hiermit auch als Mitglied der Verschwörung entpuppt, gesehen habe. XIII, Barnowsky und Jones entkommen einem Attentat von McCall, enden aber aufgrund von Treibstoffmangel im Dschungel von San Miguel. Kim bringt Amos zu FBI-Direktor Carl Heideger und Carrington. Diese erzählen ihm, dass Rowland nach seinem vorgetäuschten Tod seine Frau Kim kontaktierte und sie zwang, ein Mitglied der Verschwörung zu werden. Kim, selbst ehemalige FBI-Agentin und Carringtons Tochter, alarmierte heimlich ihren ehemaligen Chef Heideger, dem es dennoch nicht gelang, die Ermordung von Präsident Sheridan zu verhindern. Rowland wurde von La Mangouste angeschossen, aber er entkam schwer verwundet und starb kurz nachdem er Kim erzählt hatte, was passiert war. Heideger und Carrington hatten dann den Plan, die Verschwörung der XX glauben zu machen, dass Rowland überlebt habe, in der Hoffnung, die Verschwörer zu enttarnen. Daher verwandelte sich der Agent Jason Fly in Rowlands Double, aber kurz danach verschwand er (er wurde angeschossen und verliert sein Gedächtnis, der Punkt, an dem die Geschichte beginnt).
Zu Beginn des fünften Bandes entführen XIII, Jones und Barnowsky Marquis Armand de Préseau, einen reichen Grundbesitzer, um in seinem Jet zurück in die USA zu fliegen. Inzwischen sind Carrington und Heideger von den Verschwörern verhaftet worden, da die Verschwörer versuchen, das Land während einer groß angelegten militärischen Übung zu übernehmen. XIII und die Frauen treffen sich mit Amos, der sie mit Walter Sheridan in Kontakt bringt, dem Bruder des ermordeten Präsidenten William Sheridan und nun selbst Kandidat für die Präsidentschaft. Sheridan hilft XIII und den anderen, das militärische Operationszentrum zu infiltrieren, und zusammen mit Präsident Galbrain schaffen sie es, die Verschwörung im letzten Moment stoppen. Die gesamte Verschwörung, mit der Ausnahme der berühmten Nummer I, kann getötet oder gefangen genommen werden. Walter Sheridan wird zum Präsidenten gewählt. Kim Rowland verschwindet aus unbekannten Gründen und Betty kehrt zu Marquis de Préseau zurück. Amos verabschiedet sich in den Ruhestand und möchte sich in Zukunft der Jagd nach La Mangouste widmen. Am Ende des Handlungsbogens glaubt XIII, er hätte seine alte Identität als Jason Fly gefunden, und ist bereit, sein Leben normal weiterzuführen, auch wenn seine Erinnerungen noch nicht zurückgekehrt sind.
Band 6–8 Im sechsten Band versucht XIII, mehr über sich herauszubekommen und reist dazu nach Greenfalls, wo er in seiner Kindheit lebte. Währenddessen wird XIIIs Arzt getötet und Jones erfolglos überfallen, weshalb sie sich auf den Weg zu XIII macht. Der besucht den blinden ehemaligen Eigner der Lokalzeitung, Hattaway, der ihn sofort mit seinem richtigen Vornamen (Jason) anspricht. Das Gespräch wird aber früh vom Sheriff unterbrochen. Während die Skitour der attraktiven Apothekerin mit XIII in der Luxusjagdhütte des Dorfpatrons Rigby romantisch endet, kommt La Mangouste mit einem Killer in den Ort. Sheriff, Hotelier, Arzt und Rigby werden aktiv, da sie von XIIIs Fragen über die Vergangenheit irritiert sind. Hattaway wird in der Klinik sediert, und der Hotelier untersucht XIIIs Zimmer. Dabei löst er die gegen XIII installierte Sprengfalle sowie dadurch eine Lawine aus, die den Zugang zum Dorf blockiert. Jones wird in die Klinik gebracht, wo sie von Hattaway interessante Satzfetzen aufschnappt. XIII wird wegen der Explosion verhaftet. Der Killer ermordet den Arzt, wird aber anschließend von Jones getötet. Dabei überrascht sie der örtliche Zeitungsredakteur, der Sohn Rigbys. Die Unterlagen von XIII versetzen Rigby und den Sheriff wegen des Tages, an dem XIIIs Vater Jonathan Fly in seinem Haus verbrannte, in Panik. La Mangouste stellt sich ihnen als Captain des FBI vor und verspricht, XIII mitzunehmen und alle Probleme mit ihm zu lösen. Doch Jones hat XIII bereits aus der Zelle befreit, am Hinterausgang der Polizeiwache beginnt eine Schneemobilspur.