Die Liste der in der NS-Zeit verfolgten und vertriebenen Wissenschaftler der Philosophischen Fakultät der Goethe-Universität verdeutlicht die gravierenden Verluste an Dozenten dieser Fakultät meist schon direkt nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten. Diese Verluste „wurden aber von den neuen Machthabern und Vertretern der Universität als weniger einschneidend angesehen, da die Geisteswissenschaften, so meinte man, dem neuen Staat ohnehin wenig handgreiflichen Nutzen stiften könnten“.Notker Hammerstein: Die Johann Wolfgang Goethe Universität Frankfurt am Main, Band I, S. 319

Das Schicksal jüdischer und/oder politisch missliebiger Wissenschaftler Zum Hintergrund der Verfolgungen und Vertreibungen sowie zu deren administrativen Absicherungen siehe:

Kurzbiographien Für die folgenden Mitglieder der Philosophischen Fakultät der Goethe-Universität (JWGU) liegen Kenntnisse über ihre Verfolgung durch die Nationalsozialisten vor:

Theodor W. Adorno – Ernst Beutler – Martin Buber – Hans Cornelius – Francis Curtis – Nahum Norbert Glatzer – Heinz Guttfeld – Fritz Heinemann – Max Horkheimer – Rudolf Imelmann – Adolf Ellegard Jensen – Ernst Kantorowicz – Ulrich Leo – Hermann Lismann – Carl Mennicke – Ernst Erich Noth – Martin Plessner – Kurt Rheindorf – Kurt Riezler – Erwin Rousselle – Walter Ruben – Guido Schoenberger – Martin Sommerfeld – Georg Swarzenski – Paul Tillich – Ernst Vatter – Gotthold Weil – Hans Weil – Max Wertheimer

Soweit nachfolgend keine anderen Quellen benannt sind, beruhen die Grundinformationen zu allen Kurzbiographien auf dem Buch Die Juden der Frankfurter Universität von Renate Heuer und Siegbert Wolf.