Arlequin (auch ) ist eine fünfköpfige J-Rock-Band, die 2013 in Tokio, Japan, gegründet wurde. Sie steht in der Tradition von Visual Kei.

Geschichte Mit der Gründung von Arlequin war der Anspruch verbunden, sich als Band einer neuen Generation des Nagoya Kei, eines in den frühen Neunzigerjahren entstandenen düsteren Subgenres von Visual Kei, zu profilieren. Als Vorbilder dafür fungierten Bands wie Kuroyume, ROUAGE und Laputa., realsound.jp (16. April 2018), abgerufen am 2. Juli 2021.

Der Name der Band entspricht dem französischen Begriff für Harlekin, eine clowneske Bühnenfigur, deren Ursprünge häufig in der Theatertradition der italienischen Commedia dell’arte verortet werden. Gemäß Eigenaussagen der Mitglieder wurde er gewählt, um dem Image der Band einen Anstrich des „Exzentrischen“ und „Toxischen“ zu verleihen., ViSULOG (2013), abgerufen am 4. Juli 2021.

Die Anfänge von Arlequin waren von schnellem Erfolg gekrönt: Ihre erste Single Arlequin (2013) erreichte Platz 7 der Oricon Singles Chart, und bereits innerhalb eines Jahres nach ihrer Gründung gelang es der Band, ein Konzert in der Shibuya Public Hall auszuverkaufen, laut verschiedenen Medien so schnell, wie es in den vorangegangenen Jahren keiner anderen Band gelungen war., okmusic.jp (19. Januar 2015), abgerufen am 4. Juli 2021., diskgarage.com (3. Februar 2016), abgerufen am 4. Juli 2021.

Im April 2019 sprach ein japanisches Musikmagazin Arlequin und der befreundeten Band DEZERT das Potenzial zu, wie früher X Japan und Luna Sea oder Dir En Grey und Pierrot zu den „beiden Großen“ der jüngsten Visual Kei-Generation aufsteigen zu können., realsound.jp (5. April 2019), abgerufen am 4. Juli 2021.

Neben einer Vielzahl an Singles und EPs haben Arlequin bis heute fünf Alben veröffentlicht: Near Equal (2014), Utopia (2016), Bless (2018, Mini-Album), The Laughing Man (2020) und Monster (2022). 2017 (Kachikan no Chigai wa Yuiitsu no Sukuidatta) und 2021 (Pieces) erschienen zudem Best-of-Alben.Unter anderem Referenz für gesamtes Kapitel „Diskografie“: Arlequin Discography, jpopasia.com, abgerufen am 4. Juli 2021. Gegenwärtig steht die Band unter Vertrag beim Indie-Label Goemon Records.

Arlequin unternahmen regelmäßig größere Tourneen durch Japan und veröffentlichten mehrere Live-DVDs. Im Juli 2016 musste Sänger Aki sich von geplanten Live-Auftritten zurückziehen, um sich von einer chronischen Stimmbandentzündung, die auf eine Überbeanspruchung seiner Stimme zurückzuführen war, zu erholen.Arlequin’s vocalist Aki will be absent from performances due to vocal cord inflammation, jrocknews.com (28. Juni 2016), abgerufen am 4. Juli 2021.

Stil Arlequin spielen einen konventionellen poppigen J-Rock, durchmengt mit Metalcore-Elementen (harte und schnelle Gitarrenriffs, Growling-Einlagen). Die Themen ihrer Songs sind häufig melancholisch sowie von gesellschaftskritischer und provokatorischer Prägung (Dame Ningen, Omit, Makka na Uso). Die Lyrics sind größtenteils in Japanisch gehalten, mit seltenen englischen Passagen.

Wie für Visual Kei-Bands üblich, liegt der Fokus von Arlequin stark auf einer extravaganten, polierten und häufig variierenden Optik, die in einer Vielzahl von Musikvideos und anderen visuellen Medien präsentiert wird., ure.pia.co.jp (29. Januar 2017), abgerufen am 4. Juli 2021. Entsprechend ihrem Bandnamen präsentieren sich die Mitglieder fast ausschließlich stark geschminkt und in bunten, clownesken Kostümen, wobei Sänger Aki die Rolle eines weinenden Clowns mimt. Ein wichtiges visuelles Leitmotiv, der Zirkus, kam auch schon in größerem Stil bei der Bühnendekoration anlässlich von Liveshows zum Tragen.Arlequin recaps first show in 8 months on circus-themed stage, jrocknews.com (21. November 2020), abgerufen am 4. Juli 2021.

Diskografie Alben und Mini-Alben 2014: Near Equal 2016: Utopia 2018: Bless 2020: The Laughing Man 2022: Monster

Kompilationen 2017: Kachikan no Chigai wa Yuiitsu no Sukuidatta () 2021: Pieces

Singles und EPs 2013: Arlequin 2014: -eseringo- 2014: Eclipse 2014: Stella () 2014: Hakaana (墓穴) 2014: Ichijiku () 2015: Dilemma () 2015: All I Need 2015: Douke no Hana () 2015: Qualia () 2016: Paranoia 2016: Karma () 2017: Kageboushi () 2017: Makka na Uso () 2017: Puzzle 2018: Exist 2019: Razzle-dazzle () 2019: Anima 2020: Ikari () 2020: Veludo () 2021: Sekai no Owari to Yoake Mae () / Siren () 2022: Monster 2022: Libra 2022: Pictures

Weblinks Offizielle Webpräsenz (japanisch)

Einzelnachweise

Kategorie:J-Rock-Band Kategorie:Japanische Band