mini|Pavillon Tschehel Sotun (Vierzig Säulen), Qazvin Qazvin oder Kaswin ( [])Wikipedia:Namenskonventionen/Arabisch#Persische Transkription. ist eine Stadt in Iran, die von 1548 bis 1598 Hauptstadt des Safawiden-Reiches war. Heute ist Ghazwin Hauptstadt der gleichnamigen Provinz und hat über 380.000 Einwohner (Stand 2010).

Geografische Lage Ghazwin liegt knapp 180 km nordwestlich von Teheran. Die Stadt liegt auf einer Höhe von . Die Winter sind kühl und trocken, die Sommer hingegen heiß.

Geschichte Archäologische Funde weisen auf eine Besiedlung seit 9000 Jahren hin. Der Name Ghazwin soll sich von dem Wort Cas ableiten. Die Chasaren waren ein Volk, das auch dem Kaspischen Meer seinen Namen gab. Gegründet wurde das heutige Ghazwin wahrscheinlich von Schapur II. als Burg mit dem Namen Schad Schapur.

644 wurde Ghazwin von den Arabern gestürmt. Im Zuge der Mongolischen Invasion im 13. Jahrhundert fiel die Stadt den Mongolen zu. Von 1548 bis 1598 war Ghazwin Hauptstadt der Safawiden.

In den beiden Weltkriegen wurde Ghazwin von der Sowjetunion bombardiert. 1921 führte Reza Schah Pahlavi eine Kavallerieeinheit von Ghazwin zum Putsch nach Teheran und begründete die Pahlavi-Dynastie.

Im Jahr 1994 kam es in Ghazwin zu Protesten gegen das klerikale iranische Regime.www.refworld.org.

2023 wurden die alten traditionellen Gärten von Qazvin in die Liste der Globally Important Agricultural Heritage Systems der FAO aufgenommen.Ancient Traditional Gardens of Qazvin Bāghestān, Iran auf der Webpräsenz des GIAHS-Programms der FAO, abgerufen am 2. März 2025

Verkehr Ghazwin liegt an der Autobahn zwischen Teheran und Täbriz.

Die Stadt liegt weiter an der Bahnstrecke Teheran–Täbris. Ihr Bahnhof wird zu einem Abzweigbahnhof für die zurzeit im Bau befindliche Bahnstrecke Ghazwin–Astara(–Aserbaidschan) ausgebaut. Sie soll zwischen Ghazwin und Rascht 2017 eröffnet werden. (persisch)

Klima

Sehenswürdigkeiten mini|Moschee in Qazvin Als ehemalige Hauptstadt der Safawiden besitzt die Stadt mehr als 2000 architektonische und archäologische Stätten.

Freitagsmoschee von Qazvin Heydarieh-Madrasa Imamzade Hossein Karawanserei von Sa'd al-Saltaneh Nabi-Moschee Pavillon Tschehel Sotun Meimoon Ghal'eh Stadttore von Qazvin

Söhne und Töchter der Stadt Ibn Madscha (824–887), islamischer Gelehrter und Schriftsteller, bedeutender Sammler von Hadithen (Aussprüchen des Propheten Mohammed) Al-Qazwīnī (* um 1203; † 1283), Arzt, Astronom, Geograph und früher Science-Fiction-Autor Hamdallah Mustaufi (um 1281–1344), Historiker und Geograph ʿUbaid-i Zākānī (1301–1371), Dichter und Prosaiker Mir Emad Ghazvini (1554–1615), Kalligraph Goharschad Ghazvini († 1628), Kalligraphin und Kalligraphielehrerin Qurrat al-ʿAin (1814–1852), Dichterin und Märtyrerin des Babismus Parwis Taslimi (* 1919), Chemieingenieur Abdul Hussein Taslimi (* 1921), Märtyrer des Bahaitums Monir Shahroudy Farmanfarmaian (1922–2019), bildende Künstlerin Manuchehr Taslimi (1923–1998), Beamter Mohammad Mehdi Yaghoubi (1930–2021), Ringer und Olympiateilnehmer Ebrahim Yazdi (1931–2017), Politiker Mohammad Ali Radschai (1933–1981), Politiker Reza Shabani (* 1938), Historiker Mohammad-Karim Chodapanahi (* 1941), Psychologe und Politiker sowie Außenminister des Iran Ibrahim Javadi (* 1943), Ringer Sohrab Shahid Saless (1944–1998), Filmregisseur und Drehbuchautor Dschamal Karimi-Rad (1956–2006), Politiker Shirin Neshat (* 1957), Videokünstlerin und Filmemacherin Akbar Gandschi (* 1960), Journalist, Schriftsteller und Soziologe Madjid Khaladj (* 1962), Musiker und Tombak-Virtuose Hassan Roudbarian (* 1978), Fußballspieler Ehsan Naser Lashgari (* 1985), Ringer Mehran Barkhordari (* 2000), Taekwondoin

Siehe auch Liste der Großstädte in Iran

Weblinks

Einzelnachweise

Kategorie:Provinzhauptstadt in Iran Kategorie:Elburs-Gebirge

Kategorie:Ehemalige Hauptstadt (Iran) Kategorie:Ort in der Provinz Qazvin