Die 26 Eisenbahner-Baugenossenschaften (EBG) sind anerkannte Selbsthilfeeinrichtungen der Deutschen Bahn AG.

Geschichte Die Eisenbahner-Baugenossenschaften entstanden in der Zeit der Wohnungsnot des frühen 20. Jahrhunderts. Eisenbahner sollten durch Erbringung eigener Leistungen vergünstigten Wohnraum in der Nähe ihrer Arbeitsplätze erhalten. Ein Beispiel für eine Eisenbahnersiedlung aus dieser Zeit ist die Siedlung Bahnheim in Kaiserslautern.

Nach dem Zweiten Weltkrieg förderte die Deutsche Bundesbahn die Eisenbahner-Baugenossenschaften, indem sie ihnen Erbbaurechte auf ihren Grundstücken zu vergünstigten Konditionen erteilte; im Gegenzug erwarb die Bundesbahn Belegungsrechte und konnte so die Genossenschaftswohnungen mit Bahnbediensteten belegen. Mit der Bahnreform sind die Belegungsrechte an den Genossenschaftswohnungen auf das Bundeseisenbahnvermögen übergegangen. Heute stehen die Eisenbahner-Baugenossenschaften sämtlichen Personen offen, eine Beschäftigung bei der Bahn ist nicht erforderlich.

Seit der Bahnreform sind zahlreiche ehemalige Eisenbahner-Baugenossenschaften durch Erwerb der Grundstücke und Ablösung der Erbbaurechte aus der betrieblichen Sozialversorgung ausgeschieden. An 26 Eisenbahner-Baugenossenschaften besitzt das Bundeseisenbahnvermögen bis heute Belegungsrechte und kann diese mit Bahnbeamten und Mitarbeitern der Deutschen Bahn AG belegen.

Liste von Eisenbahner-Baugenossenschaften mini|alternativtext=Foto zeigt türkises Haus schief von vorne|Die Eisenbahner-Wohnungsgenossenschaft in Hof

Siehe auch Wohnhof der Eisenbahner-Baugenossenschaft Dresden

Kategorie:Deutsche Bahn AG