Trautenfurt (fränkisch: DraudnfuatR. Schuh: Gunzenhausen, S. 310. Dort nach den Regeln des HONB folgendermaßen transkribiert: „draǫdnfuɘTh“.) ist ein Gemeindeteil der Stadt Spalt im Landkreis Roth (Mittelfranken, Bayern). Trautenfurt liegt in der Gemarkung Fünfbronn.

Geografie Die Einöde liegt an der Fränkischen Rezat und ist im Norden wie auch im Süden von bewaldeten Anhöhen umgeben. Die Staatsstraße 2223 führt der Rezat entlang nach Spalt (2,3 km südöstlich) bzw. nach Nagelhof (0,8 km nordwestlich).

Geschichte Erstmals urkundlich erwähnt wurde der Ort um 1300 als „molendi[um] inferi[us]“ (= untere Mühle) in Abgrenzung zur rezataufwärts gelegenen Mühle Hohenrad. 1407 wurde sie „Trettenfurt“ genannt, 1719 erstmals „Trautsfurth“. Der Ortsname bezeichnete eine „Furt, durch die man treten kann“, d. h. leicht passierbar ist. Der Ort lag im Fraischbezirk des eichstättischen Pflegamtes Wernfels-Spalt. Grundherr der Mühle war das Kastenamt Spalt.R. Schuh: Gunzenhausen, S. 310f.J. K. Bundschuh: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken, Bd. 5, Sp. 574.

Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde Trautenfurt dem 1808 gebildeten Steuerdistrikt Fünfbronn und der 1811 gegründeten Ruralgemeinde Fünfbronn zugeordnet. Im Rahmen der Gebietsreform in Bayern wurde die Gemeinde am 1. Juli 1972 nach Spalt eingegliedert.

Einwohnerentwicklung Jahr 1818 1840 1861 1871 1885 1900 1925 1950 1961 1970 1987 2018Einwohner 13 8 18 12 9 9 7 8 3 4 3 2HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. Im Jahr 1818 wurden diese als Feuerstellen bezeichnet, 1840 als Häuser, 1871 bis 1987 als Wohngebäude. 3 1 2 2 1 1 2 2 Quelle

Religion Der Ort ist römisch-katholisch geprägt und bis heute nach St. Emmeram (Spalt) gepfarrt. Die Einwohner evangelisch-lutherischer Konfession sind nach St. Michael (Fünfbronn) gepfarrt.

Literatur

Weblinks

Fußnoten

Kategorie:Einzelsiedlung im Landkreis Roth Kategorie:Ortsteil von Spalt Kategorie:Ersterwähnung 1300