Löhmar ist ein Gemeindeteil der Stadt Schwarzenbach am Wald im Landkreis Hof (Oberfranken, Bayern). Der Ort liegt in der Gemarkung Löhmar.

Geografie Das Dorf befindet sich in nordwestlicher Hanglage auf einer Hochfläche, die zwischen den Tälern der Wilden Rodach im Südosten und der Zegast im Nordwesten liegt. Eine Gemeindeverbindungsstraße führt nach Schwarzenstein (2,5 km nordöstlich). Ein Anliegerweg führt nach Zuckmantel (0,5 km nordöstlich).

Geschichte Zur Realgemeinde Löhmar gehörten Löhmarmühle, Oberleupoldsberg, Schmölz, Schübelhammer, Überkehr, Unterleupoldsberg, Viceburg und Zuckmantel. Gegen Ende des 18. Jahrhunderts bestand Löhmar aus 16 Anwesen. Die Hochgerichtsbarkeit sowie die Dorf- und Gemeindeherrschaft hatten das bayreuthische Verwaltungsamt Schwarzenbach am Wald, das Rittergut Schwarzenstein, Rittergut Schwarzenbach und das Rittergut Lippertsgrün gemeinsam inne. Grundherren waren das Verwaltungsamt Schwarzenbach (3 Gütlein) und das Rittergut Schwarzenstein (Oberes Schloss: 2 Frongüter, 1 halbes Frongut, 5 Häuser; Unteres Schloss: 4 Frongüter, 1 Tropfhaus).M. Körner: Naila, S. 294.

Von 1797 bis 1810 unterstand Löhmar dem Justiz- und Kammeramt Naila. Nachdem im Jahr 1810 das Königreich Bayern das Fürstentum Bayreuth käuflich erworben hatte, wurde der Ort bayerisch. Infolge des Ersten Gemeindeedikts wurde Löhmar dem 1812 gebildeten Steuerdistrikt Bernstein zugewiesen. Zugleich entstand die Ruralgemeinde Löhmar. Zu dieser gehörten die Orte Hühnergrund, Löhmarmühle, Oberleupoldsberg, Oberschmölz, Schübelhammer, Überkehr, Unterleupoldsberg, Unterschmölz und Zuckmantel. Sie war in Verwaltung und Gerichtsbarkeit dem Landgericht Naila zugeordnet und in der Finanzverwaltung dem Rentamt Lichtenberg (1919 in Finanzamt Lichtenberg umbenannt, seit 1955 Finanzamt Naila). Ab 1862 gehörte Löhmar zum Bezirksamt Naila (1939 in Landkreis Naila umbenannt). Die Gerichtsbarkeit blieb beim Landgericht Naila (1879 in Amtsgericht Naila umgewandelt). Die Gemeinde hatte 1964 eine Gebietsfläche von 4,806 km². Am 1. April 1971 wurde die Gemeinde Löhmar im Zuge der Gebietsreform in Bayern nach Schwarzenbach am Wald eingemeindet.

Einwohnerentwicklung Gemeinde Löhmar Jahr 1819 1840 1852 1855 1861 1867 1871 1875 1880 1885 1890 1895 1900 1905 1910 1919 1925 1933 1939 1946 1950 1952 1961 1970Einwohner 332 465 530 545 551 505 509 503 534 483 459 482 466 456 430 396 382 339 314 376 326 305 265 228HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. 1799 werden diese als Häuser bezeichnet, von 1871 bis 1987 als Wohngebäude. 65 67 65 63 70 66 68 Quelle Für die Gemeinde Löhmar zuzüglich Hühnergrund (S. 55), Leupoldsberg (S. 70), Oberschmölz (S. 89), Schübelhammer (S. 112), Uiberkehr (S. 127) und Unterschmölz (S. 129).

Ort Löhmar Jahr 1799 1819 1861 1871 1885 1900 1925 1950 1961 1970 1987 2020Einwohner 75 138 171 154 159 146 119 106 84 70 65 31Häuser 13 24 23 24 21 23 25 Quelle J. K. Bundschuh: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken, Bd. 3, Sp. 388.

Religion Löhmar ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und bis heute nach Schwarzenbach am Wald gepfarrt.

Literatur

Weblinks

Fußnoten

Kategorie:Geographie (Schwarzenbach am Wald) Kategorie:Ort im Landkreis Hof Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Landkreis Hof) Kategorie:Gemeindegründung 1812 Kategorie:Gemeindeauflösung 1971