Czarnogoździce (deutsch Zwornogoschütz) ist ein Dorf in der Landgemeinde Krośnice im Powiat Milicki der Woiwodschaft Niederschlesien in Polen.

Geographische Lage Czarnogoździce liegt fünf Kilometer südöstlich der Kreisstadt Milicz (Militsch) und vier Kilometer nordwestlich von Krośnice (Kraschnitz). Durch den Ort verläuft die Droga wojewódzka 448 von Milicz nach Krośnice. Ein Bahnanschluss besteht nicht.

Geschichte In Zwornogoschütz gab es ein Gut, das im 18. und 19. Jahrhundert u. a. den Familien Pogrell, Eberz und Woyrsch gehörte.

Im Jahr 1874 wurden die Landgemeinde Zwornogoschütz und der Gutsbezirk Zwornogoschütz dem neu gebildeten Amtsbezirk Melochwitz im Kreis Militsch zugeordnet.Rolf Jehke: Amtsbezirk Hohenwarte (Schlesien) auf territorial.de Wenig später gelangten die beiden Verwaltungseinheiten in den Amtsbezirk Zwornogoschütz. 1928 wurde der Gutsbezirk an die Landgemeinde angeschlossen. 1936 wurde Zwornogoschütz im Rahmen der ideologisch motivierten Germanisierung slawischstämmiger Ortsnamen in „Hohenwarte (Schlesien)“ umbenannt. Bis zu seinem Tod im Jahr 1938 gehörte das Gut dem Landschaftsdirektor Siegfried von Grolman.

Nach Ende des Zweiten Weltkrieges wurde der Ort im Sommer 1945 zusammen mit fast dem gesamten Schlesien von der sowjetischen Besatzungsmacht unter polnische Verwaltung gestellt. Die einheimische deutsche Bevölkerung wurde in der Folgezeit vertrieben. Im Dezember 1947 erhielt der Ort den polnischen Namen Czarnogoździce.Durch die Rozporządzenie Ministrów: Administracji Publicznej i Ziem Odzyskanych z dnia 9 grudnia 1947 r. o przywróceniu i ustaleniu urzędowych nazw miejscowości (Verordnung des Ministeriums für die öffentliche Verwaltung und die wiedergewonnenen Gebiete vom 9. Dezember 1947 über die Wiederherstellung und Bestimmung der offiziellen Ortsnamen) Er gehörte nun zum Powiat Milicki. Das Gut wurde vom Państwowe gospodarstwo rolne Milicz (Staatlicher Landwirtschaftlicher Betrieb Milicz) übernommen. 1992 wurde der Gutshof von einem privaten Investor gekauft.

Amtsbezirk Zwornogoschütz/Hohenwarte (bis 1945) Der Amtsbezirk Zwornogoschütz wurde vor 1900 im Kreis Militsch eingerichtet. Er war vorher Teil des Amtsbezirks Melochwitz. Ihm gehörten die unten aufgeführten Landgemeinden (LG) und Gutsbezirke (GB) an. Die Landgemeinden hießen seit 1935 Gemeinden (G). Im Jahr 1936 erfolgte die Umbenennung in Amtsbezirk Hohenwarte (Schlesien).

Name Änderungsname Bemerkungen Frankenthal (LG) 1937 zur G Mühlhagen Melochwitz (LG u. GB) Mühlhagen (seit 1936) 1928 wurde der GB in die LG eingemeindet Schwiebedawe (LG u. GB) Frankenberg (seit 1925) 1928 wurde der GB in die LG eingemeindet Zwornogoschütz (LG u. GB) Hohenwarte (Schlesien) (seit 1936) 1928 wurde der GB in die LG eingemeindet

Bevölkerungsentwicklung Jahr Einwohner Anmerkungen 1830 140 Davon drei Katholiken 1845 153 Davon sechs Katholiken 1910 147 Landgemeinde: 73, Gutsbezirk: 74 1933 153 1939 145 2011 157 Volkszählungsdaten vom 31. März 2011 auf stat.gov.pl

Weblinks Czarnogoździce, Artikel von Damian Dąbrowski auf palaceslaska.pl von Mai 2014 (polnisch)

Einzelnachweise

Kategorie:Ort der Woiwodschaft Niederschlesien Kategorie:Gmina Krośnice