Spektrum () ist ein Roman des russischen Schriftstellers und Psychiaters Sergei Wassiljewitsch Lukjanenko. Der Roman wurde in Russland 2002 veröffentlicht. In Deutschland erschien er 2007 im Heyne Verlag, übersetzt wurde er von Christiane Pöhlmann. Der Roman handelt in einer fiktiven Welt, in der Aliens, Schliesser genannt, Tore zu anderen Planeten auf der Erde zur Verfügung stellen. Als Bezahlung verlangen die Schliesser vom Reisenden eine Geschichte. Die Hauptfigur, Martin Dugin, ist ein Detektiv, der sich darauf spezialisiert hat durch die Tore zu gehen und in fremden Welten Personen zu suchen. Er erhält den Auftrag eine junge Frau, Irina Poluschkina, zu suchen. Seine Suche führt ihn durch sieben Welten, die im Buch durch die Abschnitte Rot, Orange, Gelb, Grün, Blau, Indigo und Violett gekennzeichnet sind.
Handlung
Die Hauptfigur Martin Dugin lebt im Moskau des 21. Jahrhunderts. Aliens, die sich Schließer nennen, kamen auf die Erde und haben Tore installiert, die die Reise zu anderen Welten ermöglichen. Martin hat die Fähigkeit die Tore der Schließer zu nutzen, um auf anderen Welten Aufträge durchzuführen. Er erhält den Auftrag eine junge Frau zu suchen, die Irina Poluschkina heißt. Er durchreist auf der Suche nach Irina Poluschkina sieben Welten, in denen er die junge Frau jeweils auch findet, allerdings stirbt sie immer, bevor er sie zurück zur Erde bringen kann. Rot Martin hatte den Auftrag einen Mörder zu suchen. Diesen hat er gefunden und in einer Auseinandersetzung getötet. Er kehrt aus der fremden Welt zurück, durch ein Tor der Schließer, in seine Heimat Moskau in Russland auf dem Planeten Erde. Dem Schließer, der das Tor bewacht, erzählt er die Geschichte seiner Verfolgungsjagd. An einem Montagmorgen nach seiner Rückkehr empfängt Martin einen neuen Klienten: Ernesto Semjonowitsch Poluschkin. Er bittet Martin darum seine 17-jährige Tochter zurückzubringen, die drei Tage zuvor durch eines der Tore der Schließer gegangen und nicht zurückgekehrt ist. Martin erzählt eine Geschichte über den Traum eines Mannes und erhält die Passage durch das Tor. Martin wählt die Welt Bibliothek als erstes Ziel seiner Suche. Als erstes trifft Martin auf einen Menschen, namens David, und einem Geddar, Kadrach, die sich als die Verwaltung Bibliotheks bezeichnen. Martin erkundigt sich nach Irina und erfährt, dass diese in Richtung Westen zum Dorf Enigma aufgebrochen ist. Martin wandert nach Enigma und campt dabei eine Nacht. Martin unterhält sich in Enigma mit dem Direktor Klim und speist mit der Dorfgemeinschaft. Er erfährt, dass Irina dort angekommen ist und zurzeit auf einer Forschungsexkursion ist. Von dieser kehrt Irina erfolglos zurück und begegnet Martin. Martin bespricht mit Irina, ob diese mit ihm zur Erde zurückkehren will, jedoch bevor Irina eine Entscheidung trifft wird sie von einem Kchannan tödlich verletzt. Martin tötet den Kchannan. Kurz bevor Irina tot ist, flüstert sie Martin eine Botschaft zu aus sechs Buchstaben und einer Zahl. Martin kehrt zurück nach Hauptstadt und bespricht sich dort mit David und Kadrach. Anschließend benutzt Martin das Tor der Schließer, wobei er eine bildhafte Geschichte über die Menschen und das Universum erzählt. Orange Zurück auf der Erde veranstaltet Martin ein Abendessen für seinen Onkel und seinen kleinen Bruder. Martin benutzt das Tor der Moskauer Station und erzählt eine Geschichte über die Neugier. Martin wählt als nächstes Ziel seiner Reise Prärie 2. Martin spricht mit einem Kuhhirten vor der Station der Schließer. Dann bricht er nach New Hope auf. In New Hope meldet sich Martin als erstes beim Sheriff Glenn. Dort erfährt er, dass Irina auf Prärie 2 war und sich auch beim Sheriff gemeldet hat nach ihrer Ankunft. Anschließend nimmt Martin sich ein Hotelzimmer im Hotel „Diligence“ und besucht den Saloon „Vorletzte Ruhe“, wo er sich mit dem Barmann, einem Cowboy und einem Indianer, Jim, unterhält. Er erfährt, dass Irina zur alten Stadt gebracht wurde von Jim. Jim bringt Martin zu den Ruinen bei der Silbermine, wo die Wissenschaftler sind und die Ruinen erforschen. Martin spricht mit den Wissenschaftlern Anna und Gabriel, die ihm verraten, dass Irina an diesem Morgen in die Stadt New Hope zurückgekehrt ist, jedoch scheinbar noch lebt. Daraufhin fährt Gabriel Martin zurück in die Stadt New Hope. In New Hope geht Martin in den Saloon „Vorletzte Ruhe“ und trifft dort die lebendige Irina. Diese will nicht auf die Erde zurückkehren, ist aber bereit einen Brief an ihre Eltern zu schreiben. Vier Kopfgeldjäger betreten den Saloon. Sie wollen einen kleinen Cowboy gefangen nehmen. Dieser eröffnet zu seiner Verteidigung das Feuer. Irina wird im Kugelhagel der Schießerei getötet. Der Sheriff Glenn nimmt Martin gefangen. Martin wird wieder freigelassen. Martin bespricht mit Sheriff Glenn den Fall von Irina. Martin geht zur Station der Schließer auf Prärie 2 und erzählt eine Geschichte über Fahnen. Der Schließer verabschiedet Martin mit einer Anekdote über die Aranker. Martin verweilt in der Station der Schließer und nimmt dort ein Bad, ehe er durch das Tor geht.
Gelb Martin entscheidet sich auf den Planeten Arank zu reisen. Dort genießt er zunächst ein Essen in einem Restaurant. Mittels eines arankischen Informatoriums sucht Martin nach Irina und stellt fest, dass diese unter falschem Namen, als Galina Groschewa auf Arank eingereist ist und jetzt in Tirianth verweilt. Das Informatorium explodiert nach Martins Benutzung. Martin lernt den arankischen Jungen Hatti kennen, der den Terroranschlag beobachtet hat. Martin lernt Hr. Lergassi-kan kennen und sie sprechen über den Terroranschlag. Martin bricht mit einem Flugzeug nach Tirianth auf. Martin trifft Irina in einem Forschungslabor, in dem sie arbeitet. Irina erklärt, dass sie eine Theorie hat, nach der sieben identische Kopien von ihr existieren. Ein Kollege von Irina, Adeass-kan, attackiert Martin und verletzt sich selbst und Irina dabei tödlich. Irina versucht mit Hilfe einer Maschine die Seele des sterbenden Adeass-kan und die eigene Seele zu messen. Dieses letzte Experiment von Irina scheitert. Hr. Lergassi-kan wickelt zusammen mit den tirianthischen Behörden die Ermittlungen über den Vorfall ab. Martin wird als Opfer von Adeass-kan anerkannt und erhält dessen Besitztümer als Ausgleich für das ihm widerfahrene Unrecht. Martin betritt die Station der Schließer in Tirianth und erzählt dem Schließer eine Geschichte über die Seele eines Menschen und die Begegnung mit Gott. Er übernachtet in der Station der Schließer und geht am nächsten Tag durch das Tor auf die Erde nach Moskau. Bei seiner Rückkehr in sein Apartment wartet Juri Sergejewitsch in Martins Arbeitszimmer auf Martin. Dieser befragt Martin zu seinen Ermittlungsergebnissen in Bezug auf Irina Poluschkina.
Grün Martin trifft sich mit seinem Auftraggeber, Ernesto Poluschkin und berichtet seine Nachforschungsergebnisse. Der Hund der Familie heißt Bart, benannt nach dem Charakter aus der Serie „Die Simpsons“ und Martin schließt daraus, dass der Name ein Hinweis auf den Planeten Marge ist. Martin begibt sich zur Moskauer Station. Seine erste Geschichte wird abgelehnt. Seine zweite Geschichte handelt von einem jungen Mann, der erwachsen wird und den Sinn des Lebens sucht. Im Warteraum wird er zunächst in eine Konfrontation zwischen Wartenden involviert. Er trifft dort auch den Geddar Kadrach von Bibliothek, der ihm eröffnet, dass sein Kchannan Irina getötet hat, aber gegen seinen Willen. Martin und Kadrach besprechen Irinas Fall und sie beschließen zusammenzuarbeiten. Martin geht zusammen mit Kadrach durch das Tor nach Marge. Als Erstes müssen Martin und Kadrach die Einreisformalitäten erledigen. Martin hat einen Freund unter den Dio-Daos namens Herbstgeborener. Martin und Kadrach besuchen Herbstgeborener. Herbstgeborener ist kurz vor seinem Tod und hat ein Kind namens Den-Der-Freund-Fand. Martin befragt Herbstgeborener zu Irina und erfährt, dass Irina auf Marge ist und ins Tal Gottes gegangen ist. In derselben Nacht kommt das Kind von Herbstgeborener, Den-Der-Freund-Fand, zur Welt und Herbstgeborener stirbt. Sie schlafen eine Nacht. Mit dem Zug reisen Den-Der-Freund-Fand, Kadrach und Martin zum Tal Gottes. Sie begeben sich in die kleine Stadt, die auf einem Steinplateau vor dem Tal Gottes liegt. Martin befragt zwei Menschen Claus und Elsa, welche Holländer sind, zum Verbleiben von Irina. Das Ehepaar kann ihm nicht helfen. Martin geht danach in das Tal Gottes. In einem Tempel des ThaiGeddars, der Gott der Geddar und ihrer Religion der Gat’tscher, findet er Irina. Irina hatte vor sich zu opfern, um gemäß dem Glauben der Geddarn wiederaufzuerstehen. Die Priester verweigerten jedoch den Ritualmord, weil Frauen dem ThaiGeddar nicht dienen dürfen. Kadrach betritt den Tempel des ThaiGeddars der Dio-Daos. Er fühlt sich schwer verletzt durch die Interpretation der Dio-Daos seines Glaubens. Als Zündfunke dient die Schwangerschaft eines hermaphroditen Dio-Dao ThaiGeddar Priesters, denn Frauen dürfen dem ThaiGeddar nicht dienen. Kadrach tötet mit seinem Schwert den Priester. Dann nimmt Irina ein Schwert und schlägt auf Kadrach ein und verletzt ihn tödlich. Schließlich rutscht Irina auf einer Blutlache aus und fällt auf eine Schwertklinge und stirbt. Den-Der-Freund-Fand stößt hinzu und führt ihn aus dem Tempel heraus. Martin geht zwei Tage später, nach Erledigung aller Formalitäten, zur Station der Schließer. Er setzt die Geschichte über den Sinn des Lebens fort, die er auf der Hinreise begonnen hat.
Blau Martin kehrt nach Moskau zurück und wird an der Moskauer Station von Juri Sergejewitsch abgefangen. In einem langen Gespräch bittet Juri Martin sich fortan aus der Sache mit Irina herauszuhalten und droht ihn zu verhaften, falls er nicht aufhört nach ihr zu suchen. Zuhause führt Martin zwei Telefonate mit Ernesto Poluschkin und seinem Onkel. Als Martin die Post sortiert findet er einen Brief von Irina und er liest ihn. Sie fordert ihn auf sie in der nächsten Welt zu suchen. Über den Namen des Hundes schließt Martin auf den Planeten Bessar, dieser ist ein roter Planet. Martin begibt sich zur Moskauer Station und erzählt dem Schließer eine Geschichte über das Vertrauen. Martin geht durch das Tor nach Bessar. Martin trifft unmittelbar vor der Station der Schließer Irina Poluschkina. Irina reist mit einer U-Boot-artigen Kugel durch die geleeartige Masse, die ganz Bessar bedeckt. Irina ist gemeinsam mit einem Bessarianer namens Pawlik unterwegs. Martin steigt in die Transportkapsel und taucht mir Irina und Pawlik in die Geleemasse ab. Auf dem Grund ziehen sich Irina und Martin in ein Zimmer in einer hölzernen Pyramide zurück. Irina und Martin diskutieren Irinas Theorie zur Herkunft der Schließer und des Transportnetzes. Irina eröffnet ihren Plan am nächsten Tag zur Welt der Schließer aufzubrechen mit einem Raumschiff der Bessarianer. Abends führt Martin ein langes, philosophisches Gespräch mit Pawlik. Martin verbringt die Nacht mit Irina. Am nächsten Tag starten Martin, Pawlik und Irina ihre Reise in das Weltall. Außerdem nimmt Petenka an der Mission teil. Irina teilt Martin mit, dass die anderen beiden Kopien ihrer selbst sich auf Scheali und Talisman befinden. Das Raumschiff erreicht Gamma Capella, das Sonnensystem, das die Bessarianer für die Herkunftswelt der Schließer halten. Die Scans des Sonnensystems ergeben jedoch keine Anzeichen von Zivilisation auf den Planeten von Gamma Capella. Die Scans finden aber eine Flotte schwarzer Raumschiffe die einen Planeten umkreisen. Pawlik will die Flotte der schwarzen Raumschiffe vernichten. Martin schießt auf Pawlik und Petenka, dabei trifft er Irina und Irina stirbt. Es kommt zu einer Kollision des Raumschiffes und Martin verliert das Bewusstsein.
Indigo