Was ich nicht weiß, macht mich nicht heiß ist ein deutsches Sprichwort. Es stammt aus einem Gedicht von Johann Wolfgang Goethe.

Geschichte Bereits im Mittelalter gab es Redewendungen mit einem ähnlichen Inhalt: Daz ich niht enweiz, daz ist mir ouch kein schade [Was ich nicht weiß, das ist mir auch kein Schade] schrieb der Mönch Berthold etwa im 13. Jahrhundert. Was einer nit weyss, das thůt jm nit wee schrieb Sebastian Franck 1541 in seiner Sprichwortsammlung.

Johann Wolfgang von Goethe formulierte dann:

Bedeutung Die Bedeutung stand immer in Beziehung zum Wert von Wissen. Für einige mittelalterliche Mönche wie Berthold und Merswin war Nichtwissen eine Form von Dummheit und Nichtwissenwollen. Andererseits bedeutet Nichtwissen immer auch einen ruhigeren Gemütszustand, der besonders bei Ereignissen, auf deren Verlauf ein Mensch keinen Einfluss hat, eine Erleichterung sein kann.

Diese zwei Bedeutungen gelten bis heute.

Adaptionen Der humoristische Sänger Otto Reutter verfasste um 1920 ein Lied mit dem Titel Was ich nicht weiß, macht mich nicht heiß:

Literatur Lexikon der Sprichwörter des römisch-germanischen Mittelalters. Band 13. Walter de Gruyter, Berlin New York 2002 S. 141– 142 Einzelnachweise

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