Angeliki „Alki“ Zei [ˈalkiː ˈzeiː] (, * 15. Dezember 1923 in Athen; † 27. Februar 2020 ebenda) war eine griechische Schriftstellerin, deren Bücher in über 30 Sprachen übersetzt wurden.

Leben Zeis Mutter stammte aus Samos, ihr Vater aus Kreta. Ihre Kindheit verbrachte Alki Zei auf Samos. 1937 zog ihre Familie nach Athen, wo sie eine Privatschule besuchte. Sie studierte an der philosophischen Fakultät der Universität Athen und gleichzeitig an der Schauspielschule des Athener Konservatoriums (). Als Studentin beteiligte sie sich aktiv am Kampf für die Freiheit, für die gesellschaftliche Gerechtigkeit und die Demokratie, indem sie sich während der deutschen Besetzung der linken Bewegung anschloss.

1945 heiratete sie den Dramatiker Giorgos Sevastikoglou (), mit dem sie zwei Kinder bekam. Von 1952 bis 1964 lebte Zei mit ihrem Mann im Exil in Moskau, wo Zei an der Filmhochschule Moskau studierte, ihr Studienschwerpunkt war das Schreiben von Drehbüchern. Nach einem kurzen Aufenthalt in Griechenland floh sie 1967 vor der Militärdiktatur mit ihrer Familie nach Paris. Nach der Diktatur kehrte sie in ihre Heimat zurück.

Eine lebenslange Freundschaft verband sie mit Georges Sari, die sie aus ihrer Schulzeit kannte, beschrieben wird diese in ihrem Buch Mit einem Bleistift Faber Nummer zwei .

Sie starb am 27. Februar 2020 in Athen.

Werk und Rezeption mini|klasse=skin-invert-image|Unterschrift von Alki Zei Schon in ihrer Schulzeit schrieb Zei Stücke für das Puppentheater, Novellen und Erzählungen, die in literarischen Zeitschriften veröffentlicht wurden. Gefördert wurde sie nicht nur von ihren Lehrern, sondern auch von ihrer Tante Dido Sotiriou, einer bekannten Journalistin und Schriftstellerin.

Die meisten ihrer Bücher sind für Kinder und Jugendliche. Ihr Werk ist auch außerhalb Griechenlands bekannt, denn viele Bücher wurden in zahlreiche Sprachen übersetzt. Ihr Werk wird nicht nur wegen ihrer Sprache, sondern auch wegen ihrer Erzählweise geschätzt. „The clear-cut way of her writing, the linguistic integrity, the critical attitude towards persons and situations, her humour and the penetrating view to facts, are the dominant characteristics of Alki Zei's works.“

Bis ins hohe Alter besuchte Zei Schulen und suchte den Dialog mit Kindern und Jugendlichen, um alles über die Träume und Gedanken ihrer Leserschaft zu erfahren.

Sie selbst übersetzte viele Bücher aus dem Französischen, dem Italienischen und dem Russischen ins Griechische, unter anderem auch das Kinderbuch Der kleine Prinz von Antoine de Saint-Exupéry. Ihr letztes Buch Ein Kind aus dem Nichts erschien 2019, kurz vor ihrem Tod.

Hörspiele in Deutschland 1974: Myrto und Melissa. Vorlage: Wildkatze unter Glas (Kinder- und Jugendpolitik) – Bearbeitung (Wort): Waltraud Jähnichen; Dramaturgie: Renate Achterberg; Regie: Maritta Hübner (Hörspielbearbeitung, Kinderhörspiel – Rundfunk der DDR)ARD-Hörspieldatenbank (Myrto und Melissa, Rundfunk der DDR 1974)

Auszeichnungen Zei erhielt zahlreiche Auszeichnungen. Unter anderem bekam sie 2001 den griechischen Preis für Kinderliteratur () für Matias. 2010 wurde ihr der französische Preis Prix Littéraire des Jeunes Européens für ihr Buch Großvater, der Lügner verliehen und im selben Jahr wurde sie auch für ihr Lebenswerk von der Akademie Athens () ausgezeichnet. Außerdem wurde sie in den Jahren 2004, 2009 und 2015 für den Kinderliteraturpreis Astrid Lindgren Memorial Award vorgeschlagen.

2014 erhielt sie von der Pädagogischen Fakultät der Aristoteles-Universität Thessaloniki die Ehrendoktorwürde () und ein Jahr später auch von der Fakultät der Geisteswissenschaften der Universität Patras.

2015 überreichte ihr der griechische Staatspräsident Karolos Papoulias das Goldene Kreuz des Ehrenordens ().

Das Jahr 2023 wurde vom griechischen Kulturministerium zum Literaturjahr Alki Zei () erklärt. Das Ministerium organisierte zusammen mit dem Athener Benaki-Museum eine Ausstellung zu ihren Ehren mit dem Namen (Alki Zei 1923–2020. Der große Spaziergang von Alki.), in der ihr Lebensweg anhand von Fotos, ihren Büchern und dem 2017 von Margarita Manta gedrehten Dokumentarfilm über die Autorin geschildert wird.Maria Topali: H megali Kyria ton ellinikon grammaton (Die große Dame der griechischen Schrift). In: Kathimerini, Technes & Grammaton, 26. März 2023, S. 10.

Bibliografie (Auswahl) , 1963 Die Kinder von Lamagari, aus dem Amerikanischen übertragen von Irmgard Tschich, Blanvalet, Berlin, 1972, ISBN 3-7645-7931-5. Wildkatze unter Glas, deutsch von Thomas Nicolaou, Kinderbuchverlag, Berlin 1973, . , 1971 Mit dreizehn ein Mann, deutsch von Thomas Nicolaou, Kinderbuchverlag, Berlin 1977, . , 1975 (Stiefeletten und Pumps) , 1975 (Onkel Platon) , 1977 (Nahe den Schienen) , 1978 (Ein Sonntag im April) , 1979 (Hannibals Schuhe) , 1987 Die Verlobte des Achilles, deutsch von Birgit Hildebrand, Edition Romiosini, Berlin, 2018, ISBN 978-3-946142-45-4. , 1989 (Der lila Regenschirm) , 1990 (Aliki im Marmorland) , 1993 (Matias) , 1994 (Spaniolische Schuhe) , 1996 (Katzengespräche) , 1996 (Jugendliche Stimme) , 1998 (Die 12. Großmutter und anderes …) , 2002 (Konstantina und ihre Spinnen) , 2007 (Großvater, der Lügner) , 2013 (Mit einem Bleistift Faber Nummer zwei) 2017 (Wie lange lebst du noch, Oma?) , 2019 (Ein Kind aus dem Nichts)

Weblinks Foto von Alki Zei Website von Alki Zei Alki Zei auf der TEDx Athen 2016 Literatur von und über Alki Zei auf der bibliografischen Datenbank World Cat

Einzelnachweise

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