Julius Karl Skalweit (* 20. Juni 1841 in Spannegeln, Ostpreußen; † 6. Mai 1891 in (Berlin-) Schöneberg) war ein deutscher Architekt und Baubeamter.

Leben Julius Skalweit wurde im ostpreußischen Dorf Spannegeln geboren, dem heutigen Dubrowka in der russischen Exklave Oblast Kaliningrad. Er besuchte die Bauschule in Königsberg und studierte anschließend an der Berliner Bauakademie.

1860 bestand er die Feldmesser-Prüfung und 1870 die Baumeister-Prüfung (entsprechend dem späteren zweiten Staatsexamen). Während des Deutsch-Französischen Kriegs war er Soldat in der Feldeisenbahn-Abteilung des 14. Armee-Korps. Von 1871 bis 1872 sorgte er als Sektionsbaumeister für die Fertigstellung der Eisenbahn-Trasse Eilenburg–Leipzig und später für den Bau des zugehörigen Eilenburger Bahnhofs in Leipzig.

Zum 1. Juni 1876 trat er in den Dienst der Reichspost und arbeitete zunächst bei der Oberpostdirektion Erfurt, wo er im Dezember 1876 zum Postbaurat ernannt wurde.Deutsche Bauzeitung, 11. Jahrgang 1877, Nr. 3 (vom 10. Januar 1877), S. 10. 1878 wurde er zur Oberpostdirektion Hannover versetzt.

1881 wurde er als längerfristiger Vertreter für August Kind, den damaligen Chef der Zentral-Bauabteilung im Reichspostamt, nach Berlin versetzt. 1889 wurde er als dessen Nachfolger zum Geheimen Postrat ernannt und war als vortragender Rat bzw. bautechnischer Referent im Reichspostamt in Berlin tätig.Deutsche Bauzeitung, 23. Jahrgang 1889, Nr. 75 (vom 18. September 1889), S. 454. 1890 wurde er zum außerordentlichen Mitglied der Preußischen Akademie des Bauwesens berufen.

Skalweit starb kurz vor seinem 50. Geburtstag infolge eines unheilbaren Nervenleidens.

Bauten und Entwürfe 1860: Entwurf zu einem Thorwege für ein reicheres städtisches Wohngebäude in der September-Monatskonkurrenz des Architekten-Vereins zu Berlin 1869: Entwurf Empfangsgebäude für die Berliner Verbindungsbahn in der September-Monatskonkurrenz des Architekten-Vereins zu Berlin 1871–1872: Bauleitung der Eisenbahntrasse Leipzig-Eilenburg 1874–1876: Bauleitung beim Eilenburger Bahnhof in Leipzig (nach Entwurf von Richard Steche) 1876–1879: Post- und Telegraphengebäude in Emden 1877–1880: Post- und Telegraphengebäude in Hildesheim 1877–1881: Post- und Telegraphengebäude in Hannover 1878–1881: Bauleitung beim Gebäude der Oberpostdirektion Braunschweig (nach Entwurf von Julius Carl Raschdorff) Die 1891 veröffentlichten Nachrufe (vgl. Literatur) nennen als seine Werke weitere, nicht genauer bezeichnete oder datierte Postbauten in Meiningen, Osnabrück, Hameln und Verden.

Literatur Deutsche Bauzeitung, 25. Jahrgang 1891, Nr. 38 (vom 13. Mai 1891), S. 232. (Nachruf) Centralblatt der Bauverwaltung, 11. Jahrgang 1891, Nr. 20 (vom 16. Mai 1891), S. 200. (Nachruf)

Weblinks Bestand zu Julius Skalweit beim Architekturmuseum der Technischen Universität Berlin

Einzelnachweise

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