Edith Jasmand-Großmann (* 17. November 1896 in Dresden als Edith Marie Amelie Camilla Großmann; † 5. Juli 1985 in Dippoldiswalde) war eine deutsche Malerin und Grafikerin.

Leben und Werk Edith Jasmand-Großmann war polnisch-russischer Abstammung und die Tochter eines Premierleutnants. Ihr Großvater besaß ein Gut bei Tula. Der Schriftsteller Henryk Sienkiewicz war ihr Großonkel.Gottfried Unterdörfer. Blätter unter Licht und Schatten: Ein Försterjahr; Via Regia Verlag, Königsbrück, 2020, S. 127

Sie studierte in Dresden bei Arno Drescher an der Akademie für Kunstgewerbe und gemeinsam mit Otto Dix bei Otto Hettner an der Akademie der bildenden Künste. Danach arbeitete sie in Zinnwald als freischaffende Künstlerin. Sie bereiste u. a. Jugoslawien und Italien. In der Zeit des Nationalsozialismus war sie obligatorisch Mitglied der Reichskammer der bildenden Künste. Es ist für diese Zeit aber lediglich 1938 ihre Teilnahme an der Frühjahrsausstellung der Vereinigung Schaffender Künstler e.V. in Dresden bekannt.

Nach 1945 lebte sie erst in Pirna und dann wieder in Zinnwald als freischaffende Künstlerin.

Edith Jasmand-Großmann war seit 1924 mit dem Kunsthistoriker und Maler Bernhard Jasmand († 1986) verheiratet. Die Ehe wurde 1935 geschieden. Ihre Grabstätte befindet sich auf dem Friedhof von Zinnwald.

Werke (Auswahl)

Mädchen mit Taube (1941, Öl; Lindenau-Museum Altenburg/Thüringen)https://www.lindenau-museum.de/index.php/restaurierungspaten-gefunden.html (abgerufen 2021-06-18) Dorfstraße (Aquarell)https://digital.slub-dresden.de/werkansicht/dlf/362364/38 Stillebenhttps://digital.slub-dresden.de/werkansicht/dlf/357520/24

Ausstellungen nach 1945 (mutmaßlich unvollständig)

Einzelausstellung

1983: Dresden, Kunstausstellung Kühl

Teilnahme an zentralen und wichtigen regionalen Ausstellungen in der Sowjetischen Besatzungszone und in der DDR

1946: Dresden, Allgemeine Deutsche Kunstausstellung 1946: Dresden, Kunstausstellung Sächsischer Künstlerhttps://digital.slub-dresden.de/werkansicht/dlf/357520/11 1948: Freiberg, 3. Ausstellung Erzgebirgischer Künstlerhttps://digital.slub-dresden.de/werkansicht/dlf/362364/11 1952: Chemnitz, Schlossbergmuseum, Mittelsächsische Kunstausstellung

Literatur Edith Jasmand-Großmann. In: Ingrid von der Dollen: Malerinnen im 20. Jahrhundert: Bildkunst der „verschollenen Generation“. Geburtsjahrgänge 1890–1910. Hirmer, München 2000, ISBN 3-7774-8700-7, S. 319.

Einzelnachweise

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