mini|300px|Stadtgebiet Neumarkt

Pelchenhofen ist ein Gemeindeteil der Großen Kreisstadt Neumarkt in der Oberpfalz in Bayern.

Geografische Lage Das Pfarrdorf Pelchenhofen befindet sich rund 2,5 km östlich des Hauptortes Neumarkt. Am Ostrand der Bebauung verläuft die Kreisstraße NM25, die ca. 500 m südlich von Pelchenhofen die Staatsstraße ST2240 kreuzt.

In unmittelbarer Nähe Pelchenhofens verläuft ein Teil der Europäischen Hauptwasserscheide, welche die Ortslage nur wenige Meter im Norden, Osten und Süden umschließt. Direkt am westlichen Rand der örtlichen Bebauung entspringt der Ottosauer Bach, der über die Pilsach in die vordere Schwarzach mündet und somit zum Stromgebiets des Mains bzw. Rheins gehört. Rund 500 m östlich befinden sich zwei Quellen des Lampertshofener Bachs und ca. 500 im Süden entspringer die Unterbürger Laber. Beide Fließgewässer gehören dem Stromgebiet der Donau an.

Die Nachbarorte von Pelchenhofen sindː Im Nordosten Lampertshofen, im Südosten Lippertshofen, im Süden Voggenthal, im Westen Karhof, Ottosau und Fuchsberg.

Geschichte Im Jahre 1209 tritt "Rudegerus de Belchenhoven" als Zeuge in einer gerichtlichen Auseinandersetzung zwischen dem Kloster Solnhofen und Ulrich von Höchstetten auf.

In den Urbaren des Klosters Kastl der Jahre 1334 bis 1338 ist der Ort in der Schreibweise "Pelchenhoven" erfasst. In einer Kurbayerischen Urkunde des Jahres 1359 wird das Dorf mit "gen Pelchenhouen" erwähnt.

Die Kommission für Bayerische Landesgeschichte bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften hat für Pelchenhofen eine Namenserklärung erarbeitet. Demnach liegt dem Ortsnamen der bairisch-althochdeutsch Personenname "Pelicho" zugrunde. Als Namensbedeutung hat die Kommission "bei den Höfen des Pelicho" veröffentlicht.

Ehemalige Gemeinde Pelchenhofen Mit dem königlichen Gemeindeedikt vom 17. Mai 1818 entstand die Ruralgemeinde Pelchenhofen, die aus 3 Ortsteilen, dem Pfarrdorf Pelchenhofen, dem Kirchdorf Lampertshofen und dem Einödhof Steinberg bestand und die eine Fläche von 704,32 Hektar aufwies.

Am 1. Juli 1972 wurde die Gemeinde Pelchenhofen im Rahmen der Bayerischen Gemeindegebietsreform nach Neumarkt eingemeindet und bildet dort den Statistikbezirk 24 östlichen Rand des Stadtgebiets.

Einwohnerzahlen Die Gemeinde und der Ort Pelchenhofen wiesen folgende Einwohnerzahlen auf: +BerichtsjahrGemeinde PelchenhofenPfarrdorf Pelchenhofen18712551911925291204195030921419612661931987 ---235

Soziales Leben mini|300x300px|Pfarrkirche St. Ägidius In Pelchenhofen ist eine Freiwillige Feuerwehr und ein Obst- und Gartenbauverein aktiv.

Verkehr und Infrastruktur Das Pfarrdorf ist über die Staatsstraße ST2240 – in östlicher Richtung – mit dem Hauptort Neumarkt verbunden. In westlicher Richtung ist Pelchenhofen über die "Anschlussstelle Neumarkt-Ost" an die Bundesautobahn A3 angebunden.

Sehenswürdigkeiten mini|300x300px|Ehemaliger Pfarrhof Pelchenhofen In der Liste der Baudenkmäler in Neumarkt in der Oberpfalz sind für Pelchenhofen folgende zwei Baudenkmäler aufgeführt:

Pfarrkirche St. Ägidius, ein ursprünglich gotischer Saalbau mit Chorturm und Zwiebelhaube, der im 18. Jahrhundert umgestaltet wurde. Ehemaliges Pfarrhaus, ein zweigeschossiger Walmdachbau, der um 1730 errichtet und im 19. Jahrhundert erweitert wurde.

Weblinks

Website der Stadt Neumarkt in der Oberpfalz

Einzelnachweise

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