Die 27. Handball-Weltmeisterschaft der Frauen fand vom 26. November bis 14. Dezember 2025 in Deutschland und den Niederlanden statt. Insgesamt traten 32 Mannschaften an. Der Veranstalter war die Internationale Handballföderation (IHF). Die französische Nationalmannschaft ging als Titelverteidiger in das Turnier. Norwegen und Dänemark waren 2023 die Zweit- und Drittplatzierten bei der Weltmeisterschaft.
Gastgeber Die Internationale Handballföderation vergab am 28. Februar 2020 auf der Sitzung des IHF-Council in der ägyptischen Hauptstadt Kairo die Austragung der Weltmeisterschaft 2025 an Deutschland und die Niederlande.
Der Deutsche Handballbund (DHB) war bereits Ausrichter der Weltmeisterschaft der Frauen 1965, 1997 und 2017. Er richtete auch die Weltmeisterschaft der Männer 1961, 1982, 2007 sowie, zusammen mit dem dänischen Verband, 2019 aus. Vom Nederlands Handbal Verbond (NHV) wurden die Frauen-Weltmeisterschaften 1971 und 1986 ausgerichtet.
Austragungsorte Als mögliche Austragungsorte wurden in der Bewerbung die deutschen Hallen Barclays Arena (Hamburg), GETEC Arena (Magdeburg), OWL Arena (Halle/Westfalen) und die Arena Leipzig (Leipzig) genannt. Für die Niederlande waren das Ahoy Rotterdam (Rotterdam) und das Omnisport Velodrome (Apeldoorn) im Gespräch.
Am 16. Mai 2022 gab der Deutsche Handballbund die Spielorte in Deutschland bekannt: Die drei Gastgeberstädte sind Stuttgart (Porsche-Arena), Trier (SWT-Arena) und Dortmund (Westfalenhalle 1). In Stuttgart und in Trier sollen die Spiele von je zwei Vorrundengruppen ausgetragen werden. In Dortmund werden die Spiele in zwei Hauptrundengruppen sowie zwei Viertelfinalspiele stattfinden. In den Niederlanden werden die Spiele der restlichen vier Vorrunden- und zwei Hauptrundengruppen, die beiden übrigen Viertelfinalspiele sowie die Spiele der Halbfinals und der Medaillenspiele ausgetragen. In den Niederlanden wird die Vorrunde und der President’s Cup in der Maaspoort Sports & Events in ’s-Hertogenbosch sowie die Hauptrunde und das Finalwochenende in der Rotterdam Ahoy in Rotterdam gespielt. (niederländisch).
Qualifikation
Am Turnier nahmen 32 Mannschaften teil. Gesetzt waren dabei die Gastgeber und der amtierende Weltmeister. Zudem wurden bis zu zwölf Leistungsplätze an die Kontinentalföderationen auf der Grundlage der Mannschaften auf Rang 1–12 der vorangegangenen Weltmeisterschaft zugeteilt, bis zu 17 Pflichtplätze an Mannschaften der Verbände in Afrika, Asien, Europa, Nordamerika und Karibik, Süd- und Zentralamerika sowie ggf. Ozeanien und Wildcards.
Teilnehmer an der Weltmeisterschaft waren: Deutschland und Niederlande (Ausrichter) Frankreich (Sieger der Weltmeisterschaft 2023) Argentinien, Brasilien, Uruguay und Paraguay (Süd- und Zentralamerika) Angola, Senegal, Ägypten und Tunesien (Afrika) Südkorea, Japan, Kasachstan und der Iran (Asien) Norwegen, Dänemark, Ungarn, Island, Polen, Montenegro, Schweiz, Rumänien, Schweden, Serbien, Färöer, Tschechien, Spanien und Österreich (Europa) China und Kroatien (Wildcard) Kuba (Nord- und Mittelamerika)
Gruppenauslosung Schon im November 2024 wurden acht Mannschaften jeweils einer Vorrundengruppe zugewiesen: Dänemark in Gruppe A, Ungarn in Gruppe B, Co-Organisator Deutschland in Gruppe C, Slowenien in Gruppe D, Co-Organisator Niederlande in Gruppe E, amtierender Weltmeister Frankreich in Gruppe F, Schweden in Gruppe G sowie Norwegen in Gruppe H. Zu diesem Zeitpunkt waren von den acht gesetzten Mannschaften fünf noch nicht qualifiziert, nur die Organisatoren und der amtierende Weltmeister standen fest. Bereits qualifiziert, aber nicht gesetzt, waren Argentinien, Brasilien und Uruguay (für Süd- und Zentralamerika).www.ihf.info, „Seedings announced for the 2025 IHF Women's World Championship“, 3. Dezember 2024, abgerufen am 3. Dezember 2024. Von den fünf gesetzten, aber noch nicht qualifizierten Teams schaffte eins (Slowenien) die Qualifikation nicht.
Die Auslosungszeremonie wurde am 22. Mai 2025 in ’s-Hertogenbosch abgehalten. Dafür wurden die 32 Teams entsprechend ihrer Spielstärke – basierend auf den bisherigen Ergebnissen – in vier Lostöpfe eingeordnet. Die IHF entschied, die Teams mit den größten Fangemeinden möglichst nah an ihren Grenzen zu platzieren und die stärksten Teams gleichmäßig auf die beiden Gastgeberländer zu verteilen. Zusätzlich zu den schon gesetzten Mannschaften wurde auch das färöische Team gesetzt (Gruppe D, dritte Reihe).www.ihf.info, Pots revealed for the 2025 IHF Women's World Championship, 14. Mai 2025, abgerufen am 15. Mai 2025. {| class="wikitable" |+ Ergebnis der Gruppenauslosung für die Handball-Weltmeisterschaft der Frauen 2025 ! style="width:25%" |Gruppe ARotterdam ! style="width:25%" |Gruppe B’s-Hertogenbosch ! style="width:25%" |Gruppe CStuttgart ! style="width:25%" |Gruppe DTrier |- | (gesetzt) | (gesetzt) | (gesetzt)
| (gesetzt)
! style="width:25%" |Gruppe ERotterdam ! style="width:25%" |Gruppe F’s-Hertogenbosch ! style="width:25%" |Gruppe GStuttgart ! style="width:25%" |Gruppe HTrier |- | (gesetzt) | (gesetzt) | (gesetzt) | (gesetzt)
Kader
Turnierverlauf Das Turnier wurde vom 26. November bis 14. Dezember 2025 in Deutschland und den Niederlanden ausgetragen. Auf eine Vorrunde folgte die Hauptrunde und dann die Finalrunde bzw. der President’s Cup. Die Plätze 1 (Weltmeister) bis 4 sowie 25 bis 32 wurden direkt ausgespielt. Die Plätze 5 bis 8 wurden, nach dem Ausscheiden im Viertelfinale, anhand der Platzierung in der Hauptrunde ermittelt und auch die Plätze 9 bis 24 wurden nach der Hauptrunde anhand der dortigen Platzierung ermittelt.
Vorrunde Die 32 Mannschaften spielten zunächst in der Vorrunde in acht Gruppen zu je vier Teams im Jeder-gegen-jeden-Turnierformat. Die 48 Spiele der Vorrunde wurden vom 26. November bis 2. Dezember 2025 ausgetragen. Die Mannschaften auf den Plätzen 1 bis 3 der Vorrundengruppen zogen in die Hauptrunde ein, die Viertplatzierten spielten um den President’s Cup.
Gruppe A Die Spiele der Vorrundengruppe A wurden vom 27. November bis zum 1. Dezember 2025 in der Rotterdam Ahoy in Rotterdam (Niederlande) ausgetragen. Die Mannschaften aus Dänemark, Rumänien und Japan qualifizierten sich für die Hauptrunde, das viertplatzierte Team aus Kroatien zog in den President’s Cup ein.
Legende
Gruppe B Die Spiele der Vorrundengruppe B wurden vom 27. November bis zum 1. Dezember 2025 in der Maaspoort Sports & Events in ’s-Hertogenbosch (Niederlande) ausgetragen. Die Mannschaften aus Ungarn, der Schweiz und dem Senegal qualifizierten sich für die Hauptrunde, das viertplatzierte Team aus dem Iran zog in den President’s Cup ein.
Legende
Gruppe C Die Spiele der Vorrundengruppe C wurden vom 26. bis zum 30. November 2025 in der Porsche-Arena in Stuttgart (Deutschland) ausgetragen. Die Mannschaften aus Deutschland, Serbien und Island qualifizierten sich für die Hauptrunde, das viertplatzierte Team aus Uruguay zog in den President’s Cup ein.
Legende
Gruppe D Die Spiele der Vorrundengruppe D wurden vom 26. bis zum 30. November 2025 in der SWT-Arena in Trier (Deutschland) ausgetragen. Die Mannschaften aus Spanien, Montenegro und den Färöern qualifizierten sich für die Hauptrunde, das viertplatzierte Team aus Paraguay zog in den President’s Cup ein.
Legende
Gruppe E Die Spiele der Vorrundengruppe E wurden vom 28. November bis zum 2. Dezember 2025 in der Rotterdam Ahoy in Rotterdam (Niederlande) ausgetragen. Das Gastgeberland aus den Niederlanden und die Mannschaften aus Österreich und Argentinien qualifizierten sich für die Hauptrunde, das viertplatzierte Team aus Ägypten zog in den President’s Cup ein.
Legende
Gruppe F Die Spiele der Vorrundengruppe E wurden vom 28. November bis zum 2. Dezember 2025 in der Maaspoort Sports & Events in ’s-Hertogenbosch (Niederlande) ausgetragen. Die Mannschaften aus Frankreich, Polen und Tunesien qualifizierten sich für die Hauptrunde, das viertplatzierte Team aus der Volksrepublik China zog in den President’s Cup ein.
Legende
Gruppe G Die Spiele der Vorrundengruppe G wurden vom 27. November bis zum 1. Dezember 2025 in der Porsche-Arena in Stuttgart (Deutschland) ausgetragen. Die Mannschaften aus Brasilien, Schweden und Tschechien qualifizierten sich für die Hauptrunde, das viertplatzierte Team aus Kuba zog in den President’s Cup ein.
Legende
Gruppe H Die Spiele der Vorrundengruppe H wurden vom 27. November bis zum 1. Dezember 2025 in der SWT-Arena in Trier (Deutschland) ausgetragen. Die Mannschaften aus Norwegen, Angola und Südkorea qualifizierten sich für die Hauptrunde, das viertplatzierte Team aus Kasachstan zog in den President’s Cup ein.
Legende
President’s Cup In der Runde um den President’s Cup spielten vom 4. bis 10. Dezember die Mannschaften, die in der Vorrunde in ihren Gruppen den letzten Platz belegt hatten. Diese acht Teams spielten in zwei Gruppen zu je vier Teams jeweils jeder gegen jeden. In der Gruppe I traten die Mannschaften aus den Vorrundengruppen A bis D, in der Gruppe II die Mannschaften aus den Vorrundengruppen E bis H an. Nach Abschluss der Gruppenphase spielten die beiden Erstplatzierten gegeneinander um Platz 25, die Zweitplatzierten um Platz 27, die Drittplatzierten um Platz 29 und die Letztplatzierten um Platz 31 der Weltmeisterschaft 2025. Den President’s Cup gewann mit Platz 25 die Mannschaft aus Kroatien.
Gruppe I
Gruppe II
Platzierungsspiele (Plätze 25 bis 32) Spiel um Platz 31
Spiel um Platz 29
Spiel um Platz 27
Spiel um Platz 25
Hauptrunde In die Hauptrunde zogen die Mannschaften ein, die in der Vorrunde die Plätze 1 bis 3 ihrer Gruppen belegt hatten. In der Hauptrundengruppe I spielten die Mannschaften aus den Vorrundengruppen A und B, in Gruppe II aus den Vorrundengruppen C und D, in Gruppe III aus den Vorrundengruppen E und F und in der Gruppe IV aus den Vorrundengruppen G und H jeweils jeder gegen jeden. Jede Mannschaft bestritt drei Spiele, die Ergebnisse untereinander in der Vorrunde wurden mitgenommen. Die besten zwei Mannschaften jeder Hauptrundengruppe zogen in das Viertelfinale ein. Die Spiele der Hauptrundengruppe I und III wurden in Rotterdam ausgetragen und die Spiele der Hauptrundengruppe II und IV wurden in Dortmund ausgetragen.
Hauptrundengruppe I In der Hauptrundengruppe I trafen die in der Vorrundengruppe A und der Vorrundengruppe B qualifizierten Teams aufeinander. Die dort gegeneinander erzielten Ergebnisse werden in die Hauptrundengruppe übernommen. In dieser Hauptrundengruppe I befanden sich mit Dänemark der dritte der Weltmeisterschaft von 2023 und Ungarn der dritte der Europameisterschaft 2024. Die Spiele wurden vom 3. bis 7. Dezember 2025 in der Rotterdam Ahoy in Rotterdam ausgetragen. Für das Viertelfinale hatten sich Dänemark und Ungarn qualifiziert.
aus der Vorrunde übernommen: Dänemark – Japan 36:19 Ungarn – Senegal 26:17 Rumänien – Japan 31:27 Schweiz – Senegal 25:24 Dänemark – Rumänien 39:31 Ungarn – Schweiz 32:25
Legende
Hauptrundengruppe II In der Hauptrundengruppe II trafen die in der Vorrundengruppe C und der Vorrundengruppe D qualifizierten Teams aufeinander. Die dort gegeneinander erzielten Ergebnisse wurden in die Hauptrundengruppe übernommen. In dieser Hauptrundengruppe II befanden sich mit Deutschland und Montenegro der 6. und 7. der Weltmeisterschaft 2023 sowie der 7. und 8. der Europameisterschaft 2024. Die Spiele wurden vom 2. bis 6. Dezember 2025 in der Westfalenhalle in Dortmund ausgetragen. Für das Viertelfinale hatten sich Deutschland und Montenegro qualifiziert.
aus der Vorrunde übernommen: Deutschland – Island 32:25 Montenegro – Färöer 32:27 Serbien – Island 27:26 Spanien – Färöer 25:27 Deutschland – Serbien 31:20 Montenegro – Spanien 26:31
Legende
Hauptrundengruppe III