mini|hochkant|Oumi Janta (2020) Oumi Janta (* 1991 in Thiès) ist eine deutsche Rollschuhtänzerin, Model und Influencerin mit senegalesischen Wurzeln. Sie wurde 2020 durch ein virales Video auf Instagram bekannt, das sie in Berlin auf dem Tempelhofer Feld zeigt, wie sie dort Rollschuh fährt.
Werdegang Janta wurde im Westen Senegals geboren und kam im Alter von zwei Monaten nach Deutschland. Nach ihrem Studium des Industrial Design an der Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin arbeitete sie zunächst als Brillendesignerin. Sie lebt und arbeitet in Berlin-Neukölln.
Ihr Interesse am Rollschuh-Fahren wurde erstmals 2015 geweckt, als sie ein Plakat über eine Rollerskating-Party sah. Vor ihrem Durchbruch hatte sie rund 60.000 Instagram-Follower. Weltweite Bekanntheit erlangte Janta durch ein Video auf dem Onlinedienst Instagram, dass sie dort am 22. Juni 2020 veröffentlichte. In diesem Video tanzt sie auf dem Tempelhofer Feld in Berlin zu dem Song In Deep We Trust (Pool Party Dub Mix) des Künstlers Ba:Sen. Das Video wurde kurz darauf von mehreren Stars (Beyoncé, Alicia Keys, Reese Witherspoon oder Viola Davis) auf Instagram geteilt und verbreitete sich dadurch viral.
Seit ihrem Video wurde sie u. a. von Adidas, Etam, Smart und Bottega Veneta als Model gebucht. Im Februar 2021 war Janta als Rollschuh-Trainerin in der deutschen Castingshow Germany’s Next Topmodel zu sehen. Im Mai 2021 war sie bei KiKA Live zu Gast. Janta betreibt zudem einen Rollschuh-Kurs in Berlin mit dem Namen Jam Skate Club.
In Training und Auftritten ist Janta Kreativität wichtiger als Perfektion. Sport begreift sie nicht ausschließlich leistungsorientiert, sondern als wichtigen, jedoch nicht alles dominierenden Teil ihres Lebens. Sie bewertet die Rolle sozialer Medien im Sport als ambivalent: Sie ermöglichten mehr Stimmen und Sichtbarkeit, förderten aber zugleich vorschnelle Wahrheitsgläubigkeit.
Für den Breitensport wirbt Janta für niedrigschwellige, nicht wettbewerbsorientierte Angebote und fordert mehr öffentliche Förderung alternativer Sportarten sowie nicht-kommerzieller Sporträume. Als zentralen Freiraum in ihrer eigenen Entwicklung nennt sie das Tempelhofer Feld; die Anmietung klassischer Sportstätten setze häufig eine Vereinsstruktur voraus. Vereine lehnt sie nicht grundsätzlich ab, moniert jedoch den Mangel an Angeboten ohne Leistungsdruck und plädiert je nach Kontext für Zusammenschlüsse oder Vereine, die nicht leistungsorientiert arbeiten.
Die zunehmende Einbindung von Subkulturen in Wettkampfformate betrachtet sie weniger als Bedrohung denn als Türöffner; zugleich wünscht sie sich, dass der Rollkunstlauf freiere Ausdrucksformen ermöglicht. Als frühes Vorbild nennt sie die Eiskunstläuferin Surya Bonaly; insgesamt nehme die Diversität im deutschen Sport zwar zu, in der hiesigen Skateszene bleibe sie jedoch begrenzt.
Am 3. Februar 2026 sprach Janta im Sport- und Olympiamuseum Köln anlässlich des dort erstmals ausgerichteten Black History Month über Identität und Repräsentation. Nach einem Beitrag zu Palästina und Israel berichtete sie über massive Anfeindungen und begründet seither ihre Entscheidung, ihre Kanäle in den sozialen Medien vor allem auf Bewegung und Selbstbestimmung zu fokussieren.
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