Henrika Kull (* 1984 in PforzheimMichael Müller in Pforzheimer Zeitung (PZ-news.de) am 28. Juni 2023: Emotionaler Spielfilm: Aus Pforzheim stammende Regisseurin Henrika Kull feiert Weltpremiere (Abgerufen am 9. Mai 2026.)) ist eine deutsche Filmregisseurin, Drehbuchautorin, Filmproduzentin und Filmeditorin.
Leben Die aus PforzheimMichael Müller in Pforzheimer Zeitung (PZ-news.de) am 9. Mai 2019: Aus Pforzheim stammende Regisseurin im KoKi mit neuem Liebesdrama im Gepäck (Abgerufen am 9. Mai 2026.) im SchwarzwaldHenrika Kull. In: filmportal.de (abgerufen am 12. Juni 2021). stammendeMichael Müller in Pforzheimer Zeitung (PZ-news.de) am 9. Juni 2018: Bester Film: Aus Pforzheim stammende Regisseurin gewinnt Nachwuchspreis (Abgerufen am 9. Mai 2026.) und dort aufgewachseneFilmarchiv (www.diagonale.at).Elisa Giesecke in Pforzheimer Zeitung (PZ-news.de) am 21. November 2024: „Israel übt eine starke Faszination auf mich aus“: Pforzheimer Regiseurin Henrika Kull stellt Film „Südsee“ vor (Abgerufen am 9. Mai 2026.) Henrika Kull absolvierte ein Studium der Sozialwissenschaften an der Universität zu Köln. Daran schloss sich eine filmsoziologische Diplomarbeit im Jahr 2012 an. Es folgte ein Studium im Fach Filmproduktion an der Deutschen Film- und Fernsehakademie Berlin (DFFB).Vita. In: filmmachtschule.de (abgerufen am 12. Juni 2021).
Während ihres Studiums an der DFFB kam Kull durch die dortige Dozentin Isabelle Stever erstmals mit Filmregie in Kontakt. Sie fand Gefallen an der Arbeit und studierte daraufhin ab 2014 Regie an der Filmuniversität Babelsberg Konrad Wolf. Dort zählten Angelina Maccarone und Barbara Albert zu ihren Mentorinnen.. In: salzgeber.de (abgerufen am 12. Juni 2021). Sie assistierte Albert bei deren Spielfilmprojekt Licht (2017). 2018 schloss sie das Studium mit dem Bachelor ab.
Kull lebt in Berlin-Neukölln. Neben der Arbeit als Filmemacherin war sie auch als Deutschlehrerin für Geflüchtete tätig.Dreharbeiten im Hochsicherheitstrakt. In: Nordwest-Zeitung, 4. Mai 2019, S. 17.
Werk Bereits während ihres Regiestudiums realisierte Kull den Dokumentarfilm Absently Present über eine Frau, die mit einem Gefängnisinsassen liiert ist.Sarah Pepin: Sehnsüchte. In: Berliner Zeitung, 10. Mai 2019, Ausg. 107, S. 23.
Im Jahr 2018 erhielt Kull für ihr Spielfilmdebüt Jibril, ihren Abschlussfilm an der Filmuniversität Babelsberg Konrad Wolf, eine Einladung in die Sektion Panorama der 68. Berlinale. Den Film entwickelte sie aus Beobachtungen im Gefängnisalltag.Bert Rebhandl: Jibril. In: Der Tagesspiegel, 9. Mai 2019, S. 4. Die Geschichte um eine alleinerziehende, dreifache Mutter (dargestellt von Susana AbdulMajid), die sich in den titelgebenden Gefängnisinsassen (Malik Adan) verliebt, brachte ihr Kritikerlob ein.Kathrin Häber: Der falsche Mann. In: Kölnische Rundschau, 9. Mai 2019, Ausg. 107, S. AM04.Christiane Peitz: Fass mich an. In: Der Tagesspiegel, 11. Mai 2019, S. 28. Es folgten Nominierungen für zahlreiche Filmpreise sowie der Gewinn des Studio Hamburg Nachwuchspreis in der Kategorie Bester Film.Henrika Kull – Awards. In: imdb.com (abgerufen am 12. Juni 2021). Kull war bei dem Low-Budget-Film für das Drehbuch, die Regie, die Produktion und auch für den Schnitt verantwortlich. Hilfe erfuhr sie von der Editorin Bettina Böhler. Die Dreharbeiten fanden in einem tatsächlichen Hochsicherheitsgefängnis statt, in dem Kull früher als Soziologin gearbeitet und recherchiert hatte.
Drei Jahre später folgte Kulls zweiter Spielfilm Glück (2021) über zwei Sexarbeiterinnen, die sich in einem Berliner Bordell ineinander verlieben. Vorausgegangen waren dem Werk wieder jahrelange Recherchen im Milieu. So hatte Kull als Bardame und Assistentin von Hausdamen in verschiedenen Bordellen geforscht. Ihre beiden Hauptdarsteller Katharina Behrens und Adam Hoya ließ sie in einem besuchten Bordell zwischen echten Sexarbeiterinnen spielen. Für Glück erhielt Kull eine zweite Einladung in die Sektion Panorama der 71. Berlinale. „Sehnsucht und Körperlichkeit, aber auch Orte sozialer Grenzerfahrung und Stigmatisierung sind Themen, die mich schon immer faszinieren“, so die Regisseurin im Gespräch über den Film.
Gegenwärtig arbeitet Kull am Drehbuch ihres dritten Spielfilmprojekts Central Station. Sie wird dabei vom Medienboard Berlin-Brandenburg mit einem Artist-in-Residence-Programm unterstützt.Henrika Kull. In: filmuniversitaet.de (abgerufen am 12. Juni 2021).
Filmografie (Auswahl) 2014: Intimate Distance (Dokumentar-Kurzfilm) 2018: Jibril 2021: Glück 2023: Südsee (Salty Water)
Auszeichnungen 2018: Studio Hamburg Nachwuchspreis für Jibril (Bester Film, gemeinsam mit Produzentin Sophie Lakow) 2022: Förderpreis für junges Kino der DEFA-Stiftung
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Einzelnachweise
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