Die 15. Deutschen Leichtathletik-Hallenmeisterschaften fanden am 2. März 1968 in der Stuttgarter Killesberg Halle statt.

Wettbewerbe Gelaufen wurde wie 1965, als die Veranstaltung ebenfalls in Stuttgart stattgefunden hatte, auf einer 200 Meter langen Rundbahn. Weiterhin nicht standardisiert war die Länge der Sprintstrecke. In diesem Jahr war sie für Frauen und Männer entsprechend der Möglichkeiten der Anlage in der Stuttgarter Halle am Killesberg mit 60 Metern genauso lang im Vorjahr in der Dortmunder Westfalenhalle. Auch der Hürdensprint fand für beide Geschlechter über 60 Meter – gleiche Distanz wie 1967 – statt.

Der drei Jahre zuvor zum ersten Mal für Frauen und Männer ausgetragene 200-Meter-Lauf, der 1966 und 1967 aus dem Wettbewerbsprogramm von Deutschen Hallenmeisterschaften zunächst wieder verschwunden war, wurde in diesem Jahr als ständiger Bestandteil von Deutschen Hallenmeisterschaften erneut aufgenommen.

Das Frauenprogramm war wie auch bei den Freiluftveranstaltungen in diesen Jahren noch deutlich eingeschränkt. Im Bereich Lauf wurden mit den Rennen über 60, 200 und 400 Meter diesmal wieder drei Kurzstrecken durchgeführt. Auch der Hürdensprint wurde wieder angeboten. Außerdem gab es mit dem 800-Meter-Lauf als Mittelstrecke und mit der 4-mal-1-Runde-Staffel als Staffel im Bereich Lauf nur noch zwei weitere Frauendisziplinen. Es wurden weder eine Langstrecke noch eine Langstaffel ausgetragen, die bei den Männern im Gegensatz dazu über 3-mal 1000 Meter als zweiter Staffelwettbewerb schon seit 1955 Teil des Wettbewerbskatalogs war.

Im Bereich Sprung wurden der Stabhoch- und Dreisprung für Frauen erst in den 1990er-Jahren in das allgemeine Wettbewerbsprogramm aufgenommen und wurden somit vor dieser Zeit auch bei Deutschen Leichtathletik-Hallenmeisterschaften für Frauen nicht angeboten.

Außer dem Kugelstoßen, das für Frauen und Männer seit Beginn der Deutschen Hallenmeisterschaften ausnahmslos Teil der Veranstaltung war, kamen weitere Wurfdisziplinen sowohl bei den Frauen als auch bei den Männern bei Hallenwettbewerben nicht zur Austragung, weil die üblichen Hallen bei den in diesen Wettbewerben erzielten Weiten nicht die erforderliche Größe besaßen.

Medaillengewinner Die folgenden Übersichten fassen die Medaillengewinner und -gewinnerinnen zusammen.

Männer Disziplin Gold Leistung Silber Leistung Bronze Leistung60 m Jobst Hirscht (SV Polizei Hamburg) 6,5 s Gerhard Wucherer (TSV München-Ost) 6,6 s Hans-Jürgen Ehemann(SV St. Georg 1895 Hamburg) 6,6 s200 m Bernd Jacob (Kölner Turnerschaft von 1843) 21,6 s Dieter Hübner(FV Salamander Kornwestheim) 21,6 s Günter Kreuzer (LG Nierstein-Oppenheim) 22,1 s400 m Manfred Kinder (Wuppertaler SV) 47,1 s Hans Reinermann (OSV Hörde) 47,5 s Horst Daverkausen (ASV Köln) 47,5 s800 m Franz-Josef Kemper (Preußen Münster) 1:51,7 min Jochen Vollbehr (SCC Berlin) 1:52,2 min Manfred Mentges (SV Bayer 04 Leverkusen) 1:52,2 min1500 m Karl Eyerkaufer (SV Schwalbe Hanau) 3:47,5 min Urs Lufft (KSV Hessen Kassel) 3:48,1 min Ulrich Brugger (Stuttgarter Kickers) 3:48,2 min3000 m Wolfgang Zur (TuS Rot-Weiss Wuppertal) 8:06,0 min Gerd Mölders (Emmericher TV) 8:07,0 min Lutz Philipp (ASC Darmstadt) 8:08,8 min60 m Hürden Günther Nickel (SV Bayer 04 Leverkusen) 7,9 s Hinrich John (Hannover 96) 7,9 s Roland Strohhäcker (VfB Stuttgart) 8,0 s4 × 400 m 3:13,1 min 3:16,0 min 3:17,0 min3 × 1000 m 7:13,0 min 7:22,2 min 7:29,0 minHochsprung Gunther Spielvogel(SV Bayer 04 Leverkusen) 2,12 m Ingomar Sieghart (TSV 1860 München) 2,09 m Michael Wildförster (TSV 1860 München) 2,06 mStabhochsprung Wolfgang Reinhardt (SC Eintracht Kerpen) 4,90 m Robert Anders(FV Salamander Kornwestheim) 4,90 m Claus Schiprowski(SV Bayer 04 Leverkusen) 4,80 mWeitsprung Michael Sauer (USC Mainz) 7,70 m Bernhard Stierle(FV Salamander Kornwestheim) 7,65 m Hans Baumgartner (TV Heppenheim) 7,49 mDreisprung Michael Sauer (USC Mainz) 16,77 m Joachim Kugler (USC Mainz) 15,99 m Günter Krivec (USC Mainz) 15,49 mKugelstoßen Heinfried Birlenbach (Sportfreunde Siegen) 19,12 m Traugott Glöckler (USC Heidelberg) 18,18 m Hein-Direck Neu (USC Mainz) 18,02 m

Frauen Disziplin Gold Leistung Silber Leistung Bronze Leistung60 m Hannelore Trabert (OSC Berlin) 7,4 s Erika Rost (FC Schalke 04) 7,4 s Renate Meyer (OSC Berlin) 7,6 s200 m Christa Elsler (MTV Peine) 24,9 s Elisabeth Kamphues (TuS 04 Leverkusen) 25,0 s Jutta Schachler (SSV Ulm 1846) 25,6 s400 m Gisela Köpke (MSV Duisburg) 55,0 s Birgit Hefti (SV Lurup) 56,3 s Christine Linz (TuS 04 Leverkusen) 57,0 s800 m Helga Henning (SV Polizei Hamburg) 2:12,0 min Jutta von Haase (TSV Zehlendorf 88) 2:12,6 min Christa Merten (VfL Wolfsburg) 2:13,1 min60 m Hürden Inge Schell (TSV 1860 München) 8,4 s Ursula Farthmann (Osnabrücker TV) 8,4 s Walburga Waneck (TSV 1860 München) 8,5 s4 × 1 Runde(1 Runde ≙ 200 m) 1:39,7 min 1:42,7 min 1:43,2 minHochsprung Charlotte Marx (USC Mainz) 1,66 m Rita Kreß (Hamburger SV) 1,63 m Bärbel Sprywald (VfL Bochum) 1,63 mWeitsprung Heide Rosendahl (TuS 04 Leverkusen) 6,21 m Ursula Künzel (TSG Ulm 1846) 6,10 m Bärbel Michael (Hamburger SV) 5,89 mKugelstoßen Marlene Fuchs (ETSC Euskirchen) 16,53 m Liesel Westermann (TuS 04 Leverkusen) 15,94 m Gertrud Schäfer (SV Bayer 04 Leverkusen) 15,83 m

Literatur Deutsche Hallenmeisterschaften. In: Presseausschuß des Deutschen Leichtathletik-Verbandes (Hrsg.), Jahrbuch der Leichtathletik 1968, S. 112ff, Berlin-Charlottenburg, Verlag Bartels & Wernitz 1968

Weblinks Deutsche Hallen-Meisterschaften in der Leichtathletik sport-record.de (PDF; 1825 KB) Leichtathletik, zahlreiche Artikel mit dem Thema Deutsche Hallen – Meisterschaften, sport-komplett.de

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