Die Saison 2021/22 war die 32. Spielzeit der Bundesliga, offiziell FLYERALARM Frauen-Bundesliga, im Frauenfußball. Sie begann am 27. August 2021 und wurde ab dem 20. Dezember durch die Winterpause unterbrochen. Der letzte Spieltag erfolgte am 15. Mai 2022. Der VfL Wolfsburg wurde zum siebten Mal deutscher Meister. Er zog mit dem bisherigen Rekordmeister 1. FFC Frankfurt gleich.

Die drei bestplatzierten Mannschaften qualifizierten sich für die Champions League, während die zwei letztplatzierten Mannschaften in die 2. Bundesliga absteigen mussten.

Teilnehmer

Mannschaften Für die Fußball-Bundesliga 2021/22 qualifizierten sich folgende Mannschaften: Die zehn bestplatzierten Mannschaften der Bundesliga 2020/21 22px|FC Bayern München (Frauenfußball) FC Bayern München 22px|VfL Wolfsburg (Frauenfußball) VfL Wolfsburg 21px|TSG 1899 Hoffenheim (Frauenfußball) TSG 1899 Hoffenheim 22px|1. FFC Turbine Potsdam 1. FFC Turbine Potsdam 24px|Bayer 04 Leverkusen (Frauenfußball) Bayer 04 Leverkusen 22px|Eintracht Frankfurt Eintracht Frankfurt 20px|SC Freiburg (Frauenfußball) SC Freiburg 22px|SGS Essen SGS Essen 18px|Werder Bremen (Frauenfußball) Werder Bremen 22px|SC Sand SC Sand Die bestplatzierten aufstiegsberechtigten Mannschaften der 2. Bundesliga 2020/21: 22x22px|1. FC Köln 1. FC Köln 20px|FC Carl Zeiss Jena FC Carl Zeiss Jena

Spielstätten Verein Stadion Kapazität SC Freiburg Dreisamstadion (7×) 24.000 Möslestadion (4×) 5.400 SGS Essen Stadion an der Hafenstraße 20.650 1. FFC Turbine Potsdam Karl-Liebknecht-Stadion 10.787 FC Carl Zeiss Jena Ernst-Abbe-Sportfeld 10.445 TSG 1899 Hoffenheim Dietmar-Hopp-Stadion 6.350 Eintracht Frankfurt Stadion am Brentanobad 5.650 Werder Bremen Weserstadion Platz 11 5.500 1. FC Köln Franz-Kremer-Stadion 5.457 VfL Wolfsburg AOK Stadion 5.200 Bayer 04 Leverkusen Ulrich-Haberland-Stadion 3.200 Bayern München FC Bayern Campus 2.500 SC Sand Adams-Arena, Willstätt 2.000

Der SC Freiburg zog zum 11. Spieltag in das Dreisamstadion um.

Saisonverlauf

Hinrunde Die Saison wurde am 27. August. 2021 mit der Partie zwischen der TSG 1899 Hoffenheim und dem SC Freiburg eröffnet, welche die TSG 1899 Hoffenheim mit 2:1 gewann.

Der FC Bayern München setzten sich mit einem 8:0-Sieg gegen Werder Bremen, welches auch der höchste Sieg der Hinrunde war, nach dem 1. Spieltag an die Tabellenspitze. Die Titelverteidigerinnen konnten die ersten fünf Spiele der Saison gewinnen. Am 6. Spieltag kassierte der FC Bayern München die erste Saisonniederlage gegen Eintracht Frankfurt. Der VfL Wolfsburg, die mit Tommy Stroot zu Saisonbeginnen einen neuen Trainer hatten, befand sich zu diesem Zeitpunkt auf dem zweiten Platz. Sie konnten am gleichen Spieltag nicht die Chance nutzen am FC Bayern München vorbeizuziehen, da sie mit 2:1 gegen die TSG 1899 Hoffenheim verloren. Nach 6 Spieltagen belegten Bayer 04 Leverkusen und Eintracht Frankfurt die weiteren Plätze, die zur Teilnahme an der Champions-League-Qualifikation berechtigen.

Am 7. Spieltag besiegte der VfL Wolfsburg Eintracht Frankfurt mit 3:2. Da auch Bayer Leverkusen gegen den 1. FC Köln verlor, konnten sich die Wolfsburgerinnen auf Platz 2 verbessern. Am 8. Spieltag übernahm der VfL Wolfsburg mit einem 1:0-Erfolg beim FC Bayern München die Tabellenführung. Der VfL Wolfsburg blieb bis zum Ende der Saison an der Tabellenspitze (Anmerkung: Nachholspiele eingerechnet). Ab dem 9. Spieltag belegte der FC Bayern München dauerhaft den zweiten Platz. Am Ende der Hinrunde lag der Abstand zwischen den beiden Teams bei einem Punkt.

Am 10. Spieltag trennten sich Eintracht Frankfurt und Turbine Potsdam 3:3, weshalb die TSG 1899 Hoffenheim, die gegen Werder Bremen mit 7:1 gewinnen konnte, an Eintracht Frankfurt vorbeizog und bis zum Ende der Hinrunde den dritten Platz belegte, der zur Teilnahme an der Champions-League-Qualifikation berechtigt.

Der SC Sand und der FC Carl Zeiss Jena konnten in der gesamten Hinrunde kein Spiel gewinnen und belegten mit je 2 Punkten die Abstiegsränge. Beide hatten nach der Hinrunde bereits 9 Punkte Rückstand auf Platz 10.

Rückrunde Die Rückrunde begann bereits am 17. Dezember 2021 und wurde nach der Winterpause am 4. Februar 2022 fortgesetzt.

Am 15. Spieltag spitzte sich der Kampf um den dritten Platz durch einen 3:2-Sieg von Eintracht Frankfurt gegen die TSG 1899 Hoffenheim zu. Eintracht Frankfurt und die TSG 1899 Hoffenheim hatten beide 31 Punkte. Turbine Potsdam lag einen Punkt dahinter. Am 16. Spieltag verlor die TSG 1899 Hoffenheim mit 2:4 gegen den FC Bayern München. Hierdurch konnten Eintracht Frankfurt und Turbine Potsdam die TSG 1899 Hoffenheim in der Tabelle überholen. Turbine Potsdam konnte am 17. Spieltag erstmals in der Saison den dritten Platz erobern, da Eintracht Frankfurt an diesem Spieltag mit 4:2 gegen den FC Bayern München verlor. Der FC Bayern München hatte am 19. Spieltag die Chance, mit einem Sieg gegen den VfL Wolfsburg die Tabellenführung zu übernehmen. Zahlreiche Spielerinnen des FC Bayern München verpassten aufgrund einer Infektion mit COVID-19. Der VfL Wolfsburg konnte das Spiel mit 6:0 gewinnen und den Vorsprung auf den FC Bayern München auf 4 Punkte ausbauen. Am 20. Spieltag konnte Turbine Potsdam die TSG 1899 Hoffenheim mit 2:1 besiegen, festigte den dritten Platz und hat nun zwei Spieltage vor dem Saisonende einen Vorsprung von drei Punkten auf Eintracht Frankfurt und die TSG 1899 Hoffenheim. Am 21. Spieltag gewann Frankfurt das Direktduell um die Champions League in Potsdam mit 2:0.

Der FC Carl Zeiss Jena konnte am 14. Spieltag seinen ersten Saisonsieg gegen Werder Bremen feiern. Nach dem Freitagabendspiel gegen Bayern (0:4) am 20. Spieltag betrug der Rückstand auf Platz 10 neun Punkte, weshalb Jena als erster Absteiger feststand.

Wolfsburg sicherte sich am 21. Spieltag mit einem 10:1 in Jena den Meistertitel. Sand stand am 22. Spieltag als zweiter Absteiger fest. Der Club war die letzten acht Jahre durchgängig erstklassig gewesen. Frankfurt zog am letzten Spieltag an Potsdam vorbei und sicherte sich so die Teilnahme an der Champions League.

Statistiken TabellenführerTabellenletzter

Tabelle Wie bereits im Vorjahr qualifizierte sich auch der Bundesligadritte für die UEFA Women’s Champions League.

Zum Saisonende 2021/22: Zum Saisonende 2020/21: (M) Deutscher Meister 2020/21: FC Bayern München (P) DFB-Pokal-Sieger 2020/21: VfL Wolfsburg (N) Aufsteiger aus der 2. Bundesliga 2020/21: 1. FC Köln, FC Carl Zeiss Jena

Kreuztabelle Die Kreuztabelle stellt die Ergebnisse aller Spiele dieser Saison dar. Die Heimmannschaft ist in der linken Spalte aufgelistet und die Gastmannschaft in der obersten Reihe.

2021/22 22px|Eintracht Frankfurt 20px|FC Carl Zeiss Jena 22px|SC Freiburg 22px|SGS Essen 22px|VfL Wolfsburg 22px|Werder Bremen 22px|FC Bayern München 22px|TSG 1899 Hoffenheim 22x22px|1. FC Köln 22px|SC Sand 22px|Bayer 04 Leverkusen 22px|1. FFC Turbine Potsdam Eintracht Frankfurt 6:0 1:2 1:0 1:4 4:0 3:2 3:2 4:0 2:1 2:1 3:3 FC Carl Zeiss Jena 0:4 1:5 0:4 1:10 1:1 0:4 1:5 1:3 1:4 0:3 0:6 SC Freiburg 0:1 7:1 3:0 2:2 1:0 0:3 1:3 2:2 7:1 1:2 0:0 SGS Essen 0:2 3:0 0:1 1:5 0:0 1:2 0:0 1:1 4:1 1:1 0:5 VfL Wolfsburg 3:2 5:0 4:1 5:1 3:1 6:0 3:0 3:0 4:0 7:1 3:0 SV Werder Bremen 1:0 0:2 0:0 1:0 0:2 0:2 0:1 0:0 1:0 0:3 0:5 FC Bayern München 4:2 3:0 4:0 4:0 0:1 8:0 3:1 6:0 4:0 7:1 5:0 TSG 1899 Hoffenheim 2:1 6:0 2:1 2:1 2:1 7:1 2:4 1:1 3:3 7:1 1:2 1. FC Köln 1:2 2:0 0:0 2:1 1:5 1:1 0:6 1:2 1:0 1:1 1:3 SC Sand 0:2 0:0 0:2 1:1 1:2 0:1 0:3 1:1 1:0 2:1 0:1 Bayer 04 Leverkusen 0:1 2:0 2:3 1:2 1:1 1:1 0:3 0:3 3:4 2:0 2:0 1. FFC Turbine Potsdam 0:2 5:0 2:1 3:2 0:3 5:0 1:1 3:3 2:0 2:0 4:2 Stand: EndstandSpielplan, dfb.de, abgerufen am 16. Mai 2022.

Tabellenverlauf Verlegte Partien werden entsprechend der ursprünglichen Terminierung dargestellt, damit an allen Spieltagen für jede Mannschaft die gleiche Anzahl an Spielen berücksichtigt wird. 1234567891011121314151617181920212225x25px|FC Bayern München111111132222222222222222x22px|VfL Wolfsburg222224211111111111111126x26px|TSG 1899 Hoffenheim434355324333333554455522x22px|1. FFC Turbine Potsdam1067666555555555433333428x28px|Bayer 04 Leverkusen2754324666666666777777443543643444444345544322x22px|SC Freiburg89119881087778777766666622x22px|SGS Essen65677797899999999101010101033x33px|SV Werder Bremen1212101212108101010101010101010109999924x24px|SC Sand810121010121212121211111111111111111111111128x28px|FC Carl Zeiss Jena1011989111111111112121212121212121212121222x22px|1. FC Köln688111197998878888888888

Liste der Torschützinnen Bei Gleichstand sind die Spielerinnen alphabetisch nach Nach- bzw. Künstlernamen sortiert. 16 Tore waren in der Geschichte der Frauen-Bundesliga die geringste Anzahl, die zum Titel der Torschützenkönigin reichte. Rang Spielerin Verein Tore 1. FC Bayern München 16 2. 1. FFC Turbine Potsdam 13 VfL Wolfsburg 4. TSG 1899 Hoffenheim 12 Eintracht Frankfurt TSG 1899 Hoffenheim 7. SC Freiburg 11 Eintracht Frankfurt 9. 1. FFC Turbine Potsdam 10 FC Bayern München VfL Wolfsburg Stand: Saisonende

Torvorlagenliste Bei gleicher Anzahl an Torvorlagen sind die Spielerinnen alphabetisch nach Nach- bzw. Künstlernamen sortiert. Rang Spielerin Verein Torvorlagen 1. VfL Wolfsburg 13 2. VfL Wolfsburg 11 3. FC Bayern München 10 1. FFC Turbine Potsdam Eintracht Frankfurt 4. TSG 1899 Hoffenheim 7 TSG 1899 Hoffenheim VfL Wolfsburg 9. 1. FFC Turbine Potsdam 6 FC Bayern München VfL Wolfsburg FC Bayern München Stand: Saisonende

Scorerliste Als Scorerpunkt(e) zählen sowohl die erzielten Tore als auch die Torvorlagen einer Spielerin. Bei gleicher Anzahl von Scorerpunkten sind die Spielerinnen zuerst nach der Anzahl der Tore und danach alphabetisch nach Nach- bzw. Künstlernamen sortiert. Rang Spielerin Verein Gesamt Tore Vorlagen 1. Eintracht Frankfurt 21 11 10 2. FC Bayern München 20 16 4 VfL Wolfsburg 13 7 1. FFC Turbine Potsdam 10 10 5. TSG 1899 Hoffenheim 19 12 7 6. TSG 1899 Hoffenheim 18 12 6 7. 1. FFC Turbine Potsdam 17 13 4 Eintracht Frankfurt 12 5 VfL Wolfsburg 4 13 10. VfL Wolfsburg 15 10 5 Stand: Saisonende

Die Meistermannschaft VfL Wolfsburg 150px|Logo des VfL Wolfsburg Tor: Almuth Schult (16/0), Lisa Weiß (5/0), Katarzyna Kiedrzynek (1/0)Abwehr: Dominique Janssen (22/7), Kathrin Hendrich (20/2), Joelle Wedemeyer (20/1), Felicitas Rauch (17/3), Lynn Wilms (11/0), Sofie Svava (8/0), Sara Doorsoun (5/0), Anna Blässe (3/1)Mittelfeld: Jill Roord (22/10), Svenja Huth (20/4), Lena Lattwein (19/7), Lena Oberdorf (17/2), Pia-Sophie Wolter (3/1), Lotta Cordes (2/0)Sturm: Tabea Waßmuth (21/13), Sandra Starke (18/3), Turid Knaak (16/0), Rebecka Blomqvist (15/4), Joëlle Smits (13/1), Pauline Bremer (11/6), Shanice van de Sanden (10/2), Alexandra Popp (9/2), Sveindís Jane Jónsdóttir (8/3), Ewa Pajor (7/8)Trainer: Tommy Stroot ohne Einsatz: Julia Kassen, Melanie WagnerKader Wolfsburg 2021/22

Schiedsrichterinnen Für die Saison 2021/22 hat der DFB 19 Schiedsrichterinnen vorgesehen. NameGeborenVereinszugehörigkeitLandesverbandInes Appelmann8. Dez. 1987RWO AlzeySüdwestVanessa Arlt20. März 1991SC Greven 09WestfalenChristina Biehl15. Apr. 1986SV NiederhambachSüdwestNaemi Breier30. Apr. 1993FC Zerf/HochwaldRheinlandMirka Derlin25. Nov. 1984TSV DahmeSchleswig-HolsteinSina Diekmann5. Juni 1989SF SölderholzWestfalenLaura Duske26. Nov. 1986Vorwärts Spoho KölnMittelrheinAnna-Lena Heidenreich5. Dez. 1990VfB LübeckSchleswig-HolsteinKathrin Heimann10. Okt. 1985Wacker GladbeckWestfalenRiem Hussein26. Juli 1980TSG Bad HarzburgNiedersachsenMelissa Joos15. Nov. 1991TV EchterdingenWürttembergFabienne Michel4. Sept. 1994TV Gau-OdernheimSüdwestKatrin Rafalski4. Feb. 1982TSV BesseHessenMiriam Schwermer23. Juli 1994SV Grün-Weiß RiederSachsen-AnhaltAngelika Söder18. April 1989TSV OchenbruckBayernKaroline Wacker19. Feb. 1991Sportfreunde GroßerlachWürttembergChristine Weigelt28. Dez. 1984RB LeipzigSachsenNadine Westerhoff8. Feb. 1983DSC Wanne-EickelWestfalenFranziska Wildfeuer1. Dez. 1993VfB LübeckSchleswig-HolsteinStand: 28. April 2022