Stanley Richard Bate (* 12. Dezember 1911 in Plymouth; † 19. Oktober 1959 in London) war ein englischer Komponist.

Leben Stanley Bate studierte von 1932 bis 1936 am Royal College of Music, wo er Kompositionsschüler von Ralph Vaughan Williams war. Von 1936 bis 1937 war er in Paris Schüler von Nadia Boulanger (und möglicherweise auch Maurice Ravel) und an der Hochschule für Musik Berlin von Paul Hindemith. 1937 kehrte er nach England zurück und wurde musikalischer Leiter des Phoenix Theatre in London. 1938 heiratete er die Komponistin Peggy Glanville-Hicks.

Mit seiner Frau reiste er von 1939 bis 1940 durch Australien, wo er als Pianist auftrat. Bis 1944 lebte er in den USA, wo viele seiner Werke mit ihm als Solist erfolgreich aufgeführt wurden. 1945 unternahm er eine Reise durch Brasilien, wo er vor Heitor Villa-Lobos auftrat und mehrere Rundfunkkonzerte leitete. Zwischen 1946 und 1949 lebte er erneut in den USA. 1949 kehrte er nach England zurück und ließ sich in London nieder. Auf dem 10. Cheltenham Annual Festival of British Contemporary Music 1954 wurde seine 3. Sinfonie mit großem Erfolg aufgeführt. Kurz vor seinem Tod unternahm er 1958 eine Konzertreise in die USA sowie nach Jugoslawien.

Bate war ein überaus produktiver Komponist. Er schuf Opern, Ballette und Filmmusiken, Sinfonien und Instrumentalkonzerte, kammermusikalische Werke, zahlreiche Klaviersonaten und Lieder.

Werke The Forest Enchanted, Oper, 1928 All for the Queen - a faerie phantasy, 1931 Streichquartett, 1933 1. Sinfonie in e-Moll, 1934 Eros, Ballett, 1935 Orchesterouvertüre, 1936 Streichquartett Nr. 1, 1936 Two Preludes für Kammerorchester, 1936 Violinkonzert Nr. 1, 1936–37 Six Pieces for an Infant Prodigy für Klavier, 1937 Goyescas für Klavier und Streichquartett, 1937 Fünf Stücke für Streichquartett, 1937 Perseus, Ballett, 1938–39 Cap over Mill, Ballett, 1939 3. Sinfonie, 1940 2. Klavierkonzert, 1940 Romance and Toccata für Klavier, 1941 Streichquartett Nr. 2 in c-Moll, 1942 Violinkonzert Nr. 2, 1943 Konzert für zwei Klaviere und Orchester, 1943 Suite Nr. 1 für Klavier solo, 1943 The Fifth Year, Filmmusik, 1944 Haneen, Fantasie über ein arabisches Thema für Flöte, Gong und Streicher, 1944 Overture to a Russian War Relief Concert für zwei Klaviere zu vier Händen, 1944 Violakonzert, 1944–46 Sinfonietta Nr. 2, 1945–46 Pomes Penyeach, Lieder nach James Joyce, 1946 Jean Helion, Filmmusik, 1946 Dance Variations, Ballett, 1946 Highland Fling, Ballett, 1946 Pastorale für Militärkapelle, 1946–47 Three Hilaire Belloc Songs, Lieder, 1947–48 Violinkonzert Nr. 3, 1947–50 Troilus and Cressida, Ballett nach William Shakespeare, 1948 3. Klavierkonzert, 1951–52 Concerto grosso für Klavier und Streicher, 1952 Prelude, Rondo und Toccata für Klavier, 1953 The Pleasure Garden, Filmmusik, 1953 Light through the Ages, Filmmusik, 1953 4. Sinfonie, 1955 Incantations für Sopran und Orchester, 1957

Weblinks Ausführlicher Lebenslauf Bates auf musicweb-international.com (in englischer Sprache)

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