Der Osser ist ein hoher Berg im Grazer Bergland im österreichischen Bundesland Steiermark. Er liegt im Bereich der Teichalm auf dem Gebiet der Gemeinde Fladnitz an der Teichalm und bildet die zweithöchste Erhebung des Grazer Berglandes. Er ist eng mit dem südlich vorgelagerten Buchkogel () verbunden, an seiner Ostseite entspringt die Raab.
Berg und Umgebung Nördlich und westlich des Ossers liegen wellige Hochflächen, von denen aus der Berg relativ wenig prominent erscheint, touristisch wird dieser Bereich, zu dem auch die Teichalm gehört, als Almenland vermarktet. Imposanter ist der Osser von Süden her, hier erhebt er sich rund 900 Höhenmeter über das Passailer Becken.Alle Höhen- und Distanzangaben entstammen der amtlichen Karte via GIS-Steiermark In dieser Südrichtung ist dem Osser der kleinere Buchkogel () vorgelagert, sein Gipfelkreuz befindet sich auf einer deutlich niedrigeren () Kuppe im Südwesten, die jedoch einen schönen Rundumblick über das Passailer Becken bietet. Der Gipfel des Ossers ist heute weitgehend bewaldet, in der Vergangenheit war er eine Almfläche (1885: „Den Gipfel des Osser erblickt man schon von ferne, durch seine charakteristische kegelartige Form und die aus saftigen Alpenmatten sich erhebende grüne Kuppe kenntlich“). An der Ostseite des Ossers bildet ein Sattel am Schwoabauerkreuz den Übergang zu den Siebenkögeln, einem ostwärts laufenden Rücken mit einer Reihe namenloser Wiesenkuppen.
Der Osser besteht aus Kalkstein, er ist Typlokalität für den sogenannten Osser-Kalk, der innerhalb des Grazer Paläozoikums der Hochlantsch-Fazies angehört.Hans Peter Schönlaub: Das Paläozoikum in Österreich. Verbreitung, Stratigraphie, Korrelation, Entwicklung und Paläogeographie nicht-metamorpher und metamorpher Abfolgen. Aus: Martin E. Schmid (Red.), Franz Karl Bauer (Red.): Abhandlungen der Geologischen Bundesanstalt in Wien, Band 33. Geologische Bundesanstalt (Hrsg.), Wien 1979, ISBN 3-900312-00-1, S. 1–124. Darin: Das Grazer Bergland, S. 71–74 ().
Am Ende eines Grabens, der sich von Passail bis östlich unter den Ossergipfel hinzieht, befindet sich der Raabursprung, die Quelle dieses für die Oststeiermark und das westliche Ungarn bedeutenden Flusses. Der Osser bildet somit eine lokale Wasserscheide, seine Nordhänge entwässern über den Mixnitzbach in die Mur, seine Südhänge in die Raab. Von der sogenannten Waldmühle aus erschließt ein kurzer Rundwanderweg mit deutsch- und ungarischsprachigen Informationstafeln die Raabquelle touristisch. Die Waldmühle kann auch als Ausgangspunkt für Wanderungen zum Schwoabauerkreuz oder auf den Osser selbst dienen, letzteres ist die nach Höhenmetern anspruchsvollste Variante, um den Gipfel zu erreichen. Weniger Höhenmeter ergeben sich bei Start von der Teichalm aus.
Weblinks
Amtliche Karte im GIS-Steiermark Naturpark Almenland
Einzelnachweise
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