mini|Ortsteile der Gemeinde Grabfeld (2022) Grabfeld ist eine kreisangehörige Gemeinde im Landkreis Schmalkalden-Meiningen. Im Gemeindegebiet leben etwa 5700 Einwohner.

Geographie Geographische Lage Die Gemeinde Grabfeld liegt im fränkisch geprägten Süden von Thüringen und befindet sich direkt an der Landesgrenze zu Bayern und umfasst das nördliche Gebiet der namensgebenden Region Grabfeld, das überwiegend über Jüchse und Bibra zur Werra entwässert, während fast das gesamte sonstige Grabfeld zum Einzugsgebiet des Mains gehört.

Nachbargemeinden Die Gemeinde Grabfeld grenzt (von Nordosten beginnend entgegen dem Uhrzeigersinn) an folgende Gemeinden: Leutersdorf, Vachdorf, Neubrunn, Ritschenhausen, Untermaßfeld, die Stadt Meiningen im Landkreis Schmalkalden-Meiningen, die Stadt Mellrichstadt, Hendungen und Höchheim im bayerischen Landkreis Rhön-Grabfeld sowie die Stadt Römhild, Dingsleben, St. Bernhard, Beinerstadt und die Stadt Themar im Landkreis Hildburghausen.

Ortsteile

Die Gemeindeverwaltung befindet sich in Rentwertshausen.

Geschichte Die Gemeinde Grabfeld entstand am 1. Dezember 2007 aus dem Zusammenschluss der Mitgliedsgemeinden der gleichnamigen Verwaltungsgemeinschaft.StBA: Gebietsänderungen vom 01.01. bis 31.12.2007 Am 1. Januar 2012 trat der Schillerort Bauerbach der Gemeinde bei. Die Gemeinde Wölfershausen ist zum 1. Januar 2019 der Gemeinde Grabfeld beigetreten.

Die Ortsteile Bauerbach, Exdorf, Jüchsen, Obendorf und Queienfeld waren von Hexenverfolgungen betroffen.

Bevölkerungsentwicklung Jahr 2007 2008 2009 2010 2011 2012 2013 2014 2015 2016 2017 2018 2019 2020 2021 2022 2023 2024 Einwohner 5502 5449 5426 5361 5248 5503 5448 5403 5345 5337 5337 5308 5632 5618 5610 5597 5531 5425 Datenquelle: Thüringer Landesamt für Statistik – Werte jeweils vom 31. Dezember

Politik Gemeinderat Der Gemeinderat von Grabfeld setzt sich aus 20 Ratsfrauen und -herren zusammen. Aus der Kommunalwahl am 26. Mai 2024, ging die CDU als Wahlgewinner mit einer absoluten Mehrheit hervor. Die Freien Wähler fuhren hingegen herbe Verluste ein. Obwohl DIE LINKE 2024 nicht erneut antrat musste auch die SPD - ebenso wie die FV/SV/PG Jüchsen - leichte Verluste einfahren. Erstmals trat Grabfeld Bulls e. V. an und erreichte auf Anhieb einen Sitz. Die Wahlbeteiligung betrug 70,1 % (2019: 65,3 %), was zu folgendem Ergebnis führte:

Partei / Liste Stimmenanteil Sitze CDU 55,1 % 11 Grabfeld Bulls 6,6 % 1 SPD 3,6 1 Freie Wähler 20,5 % 4 FW/SV/PG Jüchsen 14,2 % 3

Bürgermeister Der hauptamtliche Bürgermeister Christian Seeber wurde am 12. Januar 2014 gewählt und am 27. Oktober 2019 für eine zweite Amtszeit wiedergewählt. Er war seit 2010 der Vorsitzende der Verwaltungsgemeinschaft Feldstein in Themar und löste den bisherigen Bürgermeister Ingo Hein damit ab.

Bürgermeister Partei Zeitraum Ingo Hein CDU 2007–2014 Christian Seeber CDU seit 2014

Wappen

Flagge Die Flagge der Gemeinde Grabfeld ist Weiß - Blau geviert und trägt das Gemeindewappen. (PDF; 383 kB).

Dienstsiegel Das Dienstsiegel der Gemeinde zeigt das Gemeindewappen und trägt folgende Umschrift: im oberen Halbbogen „Thüringen“, im unteren Halbbogen „Gemeinde Grabfeld“.

Verkehr Straße Die Gemeinde Grabfeld wird von mehreren Landes- und Kreisstraßen zur Erschließung der einzelnen Ortsteile durchzogen. Die Wichtigste ist hierbei die L 1131, welche eine überregionale Verbindung zwischen Meiningen und Bad Königshofen darstellt. Weitere naheliegende wichtige Verkehrsverbindungen, die jedoch nicht auf Gemeindegebiet liegen, sind die L 3089 bzw. Bundesstraße 89 (Meiningen–Hildburghausen–Sonneberg) und die L 3019, die ehemalige Bundesstraße 19 (Eisenach–Meiningen–Würzburg).

Die Gemeinde Grabfeld wird durch die Anschlussstelle 23 „Rentwertshausen“ der Bundesautobahn 71 erschlossen. Sie liegt zwischen den Ortsteilen Rentwertshausen und Queienfeld. Seit November 2018 befindet sich für den Ortsteil Queienfeld eine rund 1,3 km lange Ortsumfahrung im Bau. Sie soll die enge, kurvige Ortsdurchfahrt vom Durchgangsverkehr entlasten und außerdem für eine bessere Anbindung der Gewerbegebiete von Queienfeld („Thüringer Tor“) und Wolfmannshausen sorgen. Die Ortsumfahrung soll im Juni 2020 fertiggestellt sein.

Bahnverkehr Durch die Gemeinde führt die Bahnstrecke Schweinfurt–Meiningen. Auf ihr verkehren der Regionalexpress 7 Mainfranken-Thüringen-Express Erfurt–Würzburg und die Regionalbahn EB 40 Unterfrankenshuttle Meiningen–Schweinfurt. Haltepunkte für die EB 40 existieren in den Ortsteilen Wölfershausen, Bibra und Rentwertshausen und für den RE 7 in Rentwertshausen (einzelne Züge). Der nächstgelegene größere Bahnhof befindet sich in der rund 12 km entfernten Kreisstadt Meiningen, wo Direktanschlüsse nach Eisenach, Erfurt, Sonneberg und Schweinfurt existieren.

Persönlichkeiten Friedrich Georg von Stein (1769–1851), in Nordheim geborener Offizier und Gutsbesitzer Wilhelmine Eichler (1872–1937), in Queienfeld geborene Politikerin (SPD, KPD), eine der ersten Frauen in der Nationalversammlung und im Reichstag Max Holländer (1876–1941), in Bauerbach geborener Hofapotheker und Besitzer der Schlossmühle in Heidesheim am Rhein

Weblinks

Website der Gemeinde Grabfeld

Einzelnachweise

Kategorie:Gemeindegründung 2007