mini|Ana Luísa Amaral 2013 bei der Buchmesse in Göteborg Ana Luísa Amaral, vollständiger Name Ana Luísa Ribeiro Barata do Amaral (* 15. April 1956 in Lissabon; † 5. August 2022 in Porto) war eine portugiesische Poetin, Literaturwissenschaftlerin und Übersetzerin. 2021 gewann sie den Premio Reina Sofía de Poesía, den bedeutendsten Preis für Dichtung im iberoromanischen Sprachraum.
Leben und Werk Ana Luisa Amarals Kindheit und Jugend war geprägt von der Lektüre angelsächsischer Autorinnen und Autoren wie Walter Scott, Washington Irving, Louisa Alcott und Enid Blyton. Sie studierte Anglistik an der Universität Porto. 1986 absolvierte sie ihre wissenschaftliche Abschlussprüfung, verbunden mit der Bescheinigung der Fähigkeit zur Lehre der angelsächsischen Literatur.
Einen Teil der 1980er Jahre verbrachte sie in England. 1991 und 1992 lebte sie in den Vereinigten Staaten von Amerika.
1996 promovierte sie an der Universität Porto mit einer Dissertation mit dem Thema Emily Dickinson: Uma poética de excesso. Anschließend wurde sie als Professorin an das Institut für vergleichende Literaturwissenschaft Margarida Losa der Universität Porto berufen. Sie schrieb eine Reihe von Abhandlungen über englische und US-amerikanische Dichtung. Dabei zeigte sie Verbindungen auf zwischen der angelsächsischen Literatur und den Werken portugiesischer Autoren wie Fernando Pessoa, Mário de Sá-Carneiro, Jorge de Sena und Sophia de Mello Breyner Andresen. Sie eine der Pionierinnen für Geschlechterstudien. Gemeinsam mit Gabriela Macedo verfasste sie den 2005 erschienenen Dicionário de Crítica Feminista.
Sie verfasste eine Vielzahl von Gedichten, Essays, Theaterstücken und Kinderbüchern. Ihre Dichtung wurde in verschiedene Sprachen übersetzt und erschien unter anderem in Frankreich, Brasilien, Italien, Schweden, den Niederlanden, Venezuela, Kolumbien, Mexiko und Deutschland. Ihrerseits übersetzte sie unter anderem Werke von William Shakespeare, Louise Glück, John Updike und Emily Dickinson ins Portugiesische.
Auf dem portugiesischen Radiosender Antena 2 moderierte sie die literarische Sendung O som que os versos fazem ao abrirSo klingen die Verse, wenn sie sich öffnen gemeinsam mit Luís Caetano Pereira Guimarães Júnior.
Ana Luisa Amaral starb Anfang August 2022 im Alter von 66 Jahren.
Buchveröffentlichungen Ana Luísa Amaral schrieb unter anderem die folgenden Werke:
Dichtung
In deutscher Übersetzung
Was ist ein Name. Gedichte 1990–2020. Übersetzt von Michael Kegler und Piero Salabé. Edition Lyrik Kabinett, Carl Hanser Verlag, 2021, ISBN 978-3-446-26912-5
Essay
Theater
Erzählung
Kinder- und Jugendliteratur
Auszeichnungen 2007 Premio Giuseppe Acerbi von Italien 2007 Prémio Casino da Póvoa / Correntes d'Escritas für A génese do amor 2008 Großer Preis der Vereinigung der portugiesischen Schriftsteller für Entre Dois Rios e Outras Noites 2010 Portugiesischer Preis für Dichtkunst António Gedeão für Vozes 2020 Preis der madrilenischen Buchhändler-Vereinigung für die Gedichtsammlung What's in a name. 2020 Premio Leteo von León für literarische Innovation 2021 Premio literario Vergílio Ferreira 2021 Premio Reina Sofía de Poesía Des Weiteren wurde sie ausgezeichnet mit: Preis für Dichtkunst der Fondazione Roma PEN-Preis für erzählende Literatur
Weblinks
Einzelnachweise
Kategorie:Autor Kategorie:Übersetzer aus dem Englischen Kategorie:Übersetzer ins Portugiesische Kategorie:Hochschullehrer (Universität Porto) Kategorie:Literaturwissenschaftler Kategorie:Sachliteratur Kategorie:Essay Kategorie:Literatur (Portugiesisch) Kategorie:Literatur (20. Jahrhundert) Kategorie:Literatur (21. Jahrhundert) Kategorie:Lyrik Kategorie:Kinder- und Jugendliteratur Kategorie:Erzählung Kategorie:Portugiese Kategorie:Geboren 1956 Kategorie:Gestorben 2022 Kategorie:Frau