Die Liste der Wegekreuze und Bildstöcke in Eupen listet ohne Anspruch auf Vollständigkeit die Flur- und Wegekreuze sowie die Bildstöcke mit ihren jeweiligen persönlichen Geschichten – soweit bekannt – auf dem Gebiet der Stadt Eupen in der Deutschsprachigen Gemeinschaft von Ostbelgien auf sowie die auf dem Gebiet des eingemeindeten Stadtteils Kettenis. Insgesamt stehen mehr als 170 Wegekreuze auf dem Gebiet der Stadt Eupen auf öffentlichem Eigentum. Ihr Unterhalt wird teils durch Privathand, teils durch das städtische Bauamt gewährleistet.
Liste Eupen (Oberstadt mit dem benachbarten Weiler Stockem sowie Unterstadt am Ufer der Weser mit dem Haas- und Bergviertel) StandortDatierungBeschreibung/InschriftBildAltenheim Klösterchen, Oberstadt unbekanntGeschichte unbekannt100px|zentriertAlter Malmendyer Weg unbekanntGeschichte unbekannt100px|zentriertweitere BilderAuf Aderich 1962 errichtet, 1986 erneuertGedenkkreuz beim Forsthaus Konzen für Anna Hauseur aus Konzen, die beim Lehmstechen von einer herunterstürzenden Lehmwand erschlagen wurde. Erst 1962 wurde ihr auf Initiative der Monschauer Wanderjungend mit einem ersten Holzkreuz gedacht, das im Mai 1986 zum ersten und im Mai 1998 zum zweiten Mal durch den Eifelverein Konzen erneuert wurde.Peter Stollenwerk: Uraltes Holzkreuz in Konzen: Tragische Geschichte enthüllt, in: Aachener Zeitung vom 23. Juni 2024
Inschrift: „Am 9. Juni 1827 verunglückte unweit von hier in einer Lehmkuhle die 15-jährige Anna J. Hauseur tödlich beim Lehmstechen. Im Mai 1986 neuerrichtet. Eifelverein OG Konzen. Erneuert im Mai 1986“100px|zentriertweitere BilderAugust-Tonnar-Straße 1, Oberstadt unbekanntSehr altes und reich verziertes Kreuz aus Zeiten, an dem an dieser Stelle ein wichtiger Fußweg vorbeiführte, der die Bank Baelen mit der Bank Walhorn verband.100px|zentriertweitere Bilder Bellmerin, Weserbrücke, UnterstadtunbekanntVor dem Bau der Brücke benutzten die Menschen die Furt, die sich an dieser Stelle befand. Das Kreuz erinnert an einen tödlichen Unglücksfall. Früher wurde es von einem eisernen Gitter umrandet. 100px|zentriertBergstraße 50, Oberstadt 1865 Großes markantes Kreuz in einer umrandeten Einfassung, wurde auf Wunsch der Anwohner erbaut. Das Kreuz gab dem dahinter liegenden Berggässchen seinen volkstümlichen Namen „Baate Herrgottsvott“.
Inschrift: „Sieh o Mensch Dein Erlöser“.Wegekreuze in Eupen, Übersicht auf den Seiten von ephata.be, abgerufen am 31. Mai 2021100px|zentriertweitere BilderBergstraße 62, Berggässchen, Oberstadt unbekanntHolzkreuz auf Steinsockel, angelehnt an dem alten Haus aus dem Jahr 1720. Möglicherweise ein Unfallkreuz an dieser steilen unwegsamen Stelle.100px|zentriertweitere BilderClousebachpfad unbekanntGeschichte unbekannt; kleines eisernes Kreuz, am Baumstamm angebracht100px|zentriertDiebachhäuser unbekannt Geschichte unbekannt; Holzkreuz mit kleinem hellem Korpus; Ende 2018 grundlegend restauriert auf neuem Fuß; über dem Korpus Bildtafel mit der Inschrift:
„Lebe das Leben – Gott! Gott ist überall!“ 100px|zentriertweitere Bilder Diebach, Mariengrotte1934Metallenes Wegekreuz auf Steinsockel und separater Bildstock. Erbaut von dem Gärtner Peter Weinberg (1867–1951), Grund unbekannt. In der Grotte ist eine Statue der Heiligen Maria von der immerwährenden Hilfe.100px|zentriertweitere BilderDiebachmündung unbekanntGeschichte unbekannt; an einem Baum befestigtes kleines Holzkreuz mit Giebeldach; kleiner metallener Korpus 100px|zentriertEcke Aachener Straße–Simarstraße, Oberstadt vor 1861 Rektor Nikolaus Cornet (1826–1891) fand den Sockel 1861 in der Gasse „Am Kiesel“ und ließ ihn im Klostergarten aufstellen. Cornet veranlasste das Eingravieren der Inschrift und Rektor Robert Ernst (1909–1997) ließ 1993 ein hölzernes Kreuz auf dem Stein anbringen. Die Stadt Eupen versetzte den Stein 1994 an die Ecke der Klosterkirche.
Inschrift: „Te ergo sumus tuis famulus subveni quos Pretioso sanguine Redemsi 1861“100px|zentriertweitere Bilder Ecke Bellmerin–Haagenstraße1890 Im Jahr 1933 wurde es näher an die Hauswand verschoben und mit einer Einzäunung umgeben.
Inschrift: „Sieh o Mensch dein Erlöser 1890“100px|zentriertweitere Bilder Ecke Gülcherstraße–Hütte, UnterstadtunbekanntGeschichte unbekannt 100px|zentriert Ecke Heidweg–Heidgasse, OberstadtunbekanntGeschichte unbekannt 100px|zentriert Ecke Herbesthaler-Textilstraße, Oberstadt1862Das Kreuz wurde im Jahr 1826 errichtet. Es erinnert an den tragischen Tod des Fuhrmanns Johann Simon Wetten, der am 29. November 1826 auf der Landstraße zwischen den Fluren Lommerich und Gemehret von seinem eigenen Karren überfahren wurde und dadurch verstarb.
Inschrift: „Zum frommen Andenken an Johann Simon Wetten – Ehegatte von Angelina Mockel. Er blieb an dieser Stelle tot 1826 RIP“100px|zentriertweitere Bilder Ecke Hisselsgasse–Stockbergerweg, OberstadtunbekanntGeschichte unbekannt100px|zentriertweitere Bilder Ecke Hochstraße–Lommericher Gasse, Oberstadt unbekannt Geschichte unbekannt 100px|zentriert Ecke Kaperberg–Schönefelderweg, Oberstadt unbekanntGeschichte unbekannt, bei Straßenarbeiten wurde der Steinsockel im Boden entfernt. 100px|zentriert Ecke Katharinenweg–Kornei, Ortsteil NispertunbekanntGeschichte unbekannt 100px|zentriert Ecke Kehrweg–Pfad Langesthal, OberstadtunbekanntGeschichte unbekannt;
Inschrift: „Wir beten Dich an Herr Jesu Christe denn durch dein + Heiliges + Kreuz + hast Du die Welt erlöst.“ 100px|zentriertEcke Knippweg–Pfad Schönefeld unbekanntMetallenes Kreuz auf Steinsockel, Geschichte unbekannt 100px|zentriert Ecke Langesthal–TalsperrenstraßeunbekanntErrichtet durch Nikolaus Weinberg (1903–1992), Sohn von Peter Weinberg (1867–1951), dem Erbauer der Mariengrotte im Diebachtal.
Inschrift: „Mein Jesus Barmherzigkeit“100px|zentriertweitere Bilder Ecke Limburger Weg–Oeberg, Unterstadtnach 1980 Ursprünglich gab es an der gegenüberliegenden Seite eine große Kreuzanlage, wahrscheinlich aus der Zeit um 1854. Diese wurde 1925 erneuert und musste wegen örtlicher Baumaßnahmen zweimal an anderer Stelle wiederaufgebaut werden. 100px|zentriertEcke Malmendyer Straße–Eschergasse, Feldenkreuz1756 Andachtskreuz mit im Sockelaufbau integriertem Bildstock. Die Eheleute Peter Felden (1706–1779) und Anna Peinagel ließen dieses Barock-Steindenkmal im Jahre 1756 erbauen. Ursprünglich stand das Denkmal an der gegenüberliegenden Straßenseite an der Kreuzung mit der Kügelgasse vor dem mittlerweile abgerissenen Feldenhaus.
Inschrift „Peter Felden & Anna Peinagel – Betet für die Seelen im Fegefeuer“ in gotischen Lettern und „Priez pour les armes dans le pourgatoire“ in Antiqua. 100px|zentriertweitere Bilder Ecke Monschauer-Straße–Hütteunbekannt Im Jahr 1933 wurde das Kreuz von der gegenüberliegenden Straßenseite der Hütte zum heutigen Standort verlegt.
Inschrift: „Siehe Mensch Dein Erlöser“100px|zentriertweitere BilderEcke Monschauer-Straße–Untere Rottergasse unbekannt Erster Bau 1835. Verlegt zwischen 1837 und 1850. 1936 wegen Straßenbauarbeiten neu errichtet. Im Zweiten Weltkrieg wurde das Gitter beschädigt und später durch eine Einfassung aus Beton ersetzt.100px|zentriertweitere BilderEcke Monschauer-Straße–Weg zu den Clouse-Weihernunbekannt Geschichte unbekannt
Inschrift: „Voll Güte und Erbarmen ist der Herr“100px|zentriertweitere BilderEcke Neustraße–Looten, Oberstadt 1893Erbaut zu Ehren des Fuhrmanns Johann Michael Nyssen, der dort am 6. März 1893 durch einen Unfall verstarb, als sein Pferd scheute und die Fuhrkarre dabei zu Boden schlug und der Fuhrmann dabei von einem Rad des Fuhrwerks erschlagen wurde. 100px|zentriert Ecke Nispert–Heidgasse, Ortsteil Nispert1870Geschichte unbekannt 100px|zentriertEcke Nispert–Knippweg, Ortsteil Nispert unbekanntGeschichte unbekannt 100px|zentriert Ecke Nöretherstraße–Simarstraße, OberstadtunbekanntGeschichte unbekannt 100px|zentriert Ecke Olengraben–Bergkapellstraße1956Die ursprüngliche Kreuzanlage wurde 1864 von den Anwohnern des Viertels bei der Stadtverwaltung beantragt und ursprünglich an der Ecke Bergkapellstraße–Neustraße errichtet. Am 12. Juni 1925 wurde das Kreuz gemäß Beschluss des Stadtrates erneuert. Im Jahr 1956 musste es wegen Bauarbeiten abgerissen und an der heutigen Stelle durch eine neue Anlage ersetzt werden.100px|zentriertweitere Bilder Ecke Postgasse–Kirchgasse, OberstadtunbekanntVielleicht ein Überbleibsel des ehemaligen Kirchhofs 100px|zentriert Ecke Rotenberg-EtterstenunbekanntGeschichte unbekannt. Das Kreuz hat ab 1930 mehrmals seinen Standort gewechselt. Stand zu Beginn an der nicht mehr existierenden Gasse von den Looten zu der Gasse mit Namen „Kleine Gasse“. 100px|zentriertEcke Schilsweg–Fremereygasse, Unterstadt1936Erster Bau 1835. Verlegt zwischen 1837 und 1850. Im Jahr 1936 wegen Straßenbauarbeiten neu errichtet. Im 2. Weltkrieg wurde das Gitter beschädigt und später durch eine Einfassung aus Beton ersetzt. 100px|zentriert Ecke Schönefelderweg–OpersbachunbekanntGeschichte unbekannt 100px|zentriertEcke Stockem–Roereken1767 Kleiner Rundbogiger quadratischer Bildstock mit Figurennische aufgesetztem Kreuz.
Sockelinschrift: „Dieses Bild ist aufgerichtet zu Ehren der Mutter Gottes durch Johannes Hammel und seine Hausfrau Petronella Welter Stockem den ... Marty 1767“100px|zentriertweitere BilderEcke Stockem–Rotenbergplatz, unbekanntGeschichte unbekannt 100px|zentriert Ecke Untere Rottergasse–Bellmerin, UnterstadtunbekanntGeschichte unbekannt.
Inschrift: „Wir beten Dich an Herr Jesu Christe, denn durch dein + Heiliges + Kreuz + hast Du die Welt erlöst.“100px|zentriertweitere Bilder Ecke Vervierser Straße–RoerekenunbekanntDer erste Nachweis einer Existenz eines Kreuzes findet sich im Jahr 1762. 100px|zentriertFlur Kluse, an der Schutzhütte unbekanntGeschichte unbekannt; kleines silbernes Metallkreuz auf einem Holzkreuz aufgesetzt und an einem Baum angebracht100px|zentriertweitere Bilder Fringshaus, Hoscheiter Venn, Menzerathkreuz 1968 Gedenkkreuz an der Bundesstraße ca. 1000 Meter vor Konzen, es erinnert an Magdalena Menzerath, geb. Palm, die seit dem 23. Januar 1827 auf dem Heimweg von Gut Schwerzfeld bei Roetgen nach einem heftigen Schneesturm zunächst vermisst und ihre Leiche erst am 1. März 1827 entdeckt wurde.Peter Stollenwerk: Von Schneewehen zugedeckt, in: Aachener Zeitung vom 17. Dezember 2023
Inschrift: „Magdalena Menzerath. Hier starb im Januar 1827 Magdalena Menzerath aus Konzen in schwerem Schneesturm. Eifelverein OG Konzen 1968“100px|zentriert Getzbachbrücke Kutenhard, Jansenkreuz1872 Unfallkreuz für Christian Jansen, der infolge eines sich entwickelnden Waldbrandes Feuer fing und an den Brandwunden noch vor Ort verstarb. Das aufgestellte Gedenkkreuz wurde im Trockensommer 1947 ebenfalls Opfer eines Brandes und wurde erst im Jahr 1964 durch die Gruppe „Wanderjugend im Eifelverein Monschau“ neu errichtet. Dieses Kreuz wurde später durch Vandalismus zerstört und im Jahr 1974 durch die Pfadfinder aus Raeren neu aufgerichtet. Im Jahr 2002 wurde das kleine schmiedeeiserne Kreuz durch die Eifelvereins-Ortsgruppe Konzen auf massiven Holzbalken neu befestigt.Peter Stollenwerk: Tödliches Feuer im Loheschlag im Jahr 1872, in: Aachener Zeitung vom 18. September 2024
Inschrift: „Zum Andenken an Christian Jansen aus Rollesbroich, der hier am 27. Juli 1872 infolge eines Brandes tödlich verunglückte.“ 100px|zentriert Gospertstraße 30–32, Oberstadtum 1882Geschichte unbekannt 100px|zentriert Gospertstraße 52, Oberstadt1643 Dieses Grabkreuz ist errichtet worden zu Ehren des am 5. April 1643 verstorbenen Hermannes Bredenych, offensichtlich ein Bauer, wie es die reliefartigen Strukturen auf dem Stein andeuten.