Bei den sogenannten Red Rooms handelt es sich um im Internet (hauptsächlich im Darknet) angeblich vorhandene Webseiten, wo in einem Livestream mutmaßlich Menschen ermordet, gefoltert oder sexuell missbraucht werden.
Es ist unklar, ob diese Internetseiten tatsächlich existieren. Es konnten keine stichhaltigen Beweise für die Existenz dieser Seiten gefunden werden. Das Streamen innerhalb des Darknets schließt sich bereits durch dessen technische Funktionsweise aus.
Angeblicher Aufbau von Red Rooms Nach Berichten von Internetnutzern sollen die Red Rooms so ähnlich aufgebaut sein wie ein normales Videoportal. Zugang zu einem Red Room sollen nur ausgewählte Kunden erhalten. Dies läuft nach Angaben von Zeugen nur gegen eine hohe Bezahlung.
Möglicher Ursprung der Gerüchte Ein möglicher Ursprung der Gerüchte um die Red Rooms ist der Fall um den australischen Sexualstraftäter und Mörder Peter Scully. Dieser missbrauchte im Jahr 2012 mit seiner damaligen 19 Jahre alten Freundin auf den Philippinen mehrere Kinder im Alter von 18 Monaten, zehn und zwölf Jahren und ließ sich dabei filmen. Das Paar verkaufte das Videomaterial im Internet an zahlreiche Kunden. Das Material des Videos Daisy’s Destruction erlangte aufgrund der Schwere des Inhalts schnell Bekanntheit im Internet. Zunächst war unklar, ob das Material echt ist. Jedoch wurde es nach der Festnahme und der Verurteilung des Paares von Ermittlern bestätigt. Das Videomaterial war nach Angaben des Sydney Morning Herald so grausam, dass die Polizei es als „das Schlimmste, was uns in den Jahren unserer Kampagne gegen Kinderpornografie begegnet ist“ bezeichnete. Die britische Zeitung The Sun bezeichnet den Fall Peter Scully als Ausgangspunkt für die Gerüchte der Red Rooms.
Weblinks Was sind rote Räume und sind sie real? – Onion Sites
Einzelnachweise
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