mini|hochkant|Justus von Dohnányi (2015) Gewinner des Deutschen Filmpreises in der Kategorie Beste männliche Nebenrolle (früher: Beste darstellerische Leistung – männliche Nebenrolle). Von Ende der 1960er/Anfang der 1970er Jahre bis 1996 wurde die Kategorie durch einen Preis für die „besten darstellerischen Leistungen“ ersetzt, ohne eine Einteilung nach Haupt- oder Nebenrollen. Seit 1997 werden die Auszeichnungen für Schauspieler wieder getrennt nach Haupt- und Nebenrollen ausgelobt. Die Gewinner werden seit 1999 mit der Preisstatuette „Lola“ geehrt und erhalten ein Preisgeld von 10.000 Euro. Zuvor war das Filmband in Gold vergeben worden.

Die Schauspieler Albrecht Schuch, Justus von Dohnányi und Hanns Lothar gewannen den Preis zweimal. Von Dohnányi erhielt seit Einführung des Nominierungsmodus für diese Kategorie im Jahr 1997 auch die meisten Nennungen (drei). Genauso viele Nominierungen und jeweils einen Sieg erzielten Godehard Giese, Robert Gwisdek und Alexander Scheer. 2020 erhielt Albrecht Schuch sowohl den Preis als bester Neben- als auch als bester Hauptdarsteller des Jahres zuerkannt.

Preisträger von 1954–1970

Jahr Preisträger Filmtitel 1954 Reinhold Schünzel Meines Vaters Pferde 1955 Martin Held Canaris 1956 Erich Ponto Himmel ohne Sterne 1957 Hannes Messemer Rose Bernd 1958 Werner Peters Nachts, wenn der Teufel kam 1959 Fritz Schmiedel Der Mann, der sich verkaufte 1960 Hanns Lothar Buddenbrooks I. Teil 1961 Hanns Lothar Der letzte Zeuge 1962 Walter Giller Zwei unter Millionen 1963 Preis nicht vergeben 1964 Sigfrit Steiner Ein Mann im schönsten Alter 1965 Rudolf Forster Wälsungenblut 1966 Preis nicht vergeben 1967 Günter Mack Abschied von gestern 1968– 1969 Preis nicht vergeben 1970 Vladimír Pucholt Malatesta

Preisträger und Nominierte ab 1997

1997

Moritz Bleibtreu – Knockin’ on Heaven’s Door Tim Bergmann – Echte Kerle Michael Mendl – 14 Tage lebenslänglich

1998

Peter Lohmeyer – Zugvögel … Einmal nach Inari Rufus Beck – Jimmy the Kid Josef Bierbichler – Winterschläfer

1999

Herbert Knaup – Lola rennt Dominique Horwitz – Nachtgestalten Lars Rudolph – Fette Welt

2000er-Jahre 2000

Edgar Selge – Drei Chinesen mit dem Kontrabass Vadim Glowna – Die Unberührbare Óscar O. Sánchez – Fußball ist unser Leben

2001

Justus von Dohnányi – Das Experiment Frank Giering – Gran Paradiso Lars Rudolph – Der Krieger und die Kaiserin

2002

Matthias Habich – Nirgendwo in Afrika Martin Feifel – Was tun, wenn’s brennt? Remo Girone – Heaven

2003

Florian Lukas – Good Bye, Lenin! Devid Striesow – Lichter Manfred Zapatka – Elefantenherz

2004

Detlev Buck – Herr Lehmann Fritz Roth – Muxmäuschenstill Hinnerk Schönemann – Kroko

2005

Burghart Klaußner – Die fetten Jahre sind vorbei Uwe Ochsenknecht – Vom Suchen und Finden der Liebe Udo Samel – Alles auf Zucker!

2006

Ulrich Tukur – Das Leben der Anderen Burghart Klaußner – Requiem Andreas Schmidt – Sommer vorm Balkon

2007

Devid Striesow – Die Fälscher Sylvester Groth – Mein Führer – Die wirklich wahrste Wahrheit über Adolf Hitler Hinnerk Schönemann – Emmas Glück

2008

Frederick Lau – Die Welle Justus von Dohnányi – Bis zum Ellenbogen Herbert Knaup – Du bist nicht allein

2009

Andreas Schmidt – Fleisch ist mein Gemüse Steve Buscemi – John Rabe Rüdiger Vogler – Effi Briest

2010er-Jahre 2010

Justus von Dohnányi – Männerherzen Rainer Bock – Das weiße Band – Eine deutsche Kindergeschichte Ulrich Noethen – Henri 4 Settar Tanrıöğen – Die Fremde

2011

Richy Müller – Poll Vedat Erincin – Shahada Heino Ferch – Vincent will Meer

2012

Otto Mellies – Halt auf freier Strecke Hermann Beyer – Vergiss dein Ende Bernhard Schütz – Das System – Alles verstehen heißt alles verzeihen

2013

Michael Gwisdek – Oh Boy Robert Gwisdek – Das Wochenende Ernst Stötzner – Was bleibt

2014

Tobias Moretti – Das finstere Tal Michael Maertens – Finsterworld Kida Khodr Ramadan – Ummah – Unter Freunden

2015

Joel Basman – Wir sind jung. Wir sind stark. Burghart Klaußner – Elser – Er hätte die Welt verändert Gert Voss – Im Labyrinth des Schweigens

2016

Ronald Zehrfeld – Der Staat gegen Fritz Bauer Fabian Busch – Er ist wieder da Michael Nyqvist – Colonia Dignidad – Es gibt kein Zurück

2017

Georg Friedrich – Wild Rainer Bock – Einsamkeit und Sex und Mitleid Martin Feifel – Die Welt der Wunderlichs

2018

Robert Gwisdek – 3 Tage in Quiberon Alexander Fehling – Der Hauptmann Charly Hübner – 3 Tage in Quiberon

2019

Alexander Fehling – Das Ende der Wahrheit Oliver Masucci – Werk ohne Autor Martin Wuttke – Glück ist was für Weicheier

2020er-Jahre 2020

Albrecht Schuch – Berlin Alexanderplatz Pasquale Aleardi – Ich war noch niemals in New York Godehard Giese – Es gilt das gesprochene Wort

2021

Thorsten Merten – Curveball – Wir machen die Wahrheit Milan Peschel – Je suis Karl Hary Prinz – Enfant Terrible

2022

Alexander Scheer – Rabiye Kurnaz gegen George W. Bush Godehard Giese – Niemand ist bei den Kälbern Henry Hübchen – Stasikomödie Jörg Schüttauf – Lieber Thomas

2023

Albrecht Schuch – Im Westen nichts Neues Karl Markovics – Was man von hier aus sehen kann Clemens Schick – Servus Papa, See You in Hell

2024

Hans-Uwe Bauer – Sterben Christian Friedel – 15 Jahre Robert Gwisdek – Sterben

2025

Godehard Giese – Sad Jokes nominiert: Alexander Scheer – In Liebe, Eure Hilde Alexander Scheer – Köln 75

Weblinks Offizielle Liste aller Preisträger seit 2005

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