Das CH-Tanztheater, auch ch tanztheater, war von 1979 bis 1995 eine der ersten freischaffenden Schweizer Tanzgruppen.
Geschichte Zusammen mit Gruppen wie Choreo 77 und Festivals wie den Berner Tanztagen war das ch tanztheater bei der Etablierung der freien Schweizer Tanzszene involviert. Neben der Direktorin, Produktionsleiterin und Choreografin Eve Trachsel tanzten und choreografierten unter anderen Oscar Aráiz, Laura Atwood, Claire Birrfelder, Etienne Frey, Denise Lampart, Sabine Seume, und es gab Kooperationen mit Fritz Hauser, Philippe Saire und Guilhermo Botelho. Parallel zu den Tanzproduktionen gründete Trachsel 1981 die Ausbildungsstätte PLUS. Ab 1989 bespielte die Gruppe das eigene Theater Westend in Zürich. Bis zum Abbruch des Industriegeländes und der Auflösung 1995 hatte die Company dort ihren festen Arbeitsort.
Eve Trachsel, ehemalige Ballettmeisterin der Batsheva Dance Company von 1978 bis 1979, gründete 1979 in Zürich das ch tanztheater mit Tsutomu Ben Iida als künstlerischen Lmiter (bis 1987) und Peter Hauri in der Produktionsleitung. Stefan Sägesser ergänzte ab 1988 das Leitungsteam. Im Jahr 1986 präsentierte das ch tanztheater beim World Festival der Expo 86 in Vancouver, Kanada, zeitgenössisches Tanzschaffen aus Europa. 1987 war die Tanztheaterkompagnie mit den Choreografien Vox populi und A la limite d’absence zu den 1. Berner Tanztagen eingeladen.
Die Truppe bestand bis 1995, als die Stadt Zürich die Förderung einstellte.Im Zickzack-Kurs – die Zürcher Tanzszene und ihre Förderung. In: Neue Zürcher Zeitung. Nummer 255, 1. November 2000.
Stücke (Auszug) 1979: Toccata und Fuge 1979: Blauer Regen 1979: Time Steps 1980: Embolada 1980: CH Potpourri 1981: Carmina Burana 1982: Visions 1983: Crazy House 1983: Anathema, Choreografie: Tsutomu Ben Iida; Tanz: Manuela Burkard, Nicole Caccivio, Gina Mariano, Roger Ng-Wailoi, Eve Trachsel, Mirjam Walter, Fook Choon Wong, Pia Zimmermann u. a.; Musik: Peter Hauri 1984: Romeo und Julia auf dem Dorfe, Choreografie: Christina Kempf-Meyer; Komposition: Urs Blöchlinger 1985: X-Rays 1986: nordwaerts 1987: A la limite d’absence, Choreografie: Etienne Frey; Tanz: Nathalie Fiechter, Denise Lampart, Sabine Seume, Francesca Sola, Machteld Van Acker, Myriam Van den Bossche; Kostüme: Etienne Frey, Elisabeth Schubiger; Bühne: Etienne Frey 1987: Vox populi oder "la voix primitve réincarnée", Choreografie: Pascal Delhay; Kostüm: Nathalie Carrié und Elisabeth Schubiger; Bühnenbild: Pascal Delhay; Licht: Peter Hauri 1988: Aquelarre (Oscar Aráiz), Schattenriss (Taneo Ishida) und Doppelakt (Jürg Burth) 1989: Ma marche bizarre, Bühnenregie & Komposition: Fritz Hauser; Choreografie: Eve Trachsel; künstlerische Leitung & Kostüme: Marcel Zaba; Tanz: Laura Atwood, Claire Birrfelder, Nathalie Fiechter, Denise Lampart, Susanne Obermayer, Sabine Seume, Machteld Van Acker; Trommeln: Myriam Van den Bossche, Fritz Hauser 1991: SPUREN 1992 Hekabe und ihre Töchter (Naisy) 1993 Hidden Pieces, von Eve Trachsel und Fritz Hauser, unter Mitarbeit von Philippe Saire, Erwin Schumann, Hervé Diasnas Guilherme Botelho, Sabin Seume und Denise Lampart 1994: E così sia … (Frey) 1994: Rendez-Vous (Lampart) 1995: I-MOON (Iida)
Literatur Ursula Pellaton: CH-Tanztheater. In: Theaterlexikon der Schweiz. Bd. 1, Zürich, 2005, S. 383 (online)
Weblinks ch tanztheater auf performing-arts.ch Schweizer Fernsehen: Auftritt CH-Tanztheater mit dem Stück x-race, Gespräch mit Choreografin Eve Trachsel. 4. Februar 1985, 9:28 min
Einzelnachweise
Kategorie:Tanztheater-Ensemble Kategorie:Tanzen (Schweiz) Kategorie:Gegründet 1979 Kategorie:Aufgelöst 1995