mini|Illustration aus dem japanischen Jigoku zōshi (; späte Heian-Zeit, 12. Jahrhundert, Nationalmuseum Tokio), gezeigt wird der Blutteich (, chi no ike), ein den Frauen vorbehaltener Teil der Unterwelt mini|Illustration aus dem Jade-Traktat: Sünder werden im 6. Gerichtshof der Unterwelt gefoltert, indem Metallspikes in ihre Körper gehämmert werden, sie lebendig gehäutet werden, sie in zwei Hälften zersägt werden und sie auf Metallspänen knien müssen.

Mit Diyu (, jap. Jigoku) wird im Buddhismus die Unterwelt bezeichnet, in der Yánluó bzw. Yama (jap. Enma) herrscht.

Diyu Diyu () ist das Reich der Toten oder „Unterwelt“ in der chinesischen Mythologie. Es gründet lose auf einer Kombination des buddhistischen Konzepts von Naraka, traditionellen chinesischen Jenseitsvorstellungen und einer Vielzahl von Volksausmalungen und Neuinterpretationen dieser beiden Traditionen.

Diyu wird typischerweise gezeichnet als ein Irrgarten unter der Erde mit verschiedenen Ebenen, Schichten und Kammern, wohin die Seelen nach ihrem Tode gebracht werden, um für ihre Sünden, die sie zu Lebenszeiten begingen, zu büßen. Die exakte Anzahl von Ebenen im „Erdgefängnis“ und die damit verbundenen Gottheiten unterscheidet sich zwischen buddhistischen und daoistischen Auslegungen. Einige sprechen von drei bis vier Gerichtshöfen, andere von den „10 Unterweltsgerichtshöfen“, jeder davon unter einem Richter (kollektiv bekannt unter dem Namen „Zehn Yama (Todesgott)-Könige“); andere chinesische Legenden sprechen von den „18 Unterweltsebenen“. Jeder Gerichtshof verhandelt unterschiedliche Sühneaspekte; die meisten Legenden behaupten, dass Sünder bis zu ihrem Tod grausamen Folterungen unterworfen werden, um anschließend vollkommen wiederhergestellt zu werden für die nächsten Folterungen.

Konzeptionen des Diyu Ideen aus dem Daoismus,. Tw.myblog.yahoo.com (2007年07月25日). Abgerufen am 14. November 2011.. Jnk.org.tw. Abgerufen am 14. November 2011. dem Buddhismus. Read.goodweb.cn. Abgerufen am 14. November 2011.. Wuys.com (2006年12月22日). Abgerufen am 14. November 2011.. Wuys.com (2006年12月22日). Abgerufen am 14. November 2011. und der traditionellen chinesischen Volksreligion zufolge ist das Diyu ein Fegefeuer, das dazu dient die Seelen zu bestrafen und zu erneuern in Vorbereitung auf ihre Reinkarnation in ihrem nächsten Leben. Viele Gottheiten, deren Namen und Zwecke verschiedenen konfligierenden Rechnungen unterworfen sind, werden mit Diyu assoziiert.

Einige frühe chinesische Kulturen sprechen von Menschen, die nach dem Tode zum Tai Shan, nach Jiuyuan, nach Jiuquan oder nach Fengdu gehen. Yinshun.org.tw. Abgerufen am 14. November 2011.. Taishanly.com (2008年03月03日). Abgerufen am 14. November 2011.山不在高,有仙則名──論泰山、上古神山與生死 Gegenwärtig sind die Stadt Fengdu und die Tempel vom Berg Tai zu Touristenattraktionen wiederaufgebaut worden, inklusive künstlerischer Zeichnungen der Unterwelt und dem Leben nach dem Tode.. Mcprc.gov.cn (2009年04月30日). Abgerufen am 14. November 2011.

Einige umstritten volksreligiöse Planchette-Schriftstücke, wie beispielsweise Reisen zur Unterwelt sagen, dass mit den Veränderungen der Welt auch neue Unterwelten mit neuen Bestrafungen entstehen und dass es auch eine Stadt der unschuldigen Toten gibt ().. Wugin.com. Abgerufen am 14. November 2011.. Tienton.myweb.hinet.net. Abgerufen am 14. November 2011. Einige behaupteten, dass es weitere Einrichtungen gibt.. Senwanture.com. Abgerufen am 14. November 2011. (PDF; 919 kB)

Die zehn Unterweltgerichtshöfe mini|Ming-Dynastie (16. Jh.) glasierte Terrakotta-Figurinen, die drei der zehn Yama-Könige darstellen.

Das Konzept der „Zehn Unterweltgerichtshöfe“ begann, nachdem die chinesischen Volksreligionen durch den Buddhismus beeinflusst worden waren. In der Chinesischen Mythologie ermächtigt der Jadekaiser den König Yama, sich um Angelegenheiten der Unterwelt zu kümmern. Es gibt 12.800 Unterwelten unter der Erde – acht dunkle Unterwelten, acht kalte Unterwelten und 84.000 sonstige Unterwelten am Rande des Universums. Alle kommen nach dem Tode in die Unterwelt, aber der Zeitraum, den man dort verbringt, hängt von der Schwere der Sünden ab, die man begangen hat, und nachdem die gerechte Bestrafung erhalten wurde, kann man möglicherweise zur Reinkarnation geschickt werden. In der Zwischenzeit gehen die Seelen von einem Stadium zum nächsten auf Entscheid von Yama hin. Yama verringerte auch die Anzahl der Unterwelten auf zehn. Später unterteilt er die Unterwelt in zehn Gerichtshöfe, jeder verwaltet von einem eigenen „Yama-König“, während er selbst Herrscher der gesamten Unterwelt blieb.

+ Zehn Yama-Könige # Name und Titel Geburtstag(gem. chinesischemKalender) Zuständig für(siehe Kalte und Warme Narakas) Anmerkungen 1 Jiang, König Qinguangwang秦廣王蔣 1. Tag des 2. Mondmonats Leben und Tod und Schicksal aller Menschen Vermutliches Vorbild Jiang Ziwen der Östlichen Han-Dynastie 2 Li, König Chujiangwang楚江王歷 1. Tag des 3. Mondmonats Sañjīva, Arbuda 3 Yu, König Songdiwang宋帝王余 8. Tag des 2. Mondmonats Kālasūtra, Nirarbuda 4 Lü, König Wuguanwang五官王呂 18. Tag des 2. Mondmonats Saṃghāta, Aṭaṭa 5 Bao, König Yanluowang閻羅王包 8. Tag des 1. Mondmonats Raurava, Hahava Vermutliches Vorbild Bao Zheng der Nördlichen Song-Dynastie 6 Bi, König Bianchengwang卞城王畢 8. Tag des 3. Mondmonats Mahāraurava, Huhuva und Stadt der Unschuldigen Toten 7 Dong, König Taishanwang泰山王董 27. Tag des 3. Mondmonats Tapana, Utpala Vermutliches Vorbild Dong Ji (董極) (Spätere Han-Dynastie) 8 Huang, König Dushiwang都市王黃 1. Tag des 4. Mondmonats Pratāpana, Padma Vermutliches Vorbild Huang Sile (黃思樂) (Fünf Dynastien-Periode) 9 Lu, König Pingdengwang平等王陸 8. Tag des 4. Mondmonats Avīci, Mahāpadma 10 Xue, König Zhuanlunwang轉輪王薛 17. Tag des 4. Mondmonats Seelenverschickung zu Reinkarnation

Hauptstadt der Unterwelt

Zu den zahlreichen sonstigen mutmaßlichen geographischen Hauptmerkmalen von Diyu gehört auch die Hauptstadt, die den Namen Youdu tragen soll. Sie wird gemeinhin als eine typisch chinesische Hauptstadt konzipiert, wie beispielsweise Chang’an, jedoch umgeben und durchdrungen von Dunkelheit.

18 Ebenen der Unterwelt mini|Der kopflose Geist von Yue Fei, der der kürzlich verstorbenen Seele des Qin Hui im Sechsten Gerichtshof entgegentritt. Die Tafel, die vom Gerichtsdiener (links) gehalten wird, lautet wie folgt: „Qin Hui’s zehn hinterhältige Verbrechen.“ Aus einer chinesischen Unterweltrolle (19. Jh.).

Das Konzept der 18 Unterwelten begann in der Tang-Dynastie. Der buddhistische Text Wen Diyu Jing (問地獄經) erwähnte 134 Unterwelten, wurde aber der Einfachheit halber zu 18 Ebenen der Unterwelt vereinfacht. Sünder spüren Schmerz und Todeskampf genau wie lebende menschliche Wesen, wenn sie den unten aufgeführten Torturen unterzogen werden. Sie können nicht an den Qualen „sterben“, da – wenn der Leidensweg zu Ende ist – ihre Körper wiederhergestellt werden, damit die Tortur wiederholt werden kann. Es folgt eine Liste der üblichen Bestrafungen und Folterungen in den 18 Ebenen der Unterwelt:

Der Klingenberg: Sünder müssen ihr Blut vergießen, indem sie einen Berg, aus dem scharfe Klingen herausragen, hinaufklettern. Einige Zeichnungen zeigen Rechtsbrecher, die Bäume hinaufklettern, bei denen Messer oder spitze Dornen aus den Stämmen und den Ästen herausragen. Kesselfolter: Sünder werden in Ölkesseln frittiert. Einige Zeichnungen zeigen Rechtsbrecher, die mit heißem Dampf verbrüht statt frittiert werden. Zerteilen: Körper von Sündern werden durch verschiedene Maßnahmen zerteilt, einschließlich, aber nicht begrenzt auf folgendes: Zersägen Zerstückeln Halbieren zu Brei zermahlen oder zerstoßen Zermahlen durch schwere Felsen oder Findlinge Überfahren Zerschleifen: Sünder werden in eine Schleifmaschine gesteckt und zu einem blutigen Brei geschliffen. Feuer-Torturen: Verbrennen: Sünder werden angezündet oder in feurige Infernos geworfen. Paolao-Tortur: Die Sünder werden nackt ausgezogen und veranlasst einen großen Metallzylinder hochzuklettern, der von unten heiß gemacht wird. Kochende Flüssigkeitstortur: Sünder werden gezwungen eine kochende Flüssigkeit zu schlucken oder es werden Körperteile damit übergossen. Torturen mit Entfernung von Körperteilen oder Organen: Zunge herausreißen Augenstechen Herz herausreißen Eingeweide herausschneiden Häuten Finger und Zehen scheibchenweise abschneiden Eiswelt: Sünder werden in Eis eingefroren. Einige Zeichnungen zeigen entkleidete Sünder mit Erfrierungen in einer Eiswelt: Ihre Körper fallen irgendwann in Teile auseinander oder zerbrechen in Stückchen. Waagen- und Hakentortur: Sündern werden Haken durch ihre Körper gestochen und anschließend kopfüber aufgehängt. Einige Zeichnungen zeigen Sünder mit Nägeln, die ihnen durch den Körper getrieben wurden (ähnlich einer Kreuzigung). Blutbecken: Sünder werden in ein Becken voller Blut geworfen. Blut spritzt aus allen Körperöffnungen. Torturen mittels Tieren: Sünder werden von Vieh zertrampelt, von Tieren mit Hauern oder Hörnern durchbohrt/aufgespießt, von Raubtieren zerfleischt oder gefressen, von giftigen Tieren gestochen oder gebissen etc. Avīci (unterste Ebene der Unterwelt): Die Leidensperiode in dieser Kammer ist die längste und reserviert für Sünder, die Verbrechen aus Hass begangen haben einschließlich der Fünf Schwerverbrechen.

Einige Literatur nimmt Bezug auf 18 Unterwelttypen oder 18 Unterwelten je Bestrafungsart. Manche religiöse oder Literaturbücher sagen, dass Missetäter, die nicht bestraft wurden, als sie noch lebten, in den Unterwelten nach dem Tode ihre Strafe finden werden.九、唐太宗入冥記. Eywedu.com. Abgerufen am 14. November 2011.

Alternative Namen für die Unterwelt Die gebräuchlichsten chinesischen Namen für die Unterwelt sind:

Diyu (), „Erdgefängnis“. Difu (), „Erd-Herrenhaus“. Huangquan (), „Gelbe Quellen“, genannt yomi auf Japanisch. Yinjian (), „Land des Schattens“. Yinfu (), „Schatten-Herrenhaus“. Yinsi (), „Schatten-Amt“. Senluo Dian (), „Gerichtshof von Senluo“. Yanluo Dian (), „Gerichtshof von Yanluo“. Jiuquan (), „Neun Quellen“. Chongquan (), „Wiederkehrende Quelle“. Quanlu (), „Weg zur Quelle“. Youming (), „Ruhige Dunkelheit“. Yourang (), „Ruhiges Land“. Huokang (), „Feuerofen“. Jiuyou (), „Neun Gelassenheiten“. Jiuyuan (), „Neun Ursprünge“. Mingfu (), „Düsteres Herrenhaus“. Abi (), „Avīci“, Unterwelt ununterbrochener Torture, letzte und tiefste der Acht Heiße Narakas. Zugen (), „Ferse“. Fengdu Cheng (), Stadt der Geister Fengdu.

Weitere Begriffe im Zusammenhang mit der Unterwelt:

Naihe Qiao (), „Brücke der Hilflosigkeit“, eine Brücke, die jede Seele überqueren muss, bevor sie die Unterwelt betritt, geradeso wie der Styx in der griechischen Mythologie. Wang Xiang Tai (), „Heimschau-Pavillon“, ein Pavillon, den jede Seele passiert auf ihrer Reise in die Unterwelt. Von dort kann man seine Familien und Lieben in der Welt der Lebenden sehen. You Guo (), „Ölkessel“, eine der Torturen in der Unterwelt. San Tu (), die „Drei Torturen“: Feuer-Tortur (), Klingen-Tortur (), Blut-Tortur ().

Siehe auch Obon-Fest Geisterfest Ksitigarbha

Weblinks

Bernhard Scheid: Höllen und Hungergeister

Einzelnachweise

Kategorie:Buddhismus Kategorie:Jenseits