Nina Wassiljewna Pelzer (, geb. Tschumakowa ; * in Charkiw; † 13. Februar 1994 in St. Petersburg) war eine sowjetische Schauspielerin, Tänzerin und Tanzlehrerin.
Leben und Leistungen Pelzer besuchte von 1922 bis 1925 die Ballettschule von Natalja Alexandrowna Dudinskaja in Charkiw, 1926 trat sie in La Fille mal gardée und in der Walpurgisnachtszene in Faust auf. Ihr erstes größeres Engagement hatte Pelzer von 1927 bis 1929 beim Charkiwer Theater für Musikkomödie. Danach wechselte sie ans Musikkomödientheater von Leningrad und wirkte hier bis 1956. Sie erarbeitete sich den Ruf einer sehr originellen Künstlerin mit charakteristischen Ausdrucksformen. Von 1930 bis 1933 besuchte Pelzer außerdem die Waganowa-Ballettakademie, deren Gründerin Agrippina Waganowa zu ihren Lehrerinnen gehörte. Ab 1941 war sie selbst beim Leningrader Musikkomödientheater als Tanzlehrerin aktiv und übte diese Tätigkeit bis 1976 aus.Profil Pelzers auf belcanto.ru (russisch), abgerufen am 23. Mai 2021 Während der Leningrader Blockade blieb die Darstellerin freiwillig in der eingeschlossenen StadtBericht über Pelzers Aktivitäten während der Leningrader Blockade auf der Internetseite des Stadtarchivs St. Petersburg (russisch), abgerufen am 23. Mai 2021 und trat dort über 2.000 mal auf.Kurzbiografie Pelzers auf kino-teatr.ru (russisch), abgerufen am 23. Mai 2021
1968 spielte Pelzer als Statistin in Ein uraltes Märchen ihre einzige Filmrolle. Rund zehn später wirkte sie als Betreuerin für die Tanzszenen in Jan Frids Verfilmung von Die Fledermaus, einer zweiteiligen Fernsehadaption, mit und war 1988 außerdem in der Dokumentation Диалог со сценой (Dialog so szenoi) zu sehen.Filmografie Pelzers auf kino-teatr.ru (russisch), abgerufen am 23. Mai 2021
Pelzer starb etwa einen Monat vor ihrem 86. Geburtstag und wurde auf dem Bogoslowskoje-Friedhof neben ihrem Ehemann beigesetzt.
Privates und Ehrungen Pelzer war mit Nikolai Jakowlewitsch Janet (1893–1978) verheiratet, einem Darsteller, Regisseur und künstlerischen Leiter am Theater, der u. a. Träger des Titels Volkskünstler der RSFSR war.Biografische Notizen zu Nikolai Janet auf der Internetseite des Stadtarchivs St. Petersburg (russisch), abgerufen am 23. Mai 2021
Sie selbst wurde mit der Medaille „Für die Verteidigung Leningrads“ (1943), dem Orden des Roten Sterns (1945) und dem Orden „Zeichen der Ehre“ sowie dem Titel Verdiente Künstlerin der RSFSR (1957) gewürdigt.
Bühnenarbeit (Auswahl) 1935: Die lustige Witwe 1935: Die Fledermaus 1940: Die Csárdásfürstin 1941: Der Sorotschinsker Jahrmarkt 1943: Die Zirkusprinzessin 1949: Der Teufelsreiter
Filmografie 1968: Ein uraltes Märchen (Staraja, staraja skaska) 1979: Die Fledermaus (Letutschaja mysch) (Fernsehfilm) – als Choreografin 1988: Диалог со сценой (Dialog so szenoi) (Dokumentarfilm)
Weblinks Repertoire des Leningrader Musikkomödientheaters während der Blockade auf der Internetseite des St. Petersburger Musikkomödientheaters (russisch)
Einzelnachweise
Kategorie:Theaterschauspieler Kategorie:Tänzer (Sowjetunion) Kategorie:Tanzpädagoge Kategorie:Pädagoge (20. Jahrhundert) Kategorie:Träger des Ordens Zeichen der Ehre Kategorie:Träger der Medaille „Für die Verteidigung Leningrads“ Kategorie:Träger des Ordens des Roten Sterns Kategorie:Verdienter Künstler der RSFSR Kategorie:Sowjetbürger Kategorie:Russe Kategorie:Geboren 1908 Kategorie:Gestorben 1994 Kategorie:Frau