mini|La Mascarade von Antoine Watteau, mit Poisson als Zweiter von links

Philippe Poisson (* 8. Februar 1682 in Paris; † 4. August 1743 in Saint-Germain-en-Laye) war ein französischer Schauspieler und Dramatiker.

Leben Poisson entstammte einer Schauspielerfamilie. Sein Vater war der Schauspieler Paul Poisson und sein Großvater war Belleroche. Poisson debütierte 1700 an der Comédie-Française und war dort sehr erfolgreich in Nebenrollen, bis er 1704 Sociétaire de la Comédie-Française wurde. Danach war er auch in der Hauptrolle in Komödien zu sehen. Als sein Vater 1711 in den Ruhestand ging, folgte er ihm, kam aber bereits 1715 an die Comédie zurück. 1722 ging er endgültig in Pension. Der Ruhestand ließ ihn aber nicht untätig werden. Er verfasste mehrere Komödien, die zwar weder besonders originell noch subtil waren, aber dennoch aufgeführt wurden.

Familiäres Poisson hatte einen Bruder, François, der ebenfalls Schauspieler wurde, sowie eine Schwester Madeleine, die sich der Schriftstellerei widmete. Er selbst war nie verheiratet und es sind auch keine Nachkommen bekannt.

Werke 1728: Le Procureur arbitre 1729: La Boite de Pandore 1731: Alcibiade 1733: L’Impromptu de campagne 1735: Le Mariage par lettres de change 1736: Les Ruses d’amour

Literatur Henri Lyonnet: Dictionnaire des comédiens français, ceux d’hier, 1909, Band 2, S. 539 (Digitalisat)

Weblinks Philippe Poisson auf der Seite der Comédie-Française

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